Natürlich gibt es von der “Regel” auch erwähnenswerte und spielenswerte Ausnahmen. So ist die Adaptation von “The Walking Dead” - der erfolgreichen Comic- und Fernsehserie - eine solche Empfehlung, welche sich man mal zu Gemüte führen sollte. Doch Lab of the Dead geht nochmals einen gänzlich anderen Weg. Die direkte Konfrontation mit den Untoten wird eigentlich komplett vermieden - zumindest aus Sicht der klassischen “Actionspiele”.
Lab of the Dead wirft den Spieler in eine Welt die von Zombies bzw. einer Plage überrannt wurde. Die Einheit des Alter Egos hat sich nun in einer früheren Forschungseinrichtung verschanzt und Allen C. Tyler wird nun die Aufgabe zugesprochen dieser Plage mal genauer auf den Zahn zu fühlen. Zufälligerweise befinden sich in eurem unterirdischen Versteck mehrere hundert Zombies in Zellen und es wird danach klar, dass das frühere Forschungsteam an dieser Stelle schon mit den dort gefangenen Zombies experimentiert hat.
Doch wie sehen diese Experimente aus?
Die Darstellung und auch die Handhabung dieser Experimente ist relativ einfach gehalten, was dem Spaß am Spiel jedoch keinen Abbruch bereitet. Doch bevor es zu den einzelnen verwendbaren Gegenständen geht, erst einmal Schritt für Schritt die Spielmechanik erklärt.
Lab of the Dead folgt einem Prinzip, welches man mit Levelaufstiegen vergleichen könnte. Für jeden Levelaufstieg winken euch dann neue Gegenstände und auch neue Informationen rund um die aktuellen Gegebenheiten und neue Entdeckungen über die Vergangenheit und über das Alpha Team. Das Alpha Team ist nämlich die Forschungsgruppe, welche sich in der Vergangenheit an dieser Stelle befand. Level für Level tastet sich euer Alter Ego somit der Lösung der Frage näher, wie denn diese Plage überhaupt ausgebrochen ist und ob diese Plage ein Wille der Natur war oder doch eher Größenwahn des Menschen.
Jedes Level bietet euch neben den bereits erwähnten Gegenständen auch neue Forschungsmöglichkeiten, da verschiedene Boosts nötig sind, um das Spiel nicht zu ewig währenden Tortur werden zu lassen. So werden Forschungen beschleunigt, RP-Maxima erhöht und auch die Veränderung der einzelnen Zombiewerte verbessert. Doch was ist denn RP? RP sind im Endeffekt Forschungspunkte, welche man durch die Anwendung verschiedener Gegenstände erlangt. Diese Forschungspunkte werden dann eurem Konto gutgeschrieben und können dann zum Erforschen neuer Gegenstände oder der erwähnten Boosts verwendet werden. Auch das Erreichen von “Meilensteinen” wie dem Benutzen von 200 Gegenständen werden mit RP honoriert, was auch ab einem bestimmten Punkt des Spiels bitter nötig ist.
Doch kommen wir zum Herzstück des Spiels: Der Erforschung des Zombies.
Dies geschieht über verschiedene Gegenstände, welche in Waffen, Objekte und Futter unterteilt werden und auf die der jeweilige Testzombie mit unterschiedlichen Reaktionen antwortet. Auch die Objekte unter sich rufen beim Zombie, je nach Gemütslage, verschiedene Reaktionen aus und somit kann dann ein passives, neutrales oder aggressives Verhalten beobachtet werden. Die verschiedenen Parameter der Gemütslage sind die Stimmung, die Menschlichkeit sowie der Hunger den der Zombie verspürt. Doch damit nicht genug.
Je nach Forschungsstand des “Vorlebens” eures Zombies und somit seiner/ihrer Vergangenheit kann ein Faible für bestimmte Objekte erkannt werden, welche mehr RP und auch bessere Reaktionen auf Gegenstände ermöglichen. Somit wird der Proband dann in bestimmte Richtungen gelenkt und kannauf lange Sicht der Lösung der Frage nach dem Grund dienen.
An dieser Stelle möchte ich jedoch nichts vorwegnehmen. Es wäre auch vermessen zu behaupten, dass die ganze Vielfalt des Spiels in diesem Testbericht reinpassen könnte, denn dies ist die große Stärke des Spiels: Die Länge.
Es mag für viele auch Langeweile erzeugen, aber wer sich auf das Spiel einlässt und Spaß am angebotenen Setting hat, der wird sich wirklich stunden - wenn nicht tagelang - mit diesem Spiel die Zeit vertreiben können. Trotz des gelegentlichen Frustes, trotz der manchmal etwas sperrigen Bedienung und auch einiger Gimmick die fehlen.
Fazit:
Lab of the Dead hat mir persönlich wirklich Spaß gemacht und mich so einige Stunde vor dem Schlafen noch gekostet. Man beginnt mit der Absicht einige Minuten zu spielen und am Ende sitzt man da und hat knapp zwei Stunden am Zombie experimentiert und gleichzeitig den Akku des Smartphones geleert. Dies dürfte wohl eines der größten Komplimente sein, welches man einem Spiel machen kann.
Trotzdem fehlen Lab of the Dead ein wenig abwechslungsreichere Spielmechaniken und auch die Langzeitmotivation dürfte bei vielen Spielern nicht so hoch sein, da insbesondere die Geschichte des Spiels sehr schnell sich offenbart und man auf ein bereits klares Ziel hinarbeitet. Schade, da die Geschichte rund um das Virus wirklich Potenzial hatte und hat.
Force Close direkt beim Starten. Samsung Galaxy Gio
Android 2.3.3
BITTE AKTUELLE VERSION HOCHLADEN! DANKE! :)