Der langen Rede kurzer Sinn: es muss eine alternative Firmware her. Das Tool zum Flashen, Treiber für Windows und Images für's Tablet gibt es am Ende des Beitrags.
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Durch das Flashen von alternativer Firmware erlischt die Garantie des Tablets !
Flashen von Firmware hinterlässt immer Datenspuren im Tablet, welche von einer offiziellen Servicestelle trotz Rückflashens auf Original-Firmware gefunden werden können.
Es wird keinerlei Haftung für misslungene Flashversuche übernommen !
Wenn etwas unklar ist, bitte vorher fragen! Allerdings ist die Gefahr, das Tablet zu bricken, gering. Wenn diese Anleitung exakt befolgt wird, funktioniert es auf Anhieb. Funktionalität ist jedoch nur gegeben bei Verwendung der in diesem Beitrag zum Download angebotenen Tools, Treiber und Images und nochmals: genauester Befolgung der Anleitung. Jeder Satz ist wichtig. Lieber zweimal lesen als einfach loswursteln!
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Das Flashen überschreibt schlicht und ergreifend alles auf dem Tablet - Einstellungen,
installierte Anwendungen, Videos, Sound, Bücher und so weiter.
Wichtig: Das Flashen darf nur im Akkubetrieb des Tablets erfolgen. Es darf keine SD-Karte im Tablet eingelegt sein.
installierte Anwendungen, Videos, Sound, Bücher und so weiter.
Wichtig: Das Flashen darf nur im Akkubetrieb des Tablets erfolgen. Es darf keine SD-Karte im Tablet eingelegt sein.
Vorbereitung:
- Das Tool, Treiber und Image an einen Ort ohne Leerstellen und/oder Umlaute im Pfad entpacken. Ideal ist das Wurzelverzeichnis eines Laufwerks.

- Das Tablet „bis zum Anschlag“ laden, also mindestens vier Stunden lang. Dann das Netzteil abstöpseln und das Tablet komplett herunterfahren - Suspend bzw. Standby reicht nicht. Sollte das Tablet in heruntergefahrenem Zustand geladen worden sein, das Tablet im Akkubetrieb hoch- und gleich wieder herunterfahren.

- Sicherstellen, dass ein USB-Eingang direkt am Rechner - also nicht an irgendeinem Hub - zur Verfügung steht. Kein USB-Verlängerungskabel verwenden.

- Das dem Tablet beiliegende USB-Kabel zunächst nur am Tablet anstöpseln. Natürlich funktioniert auch jedes andere passende, qualtitativ hochwertige USB-Kabel.

- Das Tablet so drehen, dass das Firmenlogo vorne unten ist - mit anderen Worten: aufrecht und „richtigherum“ halten. Dies dient nur zur sicheren Identifikation der gleich benötigten Taste. Das Tablet ausgeschaltet lassen.

- Die rechte, seitliche „Blättertaste“ (breite Pfeiltaste) drücken, gedrückt halten und dabei das mit dem Tablet verbundene USB-Kabel an den Rechner anstöpseln. Durch das Anstöpseln schaltet sich der Archos im Flashmodus ein. Es ist jedoch keinerlei Reaktion des Archos' zu bemerken; der Bildschirm zeigt nichts an. Das ist in diesem Fall normal.

- Windows meldet nun, dass neue Hardware gefunden wurde und möchte einen Treiber installieren. Passende Treiber sind im Download enthalten - für Windows Vista und Windows 7 (x86 und x64) sowie für Windows 2000 und Windows XP (nur x86).
Flashen:
Während des Flashens darf die Stromzufuhr des Rechners auf keinen Fall unterbrochen werden! Ideal ist Flashen mit einem Notebook, dessen Akku einen Stromausfall überbrücken kann. Natürlich muss auch die USB-Verbindung bestehenbleiben. Nicht benötigte Programme und automatische Aktionen beenden, damit nichts dazwischenmurkst und den Flashvorgang stören könnte. Noch einmal schauen, ob auch wirklich keine SD-Karte im Tablet eingelegt ist.
- Das Tool „RKAndroidBatchUpgrade“ starten:

Wenn das Feld unter „1“ grün erscheint, ist das Tablet bereit zum Flashen. Mit Button „2“ zu dem Image, das geflasht werden soll, navigieren. Das Image muss nicht notwendigerweise so heißen wie im Screenshot; der Name darf jedoch weder Leerstellen noch Umlaute enthalten. Nach Laden des Images werden einige Infos angezeigt, die hier nicht von Belang sind.
Wichtig: nur die Buttons „2“ und „3“ benutzen. Alles andere nicht anfassen und auch die voreingestellten „Häkchen“ nicht ändern.
- „Upgrade“ klicken - und das Flashen beginnt. Es erscheinen Meldungen über die einzelnen Aktionen des Flashvorgangs. Ein gelbes Blinken des vorher grün unterlegten Feldes ist normal. Bei genauem Hinsehen sind in dem Blinken Fortschrittsprozentzahlen einiger Aktionen zu erkennen.

- Nach dem Flashen sieht das dann so aus:

Oben rechts sollte stehen: „Success:1“ und „Failure: 0“. Das Tablet wurde durch das Tool automatisch vom Rechner sicher entfernt bzw. logisch getrennt - erkennbar an dem nun grauen Feld 1 in der Device Upgrade Area.
- Das Tablet startet automatisch in den Recovery-Modus. Ein Boot-Logo erscheint auf dem Tablet. Erst jetzt das USB-Kabel einfach von Tablet und Rechner abstöpseln, ohne „Sicheres Entfernen“ - einfach nur abziehen. Nun kann natürlich das Tool beendet werden, auch gerne mit dem Exit-Button ;).
Auf dem Tablet erscheinen gepinnt im Landscape-Modus einige Meldungen, garniert mit einer hübschen Schachtel zur Verdeutlichung der Vorgänge. Dann startet das Tablet neu - zum ersten Mal mit der frisch geflashten Firmware.
Dieser erste Start kann eine ganze Weile dauern, bis zu etwa vier Minuten. Also einfach abwarten und das Tablet am besten ganz in Ruhe lassen.
Schließlich erscheint die Aufforderung zur Display-Kalibrierung.
- Tief durchatmen und viel Spaß mit deinem „neuen“ Tablet.

++++++++ ACHTUNG ++++++++
Durch die zunehmende Anzahl misslungener Flashversuche mit anderen Images als hier angeboten sehe ich mich veranlasst, folgendes nachzutragen:
Ich warne ausdrücklich vor dem Versuch, solche Fremdimages zu flashen,
die ein besonders einfaches Vorgehen versprechen.
die ein besonders einfaches Vorgehen versprechen.
Gerade das sogenannte Kasty-Image sorgt immer wieder für Kummer. Da wird in der Anleitung gesagt, man solle die Datei 'update.img' einfach in die Root (Wurzelverzeichnis) des Archos' kopieren und dann das Tablet neustarten.
Das geht in den meisten Fällen schief, da sich Teile des Original-Archos-Images nicht mit einem solcherart eingespielten Image vertragen. Der Archos bleibt dann beim Start hängen! Vor einigen Monaten hat die Kasty-Methode durchaus funktioniert. Inzwischen wird der Archos 70b aber mit einer aktualisierten Firmware verkauft, die sich in kritischen Bereichen signifikant vom Kasty-Image unterscheidet. Es gibt hier im Thread einige Berichte über misslungene Flashvorgänge, und ich habe eine gute Handvoll diesbezüglicher privater Hilferufe erhalten. Den meisten war zu helfen, aber es scheint, dass die Kasty-Methode in letzter Zeit mindestens zwei Briefbeschwerer produziert hat.
Die hier beschriebene Methode ist zugegebenermaßen reichlich komplizierter, aber stets verläßlich, wenn sie peinlich genau befolgt wird. Und zwar deshalb, weil der Archos auf Chipebene komplett plattgemacht (wirklich alles wird gelöscht) und dann von Grund auf neu geflasht wird.
+++++++++ 26.12.2011 +++++++++
NACHTRAG #2 19.01.2012
Wer schon "kasty-geschädigt" ist oder wessen Tablet durch Flashen ungeeigneter Firmware beim Starten hängenbleibt: Einfach nochmal flashen mit der in diesem Beitrag beschriebenen Methode.
NACHTRAG #3 10.05.2012
Punkt 6 der Vorbereitung ergänzt:
Durch das Anstöpseln schaltet sich der Archos im Flashmodus ein. Es ist jedoch keinerlei Reaktion des Archos' zu bemerken; der Bildschirm zeigt nichts an. Das ist in diesem Fall normal.
Downloads:
Original Voltaire-Image (Eclair) mit Root (Thanks to jefi)
oder wer Root nicht möchte oder braucht, hier gibt's das
gleiche Image ohne Root (Eclair). Beide Versionen sind
multilingual inklusive Deutsch. Anleitung und Flashtool ist
jeweils dabei. Archivpasswort für alles: www.androidpit.de
Gruß, Archer

