
Die Werbeclips sprechen eine ganz deutliche Sprache: Apple Fanboys werden von Samsungs Samrtphones überzeugt, drehen Ihrem "heiligen" Telefon (und damit dem ganzen Unternehmen) den Rücken und "laufen über". Natürlich steckt hinter diesem Konzept ein tieferer Gedanke, als sich nur über das Verhalten dieser Käuferschaft lustig zu machen. Im Gespräch erzählen der Creative Director der zuständigen Werbagentur und Samsungs Senior Vice President of Sales and Marketing ein wenig über die Hintergründe und Ziele der Kampagne.
Hinter der Umsetzung der Videos steckt der Regisseur Bobby Farrelly, der gemeinsam mit seinem Bruder Peter Farrelly für Filme wie "Verrückt nach Mary", "Dumm und Dümmer", "Ich, beide und sie" oder "Kingpin" verantwortlich ist. Die eigentliche Idee für die Anti-Apple-Clips stammt allerdings von der Werbeagentur 72andSunny. Seit November 2011 werden in diesen Clips Apple-Jünger "begutachtet" und stark karikiert. Das starke an der Webung ist aber, dass bei aller Überzogenheit der Charaktere auch sehr viel Wahrheit in diesen steckt. Diese Personen werden in den folgenden Werbeclips immer mehr vom Samsung Galaxy S2, dem Galaxy Note und den Vorzügen dieser Geräte überzeugt, das Ganze kulminiert dann in einem 90-Sekunden langen Werbspot, der während des Super Bowls gezeigt wurde (was eine ganze Menge Geld kostet).
In dem Gespräch mit adweek.com erzählt Bryan Rowles, der Creative Director von 72andSunny, ein wenig über die Hintergründe der Kampagne und gewährt so ein wenig Einblick in Samsungs Strategie.
Zunächst wäre da die Optik der Videos: Absichtlich ein wenig ungesättigt und milchig soll die visuelle Darstellung die Langeweile und Eintönigkeit in einer Warteschlange vermitteln. Die Fanboys, offensichtliche Hipster, die auf der Suche nach dem nächsten "großen Ding " sind, funktionieren gut als Hinweis darauf, dass Samsungs Geräte eben genau dies sind.
Dann hätten wir da die Musik: "I Believe in a Thing Called Love" von The Darkness bildet den musikalischen Rahmen für den Super Bowl Spot und soll die Botschaft der Geräte weiter verdeutlichen. Dabei durchbrechen die Apple-Fans ihre "selbstgeschaffene Barriere" und nehmen an einer großen Block Party teil, es wird gesungen getanzt, gefeiert. "We wanted to go out with a bang." teilt Rowles mit.
Die Agentur sah es vor allem als ihre Aufgabe, de schmalen Grat zwischen Beleidigung und Kontroverse zu finden. Nach verschiedenen Versuchen wurde so dann die Idee für die Clips gegründet: "Wir mussten diese Art von trockenen Humor finden, der schlau und gleichzeitig auch ein bisschen dumm ist. Ich glaube, was im Endeffekt passierte war, dass Apple Fans dachten 'Stimmt, wir sind irgendwie ein bisschen so'. Leute, die keine Apple-Fans sind dachten 'Stimmt, Apple Fans sind so' ", teilt Bowles mit.
Younghee Lee, Samsungs Senior Vice President of Sales and Marketing, ist für das Marketing der Kampagne verantwortlich. Für sie geht es vor allem darum, dass Samsungs Kunden aufhören, nur an das Unternehmen zu denken und stattdessen das Unternehmen fühlen. Emotionen, so wie das eben auch bei Apple funktioniert. Younghee Lee ist bewusst, dass viele Menschen auf der ganzen Welt - aber vor allem in den USA - von Apple-Produkten "besessen" sind und das es an der Zeit sei, deren Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. So wurde dann eine neue Kampagne geboren, die nicht zufällig auf Samungs mobilen Bereich zugeschnitten wurde. Denn Smartphones & Co. "können ein Symbol für das sein, wer man ist. Viele Leute glauben, 'was ich in meinen Händen halte, bin ich' ", so Lee.
Was seht Ihr die Sache? Sind die Spots gelungen? Sind alle gut? Erreicht Samsung mit seiner Botschaft das vorgenommene Ziel?
Hier noch einmal alle Clips gesammelt:
Quellen: 9to5Google.com, All Things D, Adweek

pipolino
Ich finde auch, dass die Clips sehr gut gelungen sind, weil sie eben immer noch ein bestimmtes Niveau halten.
Konkurrenz belebt das Geschäft.von daher, weiter so..