
Wisst Ihr noch, vor ungefähr 5 Jahren - da war noch alles anders. Handys hießen noch Handys, und nicht Smartphones. Displays hatten noch keine Farbe und unsere Akkus hielten locker sieben Tage. Wie schnell sich doch alles ändern kann. Und wie schnell man vergisst wie es davor war. Unterwegs keine E-Mails mehr checken können - fast schon undenkbar!
In naher Zukunft werden Autos mit interaktiven Scheiben als Displays wahrscheinlich noch nicht rumfahren. Zumindest behauptet GM das, die bei der israelischen Universität Bezalel eine Studie in Auftrag gegeben, und den Studenten völlig freie Hand gegeben haben, um das Problem zu lösen, dass sich Passagiere im hinteren Bereich der Fahrgastzelle isoliert fühlen.
Dieses Problem hatte ich selber als Kind auch. Meine Eltern haben dann mit mir KFZ-Nummernschilder raten gespielt. Zumindest hier in Deutschland ging das wunderbar. Sobald wir dann allerdings in Frankreich waren, und Nummernschilder nur aus kryptischen, scheinbar unlogischen Zahlen- und Buchstabenfolgen bestehen, hatte der Spaß auch da ein Ende.
Da hat das Auto der Zukunft - oder vielmehr seine hintere Fensterscheibe - deutlich mehr zu bieten. Das "Windows of Opportunity" - das Fenster der Möglichkeiten - soll den hinten sitzenden Fahrgästen den Blick auf die Welt da draußen in ganz neuen Perspektiven möglich machen. Ihr sitzt hinten, fahrt durch Bitterfeld und müsst auf die tristen Industrieanlagen blicken? Muss nicht sein! Einfach auf einem rollierenden Globus aussuchen, wo man lieber sein möchte und das "Exterieur Design" ändern. Da werden automatisch Erinnerungen an Pipi Langstrumpf wach, die die Welt wie-di-wie-ihr sie gefällt gemacht hat.
Schade eigentlich, dass das Fenster noch nicht so schnell kommen soll. Oft aber geht es dann doch sehr viel schneller als man selber glauben möchte. Seht Euch die ganzen Automotive Anstrengungen von Nvidia auf der CES an. Oder das interaktive Fenster von Samsung, welches man ebenfalls auf der Messe in Las Vegas bestaunen konnte. Die Technologien sind also schon da, um so etwas umsetzen zu können.
Wäre Steve Jobs noch am Leben, würde ich meinen, dass es bald einen Auftritt geben würde, in dem er stolz verkündet, während er mit einer fetten Karre auf die Bühne fährt:
One more thing...

Alex S
Da war Toyota schneller......GM hat nur abgeschaut......
http://www.hartware.de/news_52271.html