
(Bild: techpocket4phones.org)
Niemand wartet gerne auf ein System-Update für sein Smartphone. Und mit der Ungeduld wächst meist auch das Unverständnis. Gerade beim Thema Android Ice Cream Sandwich ist dies deutlich zu merken. „Das kann doch nicht so schwer sein“ denkt sich da so manch ein Nutzer und entdeckt seinen wachsenden Groll über den Hersteller seines Smartphones. Doch wie sowohl Sony Ericsson als auch Motorola vor kurzem erklärt haben, scheint die ganze Update-Sache in der Praxis doch äußerst umständlich zu sein, obwohl die entsprechenden Quellcode schon lange verfügbar sind.
Hier also die Erklärungen der beiden Unternehmen, warum ein Update (unter anderem auf Ice Cream Sandwich) so lange dauert. Der Prozess ist bei beiden Hersteller im Großen und Ganzen sehr ähnlich:

Der erste Schritt ist, die Veränderungen der neuen Version in den eigenen Quellcode zu übernehmen. Gleichzeitig müssen die Fehler behoben werden, die durch dieses Verbindung entstehen.
Beispiel ICS
Da Ice Cream Sandwich für Texas Instruments optimiert wurde, muss beispielsweise Sony Ericsson diese Teile herausnehmen und sie mit gleichwertigen Teilen für den Qualcomm 8255 Chipsatz ersetzen, der in der Xperia-Serie von 2011 verwendet wurde.
Eigentlich wäre hier nun zu erwarten, dass der gleiche Chipsatz in allen Geräten die Sache vereinfachen würde. Dem ist aber leider nicht so, da zwar der Chipsatz der selbe ist, die Peripherie-Geräte (wie Kameras, GPS, Wi-Fi, Sensoren etc.) aber verschiedene sind. Dafür sind unterschiedliche Treiber notwendig, was schon eine ganze Menge Arbeit , aber noch weit entfernt vom eigentlich Ziel ist.
Noch mehr
Danach müssen natürlich alle Geräte auf ihre Funktionalität getestet werden, um dann eine offizielle Zertifizierung dafür zu bekommen, was von Sony Ericsson als der eigentlich aufwendigste Teil genannt wird. Während einige der Tests hausintern, andere extern gemacht werden, müssen Zertifikate für verschiedene Länder beantragt werden. Bei dem globalen Launch eines Gerätes können das gut mal 80 Länder sein.
War es das? Leider nein. Denn danach kann es noch sein, dass ein paar Mobilfunkanbieter noch ihren Senf dazugeben und eigene Software-Modifikationen in der neuen Version sehen wollen.
Erst nachdem all diese Schritte durchgeführt sind, kann das Sopftware-Update ausgerollt werden. Mehr Informationen hierzu findet ihr auf den Seiten von Motorola und Sony Ericsson.
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Andy N.
Welche Zertifikate sind hier gemeint? Für eine Betriebserlaubnis oder Verwendung Software Drittanbieter?
Denn an der Hardware hat sich ja nichts geändert und in der Regel kann das Telefon vorher und auch nachher MP3 abspielen (als Beispiel), also hier hat sich auch nicht verändert.
Wegen dem Problem mit der Hardware will Google die Hersteller dazu zwingen gewisse Standards einzuhalten, damit nicht für jede Hardware neue Software geschrieben werden muss.