Ah, die Technik. Es sind vor allem solche Innovationen, die dafür sorgen, dass die Kinnlade herunterklappt und man vor Erstaunen kaum mehr ein Wort heraus bringt, die meinen Job so interessant machen. In diese Kategorie gehört für mich auch ganz klar eine neue Technologie der Firma Senseg, die einen großen Schritt in Richtung multidimensionaler Erfahrung für Smartphones und Tablets geht. Denn mit dieser Technologie sollen Nutzer verschiedene Texturen auf einem Bildschirm fühlen können.
Im Gegensatz zu traditionellen haptischen Rückmelde-Sensoren, die Vibrationen erzeugen, moduliert die Technologie von Senseg das elektrostatitsche Feld zwischen den Fingern des Nutzers und dem Bildschirm, wodurch aus dem Touchscreen etwas neues wird, nämlich der sogennante „Feelscreen“, wie Senseg es nennt. So können Nutzer unterschiedliche Texturen fühlen.
Die Technologie könnte dabei helfen, orientierungshilfen für Nutzer zu geben, wenn sie etwas anderes machen, während sie ihr Smartphone oder Tablet bedienen (etwa beim Autofahren und dem gleichzeitigen Bedienen eine Navigationssoftware). Doch das ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs, denn es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, diese Technologie einzusetzen. So könnten beispielsweise Spiele-Entwickler die Senseg-Technologie nutzen, um zusätzliche Inhalte wie versteckte Level etc. einzubinden. Aber viel mehr als für Spiele könnte diese Technologie vor allem auch dazu dienen, Blindenschrift-Apps auf Smartphones und Tablets zu bringen.

Im Video unten könnt Ihr Euch das Ganze noch einmal anschauen (leider noch nicht fühlen). Die Technologie soll in etwa einem Jahr auf den Markt kommen. Wenn das passiert und das so gut funktioniert wie beschrieben, ist davon auszugehen, dass dies einen wirklich großen Einfluss auf die Entwicklung mobilen Geräten haben wird.

Evelyn C.
DAS nenne ich mal 'ne richtige Innovation!