Die Frage nach dem richtigen Design kann über Erfolg und Misserfolg einer Android-App entscheiden. Deshalb ist es wichtig, sich vor der Veröffentlichung einer App auch wirklich damit auseinander zu setzen, was Nutzer eines spezifischen Betriebssystems von einer App erwarten. Die Webseite Android UI Design Patterns brachte vor kurzem einen ziemlich interessanten Bericht darüber, worauf Designer für Android-Apps achten sollten. So ist die These des Autors, dass die Entwickler niemals einfach nur das gleiche App-Design kopieren sollten, wenn sie für mehrere Plattformen (etwa Android und iOS) entwickeln.
Als Beispiel schlechten Designs wird dort der IKEA-Katalog genommen. Warum? Während die App für iOS gut funktioniert, ist sie für Android mit überflüssigen Funktionen versehen, belegt unglaublich viel Speicherplatz und hat ein verwirrendes Layout.
Update: Zum einen liefert die IKEA-App etwa einen schlecht platzierten und lieblos übernommenen „Zurück“-Button, obwohl eigentlich keiner gebraucht wird, denn Android Smartphones sind mit einem solchen Knopf (meist in Form eines Softbuttons) ausgestattet. Der digitale „Zurück“-Knopf ist also eher für iOS-Geräte sinnvoll, wofür die App offensichtlich vorher entwickelt wurde. Natürlich findet sich auch in vielen anderen Apps für Android ein Zurück-Knopf (so auch in der AndroidPIT-App), doch wurden diese mit Bedacht auf das entsrpechende Betriebssystem entworfen und stören dadurch nicht.
Die Benutzeroberfläche ist auch an anderen Stellen ziemlich „unordentlich“, so finden sich beispielsweise irgendwelche Knöpfe, die ins Leere führen. Eines der größten Probleme ist aber vielleicht die Größe der App, da diese mit happigen 104 MB eine ganze Menge Platz für sich in Anspruch nimmt. Mehr Negativbeispiele findet Ihr auf androiduipatterns.com
Es ist interessant, eine Verriss einer schlechten Android-App zu lesen, da sie vor allem Entwicklern zeigt, was man auf keinen Fall tun sollte.
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Sascha M.
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