Es gab eine Zeit in der das Smartphone noch ferne Zukunftsmusik war. Die damaligen Mobiltelefone bestanden aus nichts weiter als der Fähigkeit zu Telefonieren, eine SMS zu schreiben und vielleicht den Wecker einzustellen. Doch trotz all dieser Limitierungen gibt es nicht wenige Menschen, die sich diese Zeit zurückwünschen, da die damaligen Geräte mit einer Ladung mindestens 5-7 Tage durchhielten.

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Und wie die etwas plakative Überschrift andeutet, könnten Forscher der Northwestern University diesen Wunsch nach Langlebigkeit nun vielleicht erfüllen und die Akkus der zukünftigen Geräte zu echten Dauerläufern machen.
Die besagten Forscher der Northwestern University haben es nämlich geschafft eine auf der Lithium-Ionen-Technik basierende wiederaufladbare Batterie so zu verbessern, dass die Ladungszeit auf ein Zehntel verkürzt wurde mit gleichzeitiger Verzehnfachung des Durchhaltevermögens im Vergleich zu heute verbauten Akkus. Zwar lässt die Leistungsfähigkeit im Laufe der Zeit nach, aber nach circa 150 Ladezyklen erhält man mit den präsentierten Batterien immer noch Leistungswerte die dem 5-fachen der heutigen Bauweise entsprechen.
Der wirklich interessante Aspekt an dieser Meldung ist, dass das Forscherteam unter Leitung von Harold H. Kung, Möglichkeiten gefunden hat die Limitierungen der derzeitigen Batterietechnik zu umgehen und somit mit der derzeit bestehenden Methode wesentlichlich mehr Leistung herauszuholen. Des Weiteren beziehen sich die Veränderung der Architektur bisher nur auf die Anode und somit bleibt Platz für weitere Verbesserungen der Technik im Hinblick auf die Kathode.
Diese Verbesserung der Kapazität und der Aufladezeit würden nicht nur dem Smartphonesektor zu Gute kommen, sondern auch in Bereichen wie der Autoindustrie deutliche Schritte nach vorne erlauben. Man stelle sich Autos vor die nicht mehrere Stunden geladen werden müssen für mickrige 150 Kilometer, sondern Gefährte die knapp eine Stunde geladen werden und danach bis zu 1000 Kilometer fahren können.
Laut den Forschern könnte diese Technologie in den nächsten drei bis fünf Jahren Einzug in den Markt erhalten. Wobei hier zu beachten ist, dass aufgrund der hohen Nachfrage natürlich Verzögerungen auftreten.
In meinen Augen ist diese Nachricht die Beste seit langer Zeit. Denn wenn man ehrlich ist sind ja neue und leistungsstärkere Prozessoren und Grafikchips ganz schön, aber ein Akku der 10 Tage hält ist mir - derzeit - lieber als ein 16-Kern-Prozessor.
Was haltet ihr von dieser Meldung? Eine Erlösung oder nur heiße Luft?

Mr.
Ja. In Verbindung mit den neuen Tegra 3 Prozessoren von nVidia.
Viel Leistung + lange Laufzeit + gutes Display = ausverkauft :)