
So, Leute, ich bin schon ganz aufgeregt. Morgen ist ein großes Event von Google angesetzt, auf dem der neue Service "Google Music" angekündigt werden soll. Dazu muss man wissen, dass sich Google für das neue Produkt ein wenig Zeit gelassen hat. Immerhin wurde Google Music vor über einem Jahr auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Google I/O angekündigt.
Dass es ein Weilchen gedauert hat, dürfte vor allem daran liegen, dass man sich bei Google durchaus schwer getan hat Musikverlage an Bord zu bekommen. Im Mai war immer noch kein Partner an Bord. Vergangene Woche konnte man zwar vermelden, dass die Tinte beim Vertrag mit Universal Music trocken ist. Dafür ziert man sich noch immer bei Warner Music Entertainment, als auch bei Sony Music. Ohne diese beiden Player dürfte es allerdings ziemlich schwierig werden die Kunden vom Google Dienst zu überzeugen.
Oder?
Immerhin bleibt es noch spannend. Andy Rubin meinte vor kurzem noch, dass es bei Google Music nicht nur darum ginge Musik für 99 Cent zu verkaufen. Man habe auch ein wenig Google in den Store gepackt, und es gebe einen kleinen Twist. Die Frage, die natürlich bleibt, ist, um welche speziellen Funktionen es hier geht. Hier sind die aus meiner Sicht wahrscheinlichsten Funktionen, die Google morgen für ihren Music Store ankündigen wird:
Music Rental
Amazon hat bereits seit einiger Zeit einen eigenen Musik Store. Apple ebenso. Während Apple seinen Service nur für iTunes-User anbietet, können Musiktitel von amazon auch auf allen Android-Smartphones via eigener App eingekauft werden. Google muss sich also sicherlich differenzieren, will man mit eigenem Angebot erfolgreich sein.
Eine solche Differenzierung könnte durchaus ein Service à la Spotify oder Napster sein. Denkbar wäre, dass man für eine monatliche Pauschale aus den rund 15 Millionen Musiktiteln wählen kann, um diese dann auf das Device streamen zu lassen.
Es ist sicherlich realistisch, dass Google einen ähnlichen Service plant. Rubin meinte kürzlich, der Music Store sei der erste Ansatz für eine Reihe von Endkundenprodukte. Die bisherige Herangehensweise von Google bei seinen Webservices ist fast immer "disruptive". Der Internetriese sucht sich einen Bereich aus, den Kunden dringend brauchen und bietet diesen Service dann kostenlos an. Dabei wird dann eine bestehende Industrie komplett umgekrempelt. Ein gutes Beispiel hierfür sind sicherlich der Markt für Navigationsgeräte, der durch Google Maps nachhaltig verändert wurde.
Ein Service, wie Spotify, ist von Google bisher nicht angekündigt worden. Ein solches Modell könnte aber durchaus zum Unternehmen aus Mountain View passen.
Musik in der Cloud
Für noch wahrscheinlicher halte ich den Ansatz Musik zukünftig direkt aus der Cloud zu streamen. Hat man Musiktitel gekauft, werden diese als Liste verfügbar gemacht, aber nicht lokal auf einem Telefon oder Computer abgelegt. Zumindest nicht automatisch, und nur dann, wenn man es ausdrücklich möchte. Auf diese Weise kann man nicht nur Speicherplatz sparen, sondern hat auch gleichzeitig ein sehr verlässliches Backup.
Was glaubt Ihr? Was wird uns Google morgen in Sachen Musik auf die Ohren geben? Was wären Eure Lieblingsfeatures, wenn es um Musik geht?

Daniel K.
Nutze Google Music bereits einige Zeit und bin zufrieden. Streame geht zwar gut, braucht aber viel Datenverkehr... :-( Ich mach mir jeweils im WLAN die Musik, die ich hören will, offline verfügbar und höre dann so... aber als Backup und Verwaltung der Musik ist es aus meiner Sicht perfekt... mal sehen, was es morgen neues gibt :-)