Alles begann für mich damit, dass Eric durch die Türe unseres Büros kam. Ich hatte ihn seit mindestens fünf Jahren nicht mehr gesehen. In meiner Erinnerung war er immer nicht so sportlich gewesen und hatte einen sichtbaren Bauchansatz. Der Eric, der da aber in der Türe unseres Büros stand, sah anders aus. Schlank, rank, sportlich und gut erholt. Also genau das Gegenteil von mir selbst! Wie lange hatte ich mir schon vorgenommen die zu viel zu vielen Kilos abzuspecken.
Fitness war mir schon immer wichtig gewesen. Ich habe mich natürlich schon sehr früh gefragt, wie Android mir bei Fitness und abnehmen helfen könnte. Ich habe eine Menge toller Android Apps rund um das Thema Sport, Fitness, Bewegung und selbst Ernährung getestet. Und trotzdem wollte sich der Erfolg nicht so richtig einstellen. Dabei habe ich mich - so meine eigene Einschätzung - doch alles in allem gut im Griff, wenn es um's Essen geht. Wahrscheinlich ist es eben doch so, dass ich tendenziell dazu veranlagt bin eben ein wenig mehr auf den Hüften zu haben. Eine Aussage, die ich heute verneinen kann! Denn Eric hat mich dazu animiert meine Ernährung umzustellen. Und die Erfolge kamen dann ganz von alleine...
Ich muss zugeben: Ganz einfach fällt mir das natürlich nicht hier so offen über das Thema zu schreiben. Aber wir sind hier ja quasi unter uns, oder? Und wer weiss? Vielleicht kann ich ja für den oder die Eine oder Andere hier ebenfalls ein "Eric" sein und dazu animieren mit neuer Ernährung und einigen Android Apps fitter, schlanker und gesünder zu werden.
Abnehmen ist einfacher als gedacht - Timothy Ferriss erklärt wie es geht
Dieser Absatz hat noch nicht wirklich viel mit Android, abnehmen und Fitness zu tun. Und er handelt sehr viel über das Buch, das für die Basis meiner Abnehmbemühungen darstellt. Eine Ernährungsumstellung der erste wichtige und richtige Schritt beim erfolgreichen Abnehmen. Ich wollte natürlich von Eric wissen, wie er es geschafft hatte so abzunehmen. Es sei ganz einfach, meinte er. Eigentlich habe er nur die Ernährung umgestellt und mache rund 30 Minuten Sport - pro Woche!! Ich habe das für einen schlechten Scherz gehalten und war mehr als misstrauisch. Auf der anderen Seite waren seine Erfolge deutlich sichtbar und damit auch nicht von der Hand zu weisen. Ich bekam von ihm das Buch von Timothy Verriss "Der 4-Stunden-Körper" empfohlen.
Ich war wirklich sehr skeptisch, was dieses Buch anbelangte. Ich hatte zuvor schon einige solcher Fitness- und Abnehm-Bücher gelesen. Als ich mich dann aber mal wieder auf einem Foto sah, dachte ich mir, dass ich wohl nichts mehr zu verlieren hatte. Die Waage zeigte mittlerweile gut über 100 Kilo an und mein - Pardon - Ranzen wahr alles, nur nicht zu übersehen. Wir waren soweit, dass, wollte ich mal ausnahmsweise Kritik an meiner Frau üben, die Diskussion in etwa so verlief: "Schatz, weißt Du was mir in der letzten Zeit gar nicht passt?" "Größe 52?".
Das Buch "Der 4-Stunden-Körper" war schnell schnell bestellt und rechtzeitig zum Beginn meines Sommer-Urlaubs angekommen. Ferriss erklärt in seinem Buch nicht nur die Ernährungsart, sondern geht auf eine ganze Reihe von Dingen ein, die für das eigene Wohlbefinden wichtig sind. Die Diät bzw. Ernährungsumstellung ist an sich relativ einfach: Man ernährt sich ohne weißes Mehl, isst vor allem viele Hülsenfrüchte und vermeidet (natürlich) Zucker, aber auch Fruchtzucker. Einmal in der Woche ist dann alles erlaubt! Man kann - und soll - essen und trinken was man will. Das hilft übrigens mir dabei diese Diät seit Juli locker durchzuhalten.
Wer sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen möchte, empfehle ich das Buch zu lesen. Es ist an einigen Stellen durchaus sehr chemisch. Vor allem dann, wenn Ferriss die Wirkung im Körper erklärt. Dennoch ist das Buch recht kurzweilig zu lesen. Außerdem hat es eine durchaus motivierende Eigenschaft. Aus meiner Sicht ist das aus der Retroperspektive betrachtet auch der Hauptgrund warum ich früher so oft gescheitert bin. Der Alltagstrott hat einen sehr bald wieder. Jetzt bin ich seit Monaten nicht nur konsequent in Sachen Ernährung und Bewegung, sondern es ist für mich völlig normal geworden.
Runkeeper Pro - die perfekte Android App für die körperliche Fitness und den Überblick über die eigenen Erfolge
Ich mag lange Spaziergänge. Vor allem dann, wenn sie Menschen machen, die ich nicht leiden kann. Allerdings bin ich ein recht leidenschaftlicher Läufer. Timothy Ferriss erklärt in seinem Buch relativ eindrucksvoll, warum rennen nicht unbedingt der Schlüssel zum Erfolg beim Abnehmen ist. Denn leider verbrennt unser Körper bei Weitem nicht so viel beim Sport, wie wir uns alle gerne einreden. Ein 100 Kilo schwerer Mann verbraucht auf 100 Meter Meter ca. 23,9 Kalorien. Ein Pfund Fett wiederum hat 4082 Kalorien. Sport ist an sich nicht sehr effektiv um abzunehmen. Timothy nimmt hier das Beispiel "Stepmaster", also ein Gerät, bei dem man Treppensteigen simuliert. In einer Stunde kann man so etwa 107 Kalorien verbrennen. Allerdings muss man hier noch den Grundumsatz - also all das, was wir selbst beim Rumsitzen verbrauchen würden - abziehen. Das sind laut Autor bei den meisten Menschen 100 Kalorien pro Stunde. Ergo: Es wurden netto nur sieben Kalorien mehr verbrannt, als wenn man faul auf der Couch herumgelegen wäre.
Eigentlich sind das gute Nachrichten. Denn um abzunehmen braucht man sich nicht unbedingt durch langes Rennen quälen. Wenn man allerdings auch fit werden möchte, dem kann ich regelmäßiges joggen wärmstens empfehlen.
Nichts ist motivierender als Erfolge zu sehen. Das gilt für das Abnehmen, aber auch für wachsende Fitness. Wenn man sieht wie die eigene Kondition immer besser wird, hat das eine unglaublich anspornende Wirkung. Zumindest ergeht es mir so. Hierfür ist Runkeeper wie geschaffen. Die Android App macht aus Deinem Smartphone das Fitness-Utensil schlechthin. In der Grundversion misst die Software über GPS Deine a) Geschwindigkeit, b) die zurückgelegte Strecke und c) die Höhenmeter. Mit einem Knopfdruck lassen sich diese Daten dann bei Runkeeper speichern (das ist ein "Kann", kein "Muss"). Auf diese Weise kannst Du zum Beispiel jederzeit überprüfen, wieviele Kilometer Du pro Woche/Monat/Jahr gelaufen bist. Oder ob Du Dich auf einer Strecke verbessert hast.
Richtig spannend wird Runkeeper aufgrund seiner Schnittstellen, die mittlerweile von immer mehr Fitnessgeräte-Herstellern genutzt werden. Damit können weitere Fitness-relevante Geräte mit der Runkeeper-Software gekoppelt, und diese Daten dann ausgetauscht werden. Es gibt beispielsweise Schlaf-oder (wie gut ist mein Tiefschlaf), Blutdruckmesser und auch eine Waage. Ich persönlich verwende hier aber vor allem den Pulsmesser von Polar. Dieser kommuniziert mit Runkeeper via Bluetooth und synchronisiert auf diese Weise permanent meinen Puls mit der App. Auf diese Weise kann ich gezielt Konditionstraining betreiben, um auf diese Weise meinen Herzmuskel zu stärken. All diese Daten werden dann natürlich wiederum im Runkeeper-Konto auf der Webseite angezeigt und können von dort aus ausgewertet werden.
Übrigens: Die Android App von Runkeeper ist kostenlos.
Withings - die Internet-Waage

Motivation ist beim Abnehmen wohl einer der wichtigsten Berater. Man kann dies wunderbar mit alten Bildern von sich selbst gestalten. Bilder, auf denen man sich selber nicht gefällt. "Lernen durch Aversion", hätte mein Biologie-Lehrer früher wahrscheinlich dazu gesagt. Ich selber ziehe die meiste Kraft allerdings aus den Erfolgen. Nichts hilft dabei mehr, wenn man Zahlen schwarz auf weiss sieht und sein Gewicht akribisch mitnotiert.
Vor ein paar Jahren hätte man hier noch Zettel und Stift verwenden müssen. Im Zeitalter des Internets sollte eine Waage doch direkt mit einem Server kommunizieren können, oder?
Die Antwort lautet: Ja, es gibt Waagen, die genau für Dich buchführen. Ich selber habe mir eben die Withings-Waage gekauft. Sie erkennt automatisch eine Person und ordnet dann den neuen Wert des Gewichts ebendieser zu. Für die Withings-Waage (Withings-Waage bei amazon) gibt es auch eine Android-App (Withings App für Android), mit der man auch unterwegs Statistiken abrufen kann. Man kann beispielsweise tageweise das Gewicht oder den BMI (Body Mass Index) einsehen. Wenn man die App im Landscape-Modus hält, sieht man den Gewichtsverlauf in Form eines Graphen.


Richtig praktisch ist die Tatsache, dass die erhobenen Daten auch automatisch mit dem Runkeeper-Account verknüpft werden können. Auf diese Weise sammelt Runkeeper alles was mit Deiner Fitness zu tun hat: Deine Ergebnisse vom Joggen, Herzfrequenz (wenn Du den Polar-Brustgurt für Android in Betrieb hast) und eben auch Dein Gewicht.
Weitere Android Apps zum Abnehmen bzw. den Fitness-Aufbau
Die oben genannten Tools sind das, womit ich mein Körpergewicht gerade minimiere. Ich kann Euch sagen: Es hilft! Ich habe damit seit Ende Juli rund 10 Kilo abgenommen. Ich habe mir selber zum Ziel gemacht bis zu 31. Juli 2012 auf meinem Idealgewicht zu sein. Das ist noch ein weiter Weg. Aber ich merke mittlerweile, dass ich es mit meinem jetzigen Lebensstil auf jeden Fall erreichen kann.
Von daher halte ich persönlich nicht mehr sehr viel vom Kalorien zählen. Ich glaube, dass eine Ernährung, die nur auf dem simplen addieren von Kalorien basiert, nicht erfolgreich sein kann. Zumindest nicht langfristig. Wer aber dennoch einige Anregungen für Android Apps zum Zählen von Kalorien braucht, hier eine kleine Auswahl von kostenlosen Apps:
Natürlich gibt es auch bei den anderen, oben genannten, Bereichen Alternativen. Izzy hat in einem Thread auch weitere Android Apps rund um das Thema "schlank werden" zusammengetragen.
Allen, die dieser Artikel animiert hat, wünsche ich viel Erfolg. Lasst uns doch eventuell wissen wie Eure Abnehm-Erfolge waren oder sind.

Marcel h.
@ fabi
hihi hast dir echt mühe gegeben alle kilos verschwinden zu lass!!
ach ja mal wieder ein top blog... einer der gründe warum ich so gern auf eure seite gehe ist das ihr über alles schreibt!
Weiter so!!
LG
marcel