
Welch ereignisreicher Tag. Erst die wirklich gelungene Präsentation des Galaxy Nexus und von Ice Cream Sandwich und nun noch eine wirklich schöne Veranstaltung von Motorola hier in Berlin, wo es auch zwei schöne Sachen zu sehen gab. Zum einen hätten wir da das RAZR, das auch schon gestern in New York vorgestellt und außerdem überraschenderweise auch noch das Fitness-Device MotoACTV, das Android mal ganz anders zeigt.
Motorola RAZR:
Fangen wir mit dem größeren Gerät – dem Motorola RAZR – an. Die technischen Details, die wir gestern bereits erfahren haben, klangen schon gut, aber das schicke Gerät dann tatsächlich selbst in den Händen zu halten, ist dann doch noch etwas anders. Das Teil ist wirklich unglaublich leicht (127 Gramm), stabil (dank Gorilla-Glas, Kevlar-Material und Spritzwasserschutz durch Motorola Splash-Guard mit Nanotechnologie), extrem dünn (7,1 mm), sehr schnell (1,2 GHz Dual Core Prozessor und 1 GB RAM) und sieht dazu auch noch verdammt schick aus. Wem die technischen Details entgangen sind, hier sind sie noch einmal:

Natürlich soll auch Ice Cream Sandwich in Zukunft auf dem Gerät laufen, angepeilt ist das erste Quartal 2012.
Worüber wir allerdings noch nicht berichtet haben und was wir uns jetzt mehr oder weniger in Ruhe etwas anschauen konnten, sind die Motorola-eigenen Software Innovationen die wirklich sehr interessant sind und die eine ganze Menge aus dem Smartphone herausholen. Diese Features sind:
- Webtop-App
- Smart Actions
- MotoCast
- Business Ready
Durch die Webtop App wird der Firefox-Browser implementiert und eine dauerhafte Produktivität (zu jeder Zeit, an jedem Ort“ )versprochen. Viel interessanter finde ich persönlich aber sowohl die Smart Actions als auch MotoCast. Ersteres ist eine Anwendung, die dabei hilft, genutzte Funktionen so anzupassen, dass diese nur dann genutzt werden, wenn sie sollen und vollkommen automatisiert laufen. Größter Vorteil? Die Batterie-Laufzeit kann durch den richtigen Einsatz der Smart Actions um bis zu 30% verlängert werden. Zu den Smart Actions gehört etwa das automatische Ein- und Ausschalten von WLAN, Bluetooth etc. für bestimmten Uhrzeiten einzustellen. Hier gibt es aber noch jede Menge weitere Funktionen, wie etwa das automatische Antworten auf entgangenen Anrufe und vieles mehr.
MotoCast ist eine Art Cloud-Service, allerdings nicht im herkömmlichen Sinne, denn Daten können hierbei von anderen Rechner abgerufen werden, wozu die Rechner aber mindestens im Satnd-By-Modus sein müssen. Mit Hilfe von MotoCast können dann alle Dateien, die auf dem jeweiligen Rechner liegen, auf den das RAZR Zugriff hat, entweder gestreamt oder auch auf das Smartphone herunter geladen werden.
Wie der Name Business Ready bereits impliziert, handelt es sich hierbei um Anwendungen für Unternehmen, die diesen sicheren E-Mail- und Kalender-Zugang, sowie eine umfangreiche Office-Suite bietet. Erscheinen soll das RAZR noch Anfang November in Deutschland und Europa, die UVP liegt bei 549 Euro.
Ok, soviel noch zum RAZR. Ob das Gerät "das beste Smartphone der Welt" ist, wie Alain Mutricy - Senior Vice President Portfolio & Product Management - bei der Veranstaltung in Berlin gesagt hat, weiß ich nicht, aber es gehört definitiv zu einem der besten Geräte derzeit.. Wir freuen uns wirklich, dieses Teil bald noch einmal zu ausführlichen Testzwecken in die Hände zu bekommen.
Update: Wir haben außerdem zwei Hands-On Videos gedreht, hier ist nun endlich die deutsche Version:
MotoACTV
Außerdem wurde, wenn auch nur kurz, dass MotoACTV vorgestellt, über das wir bereits im August berichtet haben (damals dachten wir noch, dass das Teil KORE heißt).
Leider hatten wir keine Gelegenheit, auch zu diesem Gerät ein Video zu drehen, aber dafür gibt es ein paar Fotos. Und was ist das Teil nun? Wie der Name schon vermuten lässt, geht es bei dem MotoACTV vor allem um Fitness. Das kleine Ding basiert auf fundamentalen Funktionen von Android und ermöglicht das Aufzeichnen allerlei Daten, die bei sportlicher Betätigung entstehen (wie etwa Kalorienverbrauch, Entfernung, Geschwindigkeit etc.).
Damit aber nicht genug, denn das MotoACTV ist außerdem auch ein Musikplayer. Und was hierbei sehr interessant ist: Durch den Abgleich von Musik und Sport-Ergebnissen kann das Teil lernen, bei welchen Liedern man eine bessere Leistung erzielt und so die Playlist automatisch anpassen. Neben dem Musikplayer gibt es außerdem noch ein FM Radio und einen Personal Trainer in Audio-Form. Das ganze wird dann noch mit einer Webseite namens motoactv.com synchronisiert, fertig ist eine äußerst interessante Kombination aus Fitness-Device und Musikplayer. Wenn das nicht zum Sport treiben animiert, weiß ich auch nicht.
Das Gerät ist mit einem 600 Mhz Prozessor und WLAN ausgestattet, ist Spritzwasser-geschützt, misst 46 x 46 mm und wiegt gerade einmal 35 Gramm. Außerdem gibt es das Gerät mit entweder 8 oder 16 GB internem Speicher. Ach ja, und mit dem RAZR kann das Teil auch noch gekoppelt werden, um damit etwa SMS oder Anrufe zu empfangen.
In den USA liegt die UVP derzeit bei $249 (180 Euro) für die 8GB-Version, doppelt so viel Speicher kostet dann $299 (216 Euro). Erscheinen soll das kleine Gerät im Januar 2012.
So, das wars jetzt aber, es folgen noch einige Bilder der Veranstaltung. Auf Wiedersehen.










Mike Mitterer
Also ich finde das MotoACTV unglaublich cool. Wenn es nur einigermaßen so genau ist wie meine Polar dann kann sich Polar warm anziehen.