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Google präsentiert 'Dart', eine neue Programmiersprache für Web-Anwendungen

von Kamal Nicholas am 10.10.2011 13:15:00 — 3.759 mal gelesen

Dass Google nicht schläft, zeigt sich in vielerlei Hinsicht. Eines dieser Ergebnisse, immer einen Schritt voraus und damit am Puls der Zeit zu sein ist die neue Programmiersprache für Web-Anwendungen namens Dart.

Schon vor einigen Monaten machte Google mit der Ankündigung von Dart neugierig, jetzt ist es offiziell endlich soweit und die neue Plattform für das Erstellen von Web-Anwendungen, die sich laut Google durch Simplizität, Effizienz und Skalierbarkeit auszeichnet, steht zum Download bereit. So soll Dart leistungsstarke neue Sprachfunktionen mit bekannten Sprach-Konstrukten zu einem einfach definierbaren Code zusammenfügen. Google teilt mit, dass die Ziele von Dart folgende sind: 

  • Schaffung einer strukturierten und doch flexiblen Code-Sprache für Web-Programmierung
  • Gewährleistung eines bekannten und natürlichen Gefühls mit der neuen Sprache, die außerdem leicht zu lernen ist
  • Die Sprache soll versichern, dass eine hohe Leistung auf allen modernen Web-Browsern und Umgebungen inklusive kleinen mobilen Geräten, sowie auf Seiten von Server-Ausführungen gegeben ist

Dart zielt auf ein weites Feld von Entwickler-Szenarien ab: Von Einzelperson-Projekten ohne große Struktur bis hin zu großen Projekten, die formale Code-Typen brauchen. Um dieses weite Feld von Projekten zu unterstützen, bietet Dart optionale Varianten, was bedeutet, dass man ohne diese Varainaten mit dem Programmieren beginnen und diese dann später hinzufügen kann.

Dart kann auf zwei  verschiedene Weisen ausgeführt werden: Entweder auf einer nativen virtuellen Maschine oder aufbauend auf eine JavaScript Engine, indem ein Compiler verwendet wird, um den Code von Dart in JavaScript zu übersetzen. Dies bedeutet, dass eine Web-Anwendung in Dart programmiert werden kann, die dann in jedem modernen Browser läuft. Derzeit ist die virtuelle Maschine von Dart noch nicht in Chrome integriert, dies soll aber laut Google in Zukunft folgen.

Die neue Sprache kommt mit einem Set grundlegender Sammlung und Werkzeuge für das Überprüfen, Kompilieren und natürlich um den Dart-Code laufen zu lassen. All dies wird sich selbstverständlich durch die Beteiligung von Entwicklern in der Zukunft noch erweitern und verbessern. Die Sprache und die vorläufigen Werkzeuge sind Open-Source und können auf dartlang.org heruntergeladen werden.

Quelle: Google code   |   Tags:   Developer   Entwicklung   Google

Kommentare

10.10.2011 13:55:46 — geändert am 10.10.2011 14:51:40

Brauchen wir unbedingt, denn wenn uns eins fehlt, sind noch weitere Programmiersprachen. Und vor allem welche, für die es keine vernünftige IDE gibt, die alles anders (natürlich besser) macht und man erst mal wieder ohne Ende Zeit zum Lesen und Lernen benötigt. Die Buchautoren freut es, die Entscheider nicht. Das muss sich ja alles rechnen, also die Sprache/Umgebung muss schon richtig effektiv sein. Und was sagen die App-Entwickler, die sich freuen, nur Java können zu müssen?

10.10.2011 14:23:16

In anderen Berufen wird man auch ständig mit neuen Konfrontiert was auch nicht immer unbedingt von nöten ist... Aber wir heulen nicht rum und versuchen das beste daraus zu machen, ist schließlich unsere Job und Geld wollen wir ja nebenher auch noch verdienen.

10.10.2011 14:27:11

Wie frustiriert muss man sein wenn man mit so einer Einstellung seinen Beruf lebt?

10.10.2011 14:32:01

@ Ludwig: haha versteh ich nicht

10.10.2011 14:42:44

Wer verdient das Geld? Der, der schnell und gut ist. Ich meine jetzt Gewinn, nicht Umsatz. Es kommt doch nicht darauf an, mit dem Können von zig Sprachen prahlen zu können, sondern zumindest eine derart perfekt zu beherrschen, dass man gestellte Aufgaben im Sinne des Auftraggebers schnell erfüllen kann. Natürlich muss man sich weiterbilden, aber immer wieder "Hello Word" in einer anderen Sprache zu lernen, ist wohl nicht sehr zielführend.
Oder anders: Ein perfekt englisch Sprechender ist mir lieber, als jemand der zig Sprachen kaum verständlich daher stammelt.

10.10.2011 14:43:44

"[...]und man erst mal wieder ohne Ende Zeit zum Lesen und Lernen benötigt[...]"

also wenn man sich die code-beispiele mal anguckt, braucht ein java entwickler da so gut wie nix neu zu lernen...

10.10.2011 14:48:49

Klar ist es immer ein wenig mühsam sich in eine neue Sprache einzuarbeiten aber Gott-Sei-Dank dämmert endlich eine Alternative zu Javascript am Horizont herauf. Also für mich überwiegt auf jeden Fall das Positive und die IDE Unterstützung kommt schon noch - speziell wenn Google dahinter steht.

10.10.2011 15:01:15

Also die Sprache ist sehr Java ähnlich... darum sollte es kein Problem sein sie zu lernen...

Interessanter ist jedoch: Wie kompatibel ist der generierte Javascript Code? Wird dieser auf allen Browsern laufen (IE6 mitinbegriffen)? Denn wenn "Ja" wär das eine fantastische Sache, da es viele (mich inbegriffen) nervt das das geschriebene Javascript nicht in allen Browsern gleich läuft - hier muss man immer acht geben wie JS im jeweiligen Browser implementiert wurde...

Wenn das der Fall ist, ist Dart auf jedenfalls einen Blick wert! Für den Anfang kann man Dart programmieren und in Javascript konvertieren. Bis der IE6 ausgerottet ist (lasst uns alle Beten das es nicht zu lange dauert) werden alle "Modernen" Browser Dart beherrschen und man könnte gänzlich auf Javascript, welches bekanntermaßen einige Makken hat, verzichten...

Ich bin gespannt...

10.10.2011 15:21:02

Die beiden letzten Kommentare haben meine Meinung geändert, so gesehen ist Dart nun wirklich eine zugeneigte Beobachtung wert.

10.10.2011 15:22:57

Diese "Warum-was-neues-lernen-und-einsetzen-wenns-auch-so-noch-geht?"-Mentalität ist das typische Problem in der IT-Landschaft. Wie sollen sich so neue bessere Techniken und Paradigmen jemals durchsetzen?

10.10.2011 15:26:09

@Ruddy
Google unterstützt doch Brower ab IE8, habe die doch Anfang Jahr (glaube ich). kommuniziert um möglichst den neuesten Internetstandard zu fördern. von dem her glaube ich kaum, das der IE6 damit was anfangen kann.

10.10.2011 15:26:10

@wrecked *Unsinn* Das habe ich so weder geschrieben, noch gemeint.

10.10.2011 15:38:28

Wenns so gewesen wäre, hätte ich dich auch direkt angesprochen. ;)

10.10.2011 16:07:25

Da bin ich aber mal gespannt. Grundsätzlich ist ein einheitlicher objektorientierter Ansatz begrüßenswert. Vor allem wenn die Sprache auch auf Servern laufen soll.

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