
Seit heute Vormittag habe ich das Archos 80 G9 in meinen Fingern und die Mittagspause genutzt, um schon mal den ersten genaueren Blick auf das Tablet zu werfen. Die große Frage – nicht zuletzt nachdem ein paar Benchmarks des Tablets aufgetaucht sind, die angeblich zeigen, dass das 80 G9 eine so gute Performance hat wie das Eee Pad Transfomer – ist ja, ob Archos dem Gerät nicht lieber 1 GB RAM hätte spendieren sollen, ob es sich bemerkbar macht, dass das Gerät „nur“ über 512 MB RAM verfügt. Hierauf kann ich schon mal eine erste Antwort geben.
Hätte Archos also mehr RAM spendieren sollen? Jup, mir wären 4 GB (statt 8) interner Speicher und 1 GB RAM definitiv lieber gewesen. Dass das 80 G9 nicht an die Performance des Eee Pad Transformer herankommt, merkt man sehr schnell, dazu muss man noch nicht mal schon haufenweise Apps installiert und Widgets auf dem Homescreen platziert haben. Soviel also zum Thema Benchmarks und Aussagekraft dieser Apps.
Ich will die Performance des Archos 80 G9 aber auch nicht zu schlecht machen, ich habe nicht erwartet, dass die Performance des Gerätes „gut“ bis „sehr gut“ ist und vielleicht enttäuscht mich das Tablet deswegen bisher auch nicht. Die Performance ist „okay“, nicht mehr und nicht weniger. Kurze Denkpausen hatte ich schon einige, wobei ich natürlich auch gleich richtig losgelegt habe und diverse Sachen installiert, gestartet und ausprobiert habe.
Letztendlich scheint das Tablet für 250 € nicht übel zu sein, wobei dies hier ja meine ersten Eindrücke nach einer knappen Stunde testen sind. Aber in dieser Stunde konnte ich mir zumindest ein erstes Bild machen und muss sagen, dass mir unter anderem der Formfaktor sehr gut gefällt. Das Tablet liegt sowohl im Portrait- als auch im Landscape-Mode gut in der Hand, aber auch mit einer Hand lässt es sich – zumindest für einen Moment und natürlich länger als das Eee Pad Transformer – gut halten.
Ziemlich cool finde ich die Möglichkeit, das Tablet per Android-App vom Smartphone aus zu bedienen. Diese App gibts wohl schon eine Weile, auch für die "alten" Archos Tablets, allerdings kannte ich diese noch nicht. Die "Fernbedienung" des Gerätes bietet sich natürlich an, wenn man über das Archos 80 G9 (per HDMI mit dem TV verbunden) Inhalte konsumiert, eine der Stärken des Gerätes. Ich konnte problemlos meinen Medienserver (USB-Stick an Fritzbox) vom 80 G9 aus anzapfen und Videos (auch 1080p) abspielen. Wie gut das per TV-Ausgabe funktioniert muss ich allerdings noch ausprobieren.
Es gibt noch andere Dinge die mir am Tablet positiv, aber auch negativ aufgefallen sind. Diese werde ich morgen in ein Video packen und mit Sicherheit auch schriftlich noch das ein oder andere dazu zu erzählen haben.
Ähnlich wie schon bei den letzten Archos-Tablets scheinen die G9-Geräte fürs kleine Geld durchaus einiges zu bieten zu haben, müssen sich allerdings auch einige Kritikpunkte gefallen lassen. Dass das Tablet nur 512 MB RAM hat, merkt man auf jeden Fall, wie ja auch nicht anders zu erwarten war.
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andreas inden
Ob man da nicht besser 49€ mehr ausgibt und sich das Acer Iconia A100 zulegt?? Da hat man dann die Performance des Transformers.