
(Bildquelle: derStandard.at)
Google TV wird 2012 in Europa auf den Markt kommen. Dies erklärte Vorstand Eric Schmidt Ende vergangener Woche und betonte dabei, dass der Konzern weiter hinter der Plattform stehen würde.
2010 hatte Google angekündigt, Fernsehen und Internet zu verschmelzen. Bei der riesigen Anzahl an Fernsehzuschauern, nur ein logischer Schritt. Sicher auch eine Überlegung, Einnahmen aus Werbung können recht gut generiert werden und das ganze, ohne eigenen Content beizusteuern. Da man selber nicht produziert, sondern nur vorhandene Inhalte verteilt, entstehen keine Produktionskosten, Lizenzen ausgeklammert. Genau dies ist ein Kritikpunkt, nicht nur der Medienkonzerne und der TV- und Filmindustrie. Mit geringen Einsatz von eigenen Mitteln, Werbeeinnahmen erwirtschaften. Berechtigter Einwand oder die Angst vor Machtverlust?
Mit Android als Grundlage für den Dienst ist Google gut gerüstet, dachte man. So einfach scheint es aber nicht zu sein, denn bis heute hat sich dieses Konzept nicht durchgesetzt. Die Gründe sind sicher nicht so einfach darzustellen, es ist auch nicht mein Ziel, diese zu erörtern. Google hat angekündigt, Google TV zu überarbeiten und 2012 damit in Europa zu starten. Neben der bekannten Hardwarelösung mit SetTop-Boxen, soll es auch Apps für Smartphones sowie Tablets geben und eventuell auch einen direkten Einbau in die TV-Geräte. So ist es möglich, Inhalte sowohl am heimischen TV-Gerät, als auch unterwegs mit dem Smartphone/Tablet zu nutzen. Flashinhalte am TV sind dann auch realisierbar.
Nach dem Logitech den Preis seiner Box im Sommer dieses Jahres auf 99 USD gesenkt hatte, glaubten viele, dass das Projekt nicht weitergeführt wird. Umso mehr freut es die User, das Google doch einen neuen Anlauf wagt und schauen wir mal, ob der zweite Anlauf nicht auch so gut startet, wie Google + (Da war es ja auch nicht der erste Versuch).
Für die unter Euch, die mit Google TV nichts anfangen können, kurz erklärt:
Da ja mittlerweile der Begriff „Hub“ für Knotenpunkt oder zentrale Stelle bekannt ist, nennen wir es einfach „Entertainment-Hub” für alle möglichen Unterhaltungsformen. Filme, Informationen, Spiele, Musik….alle Inhalte können einzeln oder nebeneinander laufen. Während ihr euch beispielsweise einen Film anschaut, könnt ihr gleichzeitig Informationen über Google abrufen. Wo man früher einen Fernseher und einen PC/Laptop brauchte, kann man das jetzt mit einem Gerät machen. Wie bei YouTube, kann man sich sein eigenes Programm zusammenstellen und bekommt dann nur die Informationen, für die man sich interessiert.
Ich denke, dass das Konzept Potenzial hat und interessant ist. Schaut man, wie sich YouTube entwickelt hat und denkt sich das Ganze mit anderen Inhalten wie Serien, Filme, Informationen, Bildern und und und zusammen, dann kann man sich auf 2012 freuen und hoffen, dass damit nicht Ende 2012 gemeint ist, sondern möglichst gleich Januar.

Penguin6
Da kommt mir gerade spontan in den Sinn, Virenscanner für TV...