
(Bildquelle (Tasche): Manwalk / Pixelio.de)
Bekanntermaßen befindet sich Google ja gerade in Shoppinglaune, zumindest wenn man den Gerüchten zum Kauf von T-Mobile glauben schenken darf. Nun hat Hewlett Packard, im Hinblick auf die Zahlen des zweiten Quartals, die Produktion des Touchpads und des Pre eingestellt. Das eigene Betriebssystem WebOS wollen sie allerdings weiter entwickeln, doch ist das schlau?
Lucas Burnett, von ausdroid.com, hat sich in seinem Blog Gedanken darüber gemacht, ob Google vielleicht versuchen sollte das WebOS von HP zu kaufen. Auch ich sage mir nach einigem nachdenken: Warum nicht?
Als Palm letztes Jahr zum Verkauf stand, traten mehrere Bieter auf - unter anderem auch Google. Vermutlich sollte verhindert werden, dass Apple sich dort einkauft. Als dies jedoch immer unwahrscheinlicher wurde, zog sich Google zurück. Den Zuschlag bekam HP und brachte vor kurzem das HP Touchpad und das Pre heraus, auf denen Palms überarbeitetes WebOS lief. Die digitale Welt war von den Geräten nicht gerade begeistert, weshalb der Verkauf wohl auch etwas schleppend verlief.
Der Smartphone/Tablet Markt ist im Grunde ein Rennen mit 2 Pferden - Android und iOS. Mehrere andere versuchen verzweifelt aufzuschließen, sei es Microsoft mit Windows Phone 7, das WeTab oder neuerdings auch Fusion Factory mit ihrem Grid. Hewlett Packard hat jetzt die Notbremse gezogen, zumindest bei den Geräten. Doch wie erfolgreich können sie mit einer Lizensierung und damit der Nutzung von WebOS bei anderen Herstellern sein? WebOS ist für Qualcomm Chips entwickelt, viele setzen aber auf andere Prozessoren. Lohnt sich eine Anpassung, oder wäre es vielleicht schlauer, das OS an Google zu verkaufen und damit Resourcen und flüssige Mittel frei zu machen?
Google könnte Teile (natürlich nur die guten) in Android integrieren und würde damit wahrscheinlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Auf der einen Seite eine Aufwertung des Betriebssystems - ohne große Entwicklungskosten - auf der anderen Seite könnte damit die eine oder andere Klage von Konkurrenten hinfällig werden, da bemängelte Codes und Programmteile ersetzt werden würden.
Ob es dazu kommt, kann wohl niemand so genau voraussagen. Auf jeden Fall sind Lucas und ich nicht alleine mit diesem Gedanken. Im Forum des Android-Markets hat schon ein Nutzer diesen Wunsch geäußert.
Wer übrigens ein günstiges Tablet sucht, der braucht nur noch ein klein wenig zu warten. In den USA gibt es das HP Touchpad bereits für 99,99 $, statt 399,99 $.

Penguin6
Fänd ich gut!