
Wenn Ihr der Meinung seid, dass der Kauf von Motorola Mobility durch Google an sich nicht schon verrückt genug wäre, ist das neueste Gerücht genau das Richtige für Euch. Während die meisten vielleicht noch darüber sinnieren, wie die kommenden Google-Motorola-Smartphones aussehen könnten, scheint Google mit seinem Kaufrausch noch lange nicht am Ende zu sein. Denn wie es scheint, könnte auf Googles gegenwärtiger Einkaufsliste Amerikas schon etwas länger das leidende Netzwerk T-Mobile stehen.
Ja, so wäre das eigentlich Undenkbare tatsächlich möglich: Das Google die komplette Android-Fertigungsstrecke vom Betriebssystem-Entwickler bis hin zum Smartphone-Anbieter mit eigenem Netz übernimmt. So verrückt und auch haarsträubend das vielleicht klingen mag, könnte der Kauf von T-Mobile der womöglich logischste und praktischste Zug sein, den Google jetzt vornehmen könnte. Da Google mit dem Kauf von Motorola Mobility nun sowohl die Hardware- und die Software-Seite von allem Android-relevanten abgedeckt hat, würde es einfach nur Sinn machen, wenn das Unternehmen T-Mobile vor der Übernahme von AT&T „retten“ und damit ein eigenes Netzwerk kreieren würde.
Sollte das der Fall sein, könnte sich in der Welt der Smartphones so einiges ändern. Denn damit wäre das erste vollkommen integrierte Smartphone-Unternehmen der Welt gegründet, das absolut jeden Aspekt des Prozesses kontrollieren kann. Natürlich besteht damit auch die Gefahr, dass Google dadurch einfach zu groß wird und zu viel Macht in den Händen hat. Andererseits könnte Google so aber auch die Art und Weise, wie Netzwerkbetreiber funktionieren, revolutionieren. Wenn das Unternehmen seine Expertise, Innovation und Erfahrung richtig einsetzen würde, könnte Google das T-Mobile Netzwerk als Absprungbrett nutzen, um den amerikanischen Mobilfunk-Markt zu dominieren.
Nehmen wir als Beispiel Apple in den USA. Dort gab es das erste iPhone nur über Verträge mit AT&T, was die Kunden dazu zwang, 2-Jahres-Verträge mit dem Netzwerkbetreiber einzugehen. Wenn Google den kompletten Prozess unter Kontrolle hätte, könnte dies zu konkurrenzfähigeren Preisen und größerer Kundenzufriedenheit führen. Google hätte keine andere Wahl als die Kunden mit dem bestmöglichen Android-Erlebnis zu versorgen, inklusive einem zuverlässigem Netzwerk...
Die einzige Barriere stellt derzeit die FCC (Federal Communications Commission) dar, die über die AT&T-T-Mobile-Fusion entscheiden muss. Derzeit sieht die Übernahme durch AT&T aber nicht sonderlich gut aus, da sowohl Kunden als auch Wettbewerber gegen den Deal in den Kampf ziehen. Es geht hier zwar um einen Übernahmepreis von 39 Milliarden Dollar, aber das sollte Google letztendlich nicht von der Sache abhalten, oder?

Michael Fuerst
Das die Telekom T-Moble US verkaufen will weis man ja schon länger, aber damit würde sich Google sicherlich keinen Gefallen tun.
T-Mobile hat das am schlechtesten ausgebaute Netz in den USA. Ein Kauf macht nur für einen der anderen Anbieter, wie Sprint, oder Verizon Sinn, die damit ihr eigenes Netzt ausbauen könnten.