
Bisher war es Paul Allen (nicht Microsofts Co-Gründer, sondern der Mann hinter der Stammbaum-Datenbank Ancestry.com), der mit seiner eigenen Methode Einschätzungen zu den bisherigen Nutzerzahlen von Google+ abgegeben hat. Nun liefert Comscore eine weitere Abschätzung und sieht die Zahl der Unique Visits des neuen sozialen Netzwerkes bei 20 Millionen, und das in nur drei Wochen.
Erst letzte Woche teilte Googles CEO Larry Page mit, dass die Nutzerzahlen die 10 Millionen Marke überschritten hätten. Mit der neuen Einschätzung wird damit mal wieder deutlich, wie schnell Google+ tatsächlich wächst. Zum Vergleich: Das einzige soziale Netzwerk, das jemals ein ähnlich rapides Wachstum verzeichnen konnte, war Twitter, doch diese Plattform brauchte im Jahr 2009 mehrere Monate dafür.
Comscore teilte außerdem mit, wieviele Leuteaus welchen Ländern die Seite besucht hätten. Auf der Spitzenposition sei die USA mit 5,31 Millionen Visits, gefolgt von Indien mit 2,85 Millionen, jeweils etwa 0,9 Millionen Visits aus Kanada und Großbritannien und Deutschland auf Platz 5 mit 710.00 Besuchern. Diese Einschätzungen basieren auf dem Comscore-Online Panel, das weltweit 2 Millionen Internet-Nutzer umfasst.
Das Wachstum scheint also wirklich richtig gut voran zu gehen, allerdings macht das Unternehmen auch nicht alles richtig. So war bzw. ist der Umgang mit Google+Unternehmensseiten teilweise recht unschön und laut Googles Senior Vize-Präsident Vic Gundotra „wahrscheinlich ein Fehler“. Denn Google deaktivierte einige Seiten von Unternehmen wie Ford oder Mashable (und auch wir hier bei AndroidPIT durften dies am eigenen Leib erleben und bisher waren alle Reaktivierungsversuche leider erfolglos), die zum Teil erst nach direkter Kommunikation mit Google wieder aktiviert wurden. In der Zukunft sollen zwar auch Google+-Business-Seiten möglich sein, bis dahin solle ein Unternehmen doch einen Repräsentanten auswählen, der mit seinem persönlichen Profil sein Unternehmen vertritt, so lautet zumindest der Ratschlag von Gundotra. Ob das der richtige Weg ist?
Quellen: Heise, Slashgear, TechCrunch

Daniel K
Ich finde g+ sollte eine reine Kommunikationsplattform für User bleiben, den Schrott mit den Tausend Seiten wie beim großen f braucht man nicht wirklich...