
Mit dem Series 5 Chromebook liefert Samsung ein Notebook, das fast ausschließlich auf eine Internetverbindung angewiesen ist, um sein Potenzial auszuschöpfen. Die Leute bei Golem.de haben sich mal etwas näher mit dem Gerät auseinander gesetzt und zeigen, wie sich eine fast komplette Abhängigkeit vom Internet für den Rechner-Gebrauch in der Praxis erweist.
Das Samsung Series 5 Chromebook ist eines der ersten Notebooks, das mit dem OS Google Chrome ausgestattet ist. Was die Hardware betrifft, fallen aufgrund der ständig benötigteen Internetverbindung ein paar Komponenten weg, die ein klassischer Laptop mit sich bringt, einfach weg. Auffälligstes Merkmal wäre hier das Fehlen einer großen Festplatte. Gerade einmal 16 GB interner Speicher finden sich in dem Gerät, ein SD-Steckplatz lässt noch etwas mehr Speicher nachrüsten, das war's aber auch schon. Glücklicherweise kann per USB aber ein Datenträger angeschlossen werden, auf dem man dann wie in den guten alten Zeiten seine Dateien speichern kann.
Nun aber zur Nutzungsweise. Interessant ist, dass man das Chromebook auch dann nutzen kann, wenn man kein Google-Account einrichten will. So darf man sich auch einfach im Gastmodus anmelden, allerdings schränkt das einige administrative Einstellungen ein. Laut Google hat dies widerrum den Vorteil, dass im Gastmodus keinerlei Spuren von dem Benutzer hinterlassen werden.
Prinzipiell sind alle Anwendungen, die man mit dem Chromebook verwenden will, Apps auf Smartphones und Tablets nicht unähnlich, werden dort allerdings als Minianwendungen umgesetzt, die natürlichh auch ins Internet wollen bzw. müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass keine vorhandene Verbindung zum World Wide Web für den Nutzer einen schier katastrophalen Zustand darstellt. Denn so gut wie keine Google-App lässt sich im Offline-Modus verwenden, in Zukunft soll sich das aber ändern. Verschiedene Dateiformate lassen sich nur sehr bedingt öffnen (man kann zwar z.B. eine .doc-Datei auf einer SD-Karte haben, allerdings lässt sich das Dokument ja nur mittels Google Docs öffnen, wozu eben die Internetverbindung notwendig ist, Fotos können nur im .jepg Offline geöffnet werden, sobald sie als RAW-Datei vorliegen, ist dies nicht mehr möglich usw.).
Was ich persönlich ja wirklich lustig finde ist, das selbst die Anleitungen für das Chromebook ohne Internet nicht zugänglich sind.
Ja, das Chromebook zeigt zwar einen neuen Ansatz der Arbeitsmethode, der natürlich auch sehr interessant klingt, doch wirkt all das momentan doch sehr nach absolut unnötiger Einschränkung. Es ist toll, wenn man immer auf das Internet zugreifen und dort Funktionen auch nutzen kann, davon abhängig zu sein reizt aber schon alleine beim Gedanken meine Geduld dezent aus. Der komplette und ziemlich ausführlich Testbericht kann hier nachgelesen werden. Ein Video wurde auch noch gemacht, welches ihr euch hier anschauen könnt:

Stephan K.
In dem teil wär n SIM Karten Slot interessant... zwecks Internet unterwegs usw. ;)
Ständig mit nem UMTS Surfstick dran stell ich mir echt nervig vor.
Sonst ein sehr geiles konzept für das ich mich breitschlagen lassen könnte.
Habe aktuell einen eeePC (Da is die interne SSD ja kaum größer :D) der ständig im Internet hängt (unterwegs dann eben leider mit surfstick), ergo keine große Umstellung für mich :)