Da Sonntags der Informationsstrom für News nicht ausreicht und ich die AndroidPit.de Gemeinde nicht in einer unsäglichen Leere hinterlassen möchte, gibt es heute einen kleinen Kommentar zum Android Market. Namentlich werden das sein: Bezahloptionen, Teilung des Markets in Tablet/Smartphone und fehlende Kategorisierung des Markets.
Ich bitte zu beachten, dass dies ein subjektiver Blogeintrag ist und somit Diskussionsbedarf herrschen könnte :)

Der Anstoß für diesen Blogeintrag war im Endeffekt eine kleine Diskussion im AndroidPit.de Forum, wo es darum ging, dass der Android Market dem AppStore von iOS um einiges nachsteht. Doch ist das wirklich so?
Der erste Kritikpunkt, das Fehlen von Bezahloptionen, kann ich in einigen Punkten nachvollziehen. Natürlich ist es für Minderjährige einfacher sich eine Prepaidkarte zu kaufen, um Apps aus dem Market zu erwerben und natürlich sind eben erwähnte Prepaidkarten auch besser zur Kostenkontrolle, aber ich muss zugeben, dass ich den Sinn von Prepaidkarten nicht verstanden habe.
Das Problem ist nämlich, dass ich gezwungen bin 15 Euro auszugeben für eine App die vielleicht 79 Cent kostet. Nun mag sich diese Investition beim AppStore lohnen, da dort fast alle Apps Geld kosten, aber beim Android Market in dem die Preisstruktur eher in die werbefinanzierte Richtung geht ist das ein Guthaben, welches ich persönlich nicht aufbrauchen könnte.
Ich sage gar nicht, dass der Android Market keine weiteren Bezahloptionen braucht und natürlich ist es sehr merkwürdig warum Google keine weiteren Bezahloptionen anbietet, aber ich würde behaupten, dass das Zahlungsmittel Kreditkarte einen Großteil der Kunden bedient.
Der zweite Kritikpunkt, die fehlende Kategorisierung des Markets, ist mir erst klar geworden als ich mich mehr mit dem AppStore von Apple befasst habe. Aber auch hier stehe ich der Kritik gespalten gegenüber. Es ist natürlich klar, dass mehr Kategorien den Market übersichtlicher machen und das „Entdecken“ von Apps angenehmer gestalten. Doch die Frage sollte sein, ob man all diese Kategorien benutzt?
Ich persönlich benutzt nur maximal 2-3 Kategorien und diese sind die „Top 100 gratis + kostenpflichtig“ und das Spotlight mit neuen interessanten Apps. Bei den restlichen Kategorien habe ich den Mehrwert nicht ganz erkannt, da wenn ich neue Apps einer bestimmten Aufgabe finden möchte, das über den Reiter „ähnliche Apps“ bei mir schon bekannten Apps tue.
Der Appell der letzten Zeilen ist also, dass man die Wichtigkeit von Kategorien bitte nicht überschätzen sollte, denn wie ich es aus meinem Bekanntenkreis kenne sind externe Quellen bzw. Websites viel wichtiger als der AppStore an sich und trotzdem sollte Google neue Kategorien anhören (ich komme mir schon wie eine gespaltene Persönlichkeit vor)
Der letzte Teil des Blogs wird sich nun mit dem Ruf nach einem getrennten Bereich für Honeycombapps beschäftigen. Ist es denn wirklich überhaupt nötig Honeycombuser einen eigenen Bereich zu liefern? Ich persönlich sage: Jein. Natürlich ist es derzeit wünschenswert mittels eines Suchreiters „Tablet“ einstellen zu können und dann nur auf HC angepasste Apps zu sehen, aber auch hier sollte etwas weiter gedacht werden.
Rückblende zur Google I/O: Dort kündigt Google widererwarten schon sehr früh seine neuste Androidversion Ice Cream Sandwich an. Doch warum? In meinen Augen ist die frühe Ankündigung ganz klar ein Faktor, warum Google keine starke Teilung zwischen Tablets und Smartphones betreibt. Man kann diese frühe Ankündigung auch so lesen: „Wir führen die zwei Systeme zusammen also bitte passt eure Apps auch auf beide Systeme an“.
Die Entwickler werden so forciert ihre Apps auf beide Systeme anzupassen und so universelle Apps zu erstellen, um eine große Kundschaft anzusprechen. Das Problem dabei ist, dass derzeit nur 0,3 % aller Android User 3.0 oder höher benutzen… Doch dieses Anpassen an Tablets wird sich mit dem kommenden Boom auf Android Tablets ändern und vielleicht können wir in einigen Monaten über dieses Problem nur noch lachen.
Verwirrend finde ich aber in diesem Umstand, dass Google diese von mir kritisierte Fragmentierung in den USA zum Teil schon anbieten…
Doch zum Abschluss meines Blogs möchte ich noch auf etwas hinweisen, dass mir beim AppStore einfach abgeht. Der Android Webmarket!
Es gibt in meinen Augen nicht einfacheres als auf market.android.com zu stöbern, den großen Bildschirm zu nutzen und mit einem Klick per Push die App auf meinen Devices zu installieren. Das ist einfach, das ist intuitiv und das ist genial. Und Google verbessert den Webmarket mit ganz kleinen Schritten. Es wird also besser :)
Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare und eure Kritik. Folgt mir auf Twitter: @Nerkata

Markus G.
ich denke eine teilung des markets in tablet und smartphone apps wird nicht stattfinden. google schafft zur zeit tools wie die fragements api um eine .apk für alle geräte zu haben.