
(Bild: Netbooknews.com)
Ich will das Teil ja nicht in den Himmel loben, aber was Motorola da auf den Markt wirft, finde ich persönlich schon „ein starkes Stück“. Ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere gar nicht so genau kapiert hat, was da (hoffentlich) auch auf uns in Deutschland zukommt. Deshalb hier – auch wenn wir schon einen Blog zu dem Gerät hatten – ein weiterer Blog zum Motorola Atrix, zu 99,9 % meinem nächsten Android Phone.
Eigentlich ist die Sache recht simpel, aber ebenso genial. Es ist zwar nicht so, dass die Idee auf Motorolas Mist gewachsen ist – das Konzept gab es schon einmal - aber so wie es aussieht, habe die es hinbekommen, dass das System gut funktioniert und einiges zu bieten hat. Aber was genau ist denn das coole an der Sache?
Dank einer Anwendung (Webtop) auf dem Atrix lässt sich das Gerät durch Einsetzen in das entsprechende Dock (Laptop- oder Multimedia-Dock) zu einem Laptop oder PC „umfunktionieren“. An das Multimedia Dock muss man Maus, Tastatur und Bildschirm anschließen, das Laptop-Dock ist ja schon „einsatzbereit“, nur das Atrix muss verbunden werden.


(Bilder: Netbooknews.com)
Die Webtop Anwendung, die dann gestartet wird (beim Laptop-Dock startet diese automatisch, beim Multimedia-Dock muss man diese auswählen), ist ein vollfunktionstüchtiger Firefoxbrowser innerhalb eines Linux Systems. Dieser hat vollen Flash Support und man kann das Internet nutzen, wie man es vom heimischen PC (oder auch von seinem Laptop) gewöhnt ist. Dank dem Dual-Core 1 GHz Tegra 2 (dürfte ungefähr einem Dual-Core x86 mit 1,4 GHz entsprechen) läuft die Geschichte auch schon sehr flüssig (in geschätzten 30 Videos konnte ich mir ein Bild davon machen), obwohl es sich ja noch nicht um das fertige Produkt handelt. Bis zur Marktreife dürfte hier wohl auch noch einiges passieren, auch wenn es so aussieht, als wäre das gar nicht nötig.
Da ich mich vor Kurzem erst davon überzeugen konnte, dass Android auf einem Netbook (oder halt auch Laptop) durchaus Sinn macht/machen kann (die Review des Acer Aspire One Happy kommt noch diese Woche), finde ich ein weiteres Feature eigentlich noch cooler. Man kann Android innerhalb des Linux Systems in einem eigenen Fenster weiterhin (also quasi das Atrix) nutzen. Man kann also auch alle Apps nutzen, wobei diese – ähnlich wie in einem Browser – am oberen Rand über Tabs erreichbar sind, natürlich vorausgesetzt, diese sind geöffnet.

(Bild: Netbooknews.com)
Diese beiden Features des Atrix in Verbindung mit dem entsprechenden Dock empfinde ich schon sehr nützlich, aber je mehr ich mich mit dem Atrix und seinen Möglichkeiten beschäftige, desto mehr Positives tritt zutage. So ist das Laptop-Dock gleichzeitig auch eine „Ladestation“, das Laptop-Dock an sich soll bis zu 8 Stunden Akkulaufzeit haben, aber gleichzeitig das Atrix aufladen und/oder mit Strom versorgen.
Auch kann man per Remote Access auf seinen PC zuhause zugreifen, diesen also (theoretisch zumindest) auch über das Atrix, inklusive entsprechendem Dock, bedienen und nutzen.
Noch gar nicht erwähnt habe ich das Media Center, eine weitere Anwendung die mit beiden Docks genutzt werden kann und aus dem Atrix z. B. die Media Zentrale für Zuhause machen kann.
Ich bin (der ein oder andere wird es schon gemerkt haben) mehr als nur angetan von dem Gerät und denke wirklich, Motorola könnte hier eine Sache „angestoßen“ haben, die nicht ohne Folgen bleiben wird. Wozu brauche ich noch ein Netbook oder ein Notebook, wenn ich ein Atrix besitze? Natürlich gibt es immer noch „echte“ Anwendungen die ich am PC nutze, allerdings werden diese immer weniger und den größten Teil meiner Zeit an PC/Laptop verbringe ich im Browser. Das tue ich dann sehr wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft immer öfter mithilfe eines Smartphones.

Florian W.
Wenn es doch nur nicht von Motorola wäre...