Nach meinem allerersten Unboxing-Video überhaupt (wer hätte gedacht, dass ich wirklich mal ein solches Video machen würde), hier jetzt der erste Teil der Motorola Flipout Review.
Auch wenn ich die letzten Tage unter anderem auch noch mit meinem Tablet beschäftigt war, gibt es doch schon das ein oder andere zum Flipout zu berichten.
Design & Verarbeitung:
Das Design ist mit Sicherheit sehr ungewöhnlich und, wie so oft, Geschmackssache. Auf den Bildern und im Video kann man sich ein ausführliches Bild davon machen.
Was die Verarbeitung angeht, diese ist im Prinzip sehr gut. Im Prinzip, weil Motorola den Dreh mit den Akkuabdeckungen noch nicht so raushat. Bei meinem Milestone hatte ich zwar nicht das Problem, dass der Deckel abfiel, er hätte jedoch einen Tacken besser halten können. Beim Flipout machen die Abdeckungen, die es in mehreren Farben gibt, nicht den Eindruck, als wären sie für die Ewigkeit gemacht. Der schwarze Deckel, den ich eigentlich nutzen wollte, hält beispielsweise etwas schlechter als derjenige, den ich jetzt draufhabe. Dieser hält allerdings gut und wackelt auch nicht.
Im Großen und Ganzen macht das Gerät aber einen sehr hochwertigen Eindruck, bis auf die beschriebene Akkudeckel-Problematik.
Hardware:
Das Flipout verfügt über folgende Specs (Auszug):

Alle Specs kann man hier einsehen.
In Sachen Hardware macht das Flipout einen guten Eindruck. Die Performance ist sehr gut, eher mau die Kamera, aber dazu im nächsten Teil mehr. Teil der Hardware ist natürlich auch das Hardware-Keyboard und das ist einer der großen Pluspunkte beim Flipout.
Wer nicht übermäßig dicke Finger hat, wird mit dieser Tastatur wahrscheinlich sehr gut zurechtkommen. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und man kann sie auch sehr gut erfühlen. Was mich angeht, könnte das Flipout wirklich zu meinem eigentlichen Handy avancieren, mit dem ich dank der Tastatur in Sachen Messaging sehr gut gerüstet bin. Wie man im Video sieht, lässt sich sogar die minikleine On-Screen-Tastatur nutzen, wenn man mal zu faul ist, das Keyboard auszuklappen. Allerdings habe ich dieses beim Nutzen des Flipout meistens ausgeklappt, weil es auf der Tastatur ein D-Pad gibt, das sich auch relativ gut nutzen lässt. Auch hier ist der Druckpunkt sehr gut, weshalb man es auch wirklich gebrauchen kann, obwohl es auch ziemlich klein ist. Nur beim "Nach unten" drücken fällt der Druckpunkt im Vergleich zu den anderen Richtungen etwas ab, woran ich mich erst einmal gewöhnen musste.
Display:
Das Display ist klein und zwar sehr klein. Trotzdem lässt sich das Flipout eigentlich auch für alles nutzen, was ich sonst auf dem Nexus tue. Internet, Twitter, Facebook, Email usw.… funktioniert durchaus ordentlich. Beim Display finde ich den Schrift-Font, den Motorola ausgesucht hat, nerviger als die Größe des Displays. Dieser wirkt irgendwie etwas unscharf, was meiner Meinung nach nicht am Display an sich liegt. Mit diesem lässt sich durchaus was anfangen, trotz der Größe. Ohne die Harware-Tastatur würde das Flipout wahrscheinlich keinen Spaß machen. Durch die Kombination des kleinen Displays mit dieser ist es aber ein brauchbares Messaging-Phone.
User Interface:
Auf dem Flipout läuft Android 2.1 mit MOTOBlur. Motorolas UI bietet einige ganz nette Features, auf die ich im nächsten Teil etwas intensiver eingehen werde. Das ein oder andere sieht man im ersten Video.


Mehr Screenshots gibt es hier
Motorola selbst hat schon verlauten lassen, dass Blur nur bedingt noch weiterverfolgt bzw. von Motorola genutzt wird. Auch ich weiß nicht, obwohl ich Blur definitiv was abgewinnen kann, ob ich z. B. den Freund-Feed zukünftig nutzen werde, zumal (hoffentlich) heute noch die Beta von TweetDeck erscheint. Die Beta Beta, die ich auf dem Nexus laufen habe, finde ich schon Klasse, diese läuft allerdings nicht gut auf dem Flipout, eventuell dann aber die offizielle Beta.
(Erstes) Fazit:
Wie schon erwähnt, überlege ich mir ernsthaft, ob das Flipout nicht mein Standard-Handy wird, da es mir eigentlich alles bietet, was ich unterwegs nutze. Mir gefällt die Tatsache, dass ich das Gerät immer in der Hosentasche tragen kann, wo ich das Nexus, auch wenn das relativ dünn ist, doch bei der ein oder anderen Gelegenheit herauskrame, da es im Weg ist. Natürlich wird mich mein Nexus weiter begleiten, eventuell halt als mein kleines Tablet für unterwegs, dass ich dann nur bei Bedarf zur Hand nehme.

Lars S.
Tolle Review - ein Hanuta zum Surfen, Design ist sicher geschmacksache...würde ein solches Handy eher bei einer Frau vermuten;)