
"Luke, ich bin Dein Vater..."! Wer aus unserer Generation kennt diesen Satz nicht? Dieser Satz hat nicht nur Filmgeschichte geschrieben, sondern ist auch so etwas wie die Verbindung zwischen Gut und Böse. Auf der einen Seite Darth Vader, der die Reinkarnation des Bösen darstellt. Auf der anderen Seite ist eben genau dieser auch ein Vater, in dem die verborgen doch noch etwas Gutes schlummert und am Ende die Welt vor dem Imperator rettet.
Geil!
Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass auch im Smartphone-Markt ein solcher Kampf entbrannt ist. Auf der einen Seite wäre da Apple, mit all seinen Jüngern, schönen Designs, seine Innovationen, aber auch mit seinem proprietären Betriebssystem und dem Hang alles kontrollieren zu wollen. Auf der anderen Seite ist Google. Und Google steht da mit all seinen Innovationen, seiner (mehr oder weniger) Offenheit, mit all seinen kostenlosen Produkten, seiner Datensammelwut und eben auch mit Android, das sich anschickt zu einem erfolgreichen Betriebssystemen für Mobiltelefone auf zu schwingen.
Ich persönlich finde ja gar nicht, dass man beide Unternehmen miteinander vergleichen sollte. Und ich bin mir relativ sicher, dass sowohl Google, als auch Apple, dies nicht wirklich intern tun. Jedes der beiden Unternehmen hat sich seinen Platz im Markt gesichert. Und klar: Google möchte natürlich das iPhone angreifen und einen ebenso erfolgreiches Telefon auf den Markt bringen. Aber ich glaube nicht, dass es erklärtes Ziel ist den Primus der intelligenten Handys vom Thron der Beliebtheit zu stoßen. Vielmehr möchte Google den Markt für mobile Werbung öffnen. Und umgekehrt bin ich auch nicht, dass Apple um jeden Preis die Nummer eins im Markt sein möchte, sondern die Strategie verfolgt hochmargige Telefone zu bauen, die für eine klar definierte Nutzerschicht passen.
Ich persönlich glaube, dass dieser Kampf zwischen Google und Apple vor allem in unseren Köpfen passiert. Wir würden sie gerne gegeneinander kämpfen sehen. Denn das Apple Phänomenen - Apple-Jünger - gibt es auch bei Google. Menschen also, die das Unternehmen aus Mountain View glorifizieren und fast schon bis aufs Blut verteidigen. Eben so wie bei Apple, wenn vielleicht auch nicht ganz so stark oder drastisch. Es ist wahrscheinlich eher die Basis - wir selbst - die diese Dogmen aufstellen. Verständlicherweise: Denn beide Unternehmen haben etwas "Mysteriöses" an sich. Auf der einen Seite Apple, mit Steve Jobs, der von seinen Fans quasi Gott-gleich verehrt wird. Auf der anderen Seite Google, ein Unternehmen das so viel über uns selber weiß, wie wir selbst wahrscheinlich nicht uns selbst wissen können. Das ist der Stoff aus dem Hollywood gemacht wird.
Deswegen interessiert sich auch die Presse so sehr dafür und kramt bei jeder Gelegenheit diesen Vergleich hervor. Ich werde bei jedem Interview von den Journalisten gefragt, ob das "XYZ-Android-Phone" der nächste iPhone-Killer ist. Ganz offensichtlich traut man es Android zu ein iPhone-Killer zu sein.
Die Kollegen bei AndroidGuys haben auf einen Macworld-Artikel aufmerksam gemacht, der das Motorola Droid bespricht. Völlig zurecht fragen sich die AndroidJungs, was ein Android Handy in einer Zeitschrift macht, die exklusiv Apple Produkte bespricht. Ihre Schlussfolgerung: Android ist auch dort auf dem Zettel und wird mit Respekt beobachtet.
Braucht man denn einen iPhone-Killer? Alleine das Wort bedeutet, dass man eine Co-Existenz ablehnt. Oder zumindest in Frage stellt. Ich wage mal die These: es wird nie einen iPhone- oder Android-Killer geben! Warum? Weil die Fans so etwas gar nicht zulassen würden. Das iPhone könnte ja nur dann gekillt sein, wenn es jemand als tot erklären würde. Das ist aber so hypothetisch, wie dass morgen hier in Berlin sommerliche Temperaturen herrschen würden.
Wie wäre es also, wenn wir einfach sagen würden: Freiheit und Leben - für alle Smartphones...

Google vs. Apple vs. M$ vs. was-weiss-ich ist immer ein Vergleich zwischen verschiedenen Geschichten. Oder wie ich immer anbringe, als ob man BMW gegen Mercedes gegen VW gegen Toyota usw. vergleicht.
DAS Produkt für jeden und allen gibt es nicht. Vieles läuft übers Image ab, und das hat nunmal Apple mit S. Jobs am besten hinbekommen. Selbst wenn die auch nur mit Wasser kochen.
Und um dem entgegenzusteuern, ob ich was gegen Apple hätte: Habe ich nicht. Mein zweiter oder dritter Computer war ein Apple II. Damals noch mit Wozniak im Team, bevor die Geschichte mit den Managern, Clones usw. losging, Apple fast in den Bankrott geführt hat. Apple ist eine Marke, nur bietet die für mich, ausser das sie eine Ecke teurer ist, keinen Mehrwert gegenüber anderem. Ich brauch kein Teil nur weil ein Apfel draufklebt ...