
Vom "Wüstenfuchs" gibt es in den letzten Tagen allerhand zu lesen! Erst gestern haben wir hier auch bei AndroidPIT darüber geschrieben. Bisher ging es aber vor allem um die Frage, wann die mobile Version von Firefox denn nun endlich auch bei Android auf den Mobiltelefonen erscheint. Wir alle können es kaum mehr erwarten!
Was ich allerdings heute gelesen habe, ist eine wirklich neue Geschichte, bzw. Theorie, die ich außerordentlich interessant finde. Denn bei Wallstreet Online war heute zu lesen, dass Fennec eventuell den App Store beim iPhone, aber auch den Google Market bei Android obsolet machen könnte. Die These wird darauf gestützt, dass es vielen Entwicklern bald zum Halse heraus hängen könnte, dass sie für mehrere Plattformen Apps entwickeln - und pflegen (!) - müssen. Fennec aber unterstützt, wie sein großer Bruder Firefox auch, sogenannte Plugins. Plugins sind Programme, die herunter geladen, installiert und vom Browser heraus gestartet werden können.
Die Idee könnte also sein, dass Entwickler versuchen ihre Apps für Fennec zu entwickeln und diese darüber gestartet werden könnten. Die Idee klingt zunächst ganz plausibel. Ist sie aber auch realistisch? Hier nur einige Punkte, ohne die gesamte Idee bewerten zu wollen - ich habe darüber noch nicht genügend nachgedacht:
- Ganz grundsätzlich kann man tatsächlich sagen, dass Entwickler kein leichtes Los haben. Stores für Applikationen entwickeln sich gerade inflationär. Irgendwie hat man den Eindruck, dass jeder mitmischen möchte. Jeder Hardwarehersteller versuchts, die Carrier fangen damit an (Vodafone wird einen eigenen Store bringen) und nun kommen auch noch weitere Betriebssysteme dazu, die ebenfalls noch eigene Ecosysteme aufbauen wollen (siehe "Bada" von Samsung).
Der Aufwand für die Entwickler ist wahnsinnig hoch. Zum Einen muss natürlich für jeden Store das Programm portiert, zum Anderen aber VOR ALLEM gepflegt werden. Updates, neue Versionen, etc. - jeder Store braucht ja die neueste Version!
- Der große Aufwand wird sich dann auch irgendwann in höheren Preisen für die Apps niederschlagen. Denn es ist ja nicht so, dass die Entwickler mehr verkaufen! Der Bedarf verteilt sich einfach nur auf die verschiedenen Plattformen.
Ergo: um die Kosten zu decken, müssen die Preise erhöht werden!
- Wie genau soll das bei Fennec funktionieren? Bisher sind Plugins beim Firefox kostenlos! Damit Fennec aber wirklich eine Gefahr für die Stores werden kann, müsste auch hier ein Monetarisierungsmodell implementiert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Entwickler ganz grundsätzlich bereit sein werden Ihre Programme zu verschenken.
- Das wiederum heißt aber: die Mozilla Corp., Betreiberin von Firefox und auch von Fennec, hätte plötzlich ein Geschäftsmodell. Wäre das nicht auch eine Gefahr? Immerhin gibt es bisher alles kostenlos. Viele könnten sich auch abwenden...
Wie gesagt: alles noch nicht in die Tiefe durchdacht und einfach mal für Euch niedergeschrieben. Ich wollte diese News aber dann doch so schnell als möglich posten.
Denn ein Fennckchen, äh Fünkchen Wahrheit ist hier sicherlich dran!

gado g
Naja, Plugins können immer noch keine Apps ersetzen. Wie soll man sich das vorstellen? Firefox Plugins ersetzen auch keine Programme.