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CyanogenMod: Lügen, Intrigen und ein Umzug

Klaus Wedekind
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Das Custom-ROM CyanogenMod hat sich innerhalb von drei Jahren zu einem Star der Android-Szene entwickelt und ersetzt mittlerweilen auf über 2,5 Millionen Smartphones die Original-Firmware. Obwohl es sich bei CM um ein nichtkommerzielles Projekt handelt, hat der Erfolg jetzt zu einer Situation geführt, die an die Fernsehserien "Dallas" und "Denver Clan" erinnert.

Genau genommen hat der Mann die Turbulenzen bei CM ausgelöst, der sich vor rund drei Jahren die Domain Cyanogenmod.com sicherte und sie seitdem dem Projekt zur kostenlosen Nutzung überließ. Vor knapp einer Woche fand das CM-Team nach eigener Darstellung heraus, dass der Domain-Inhaber versuchte, Spenden einzusammeln, indem er sich als CyanogenMod-Urvater Steve Kondik ausgab.

Offenbar wollte der Brite zwar das Geld nicht veruntreuen, sondern tatsächlich für das Projekt haben. Trotzdem waren die anderen CM-Mitglieder alles andere als begeistert und forderten ihn auf, die Domain auf gütlichem Wege zu übergeben, da man nicht mehr wollte, dass der Brite die Kontrolle über die Webseite und alle sozialen Netzwerke behielt. Laut CM-Team war dieser aber nicht so ohne weiteres bereit dazu und soll 10.000 Dollar gefordert haben. Damit lief die Sache aus dem Ruder.

Das CM-Team, das dies als Erpressungsversuch wertete, entschloss sich, dem Briten zumindest die Kontrolle über die Facebook- und Twitter-Konten zu entreißen und sperrten ihn dort aus. Die Domain allerdings blieb in seinem Besitz, was der Brite für eine Revanche ausnutzte. "Hi, ihr denkt also, es sei eine gute Idee, mir den Zugang zur Infrastruktur zu entziehen? Wir hatten gestern einen Chat und ihr habt euch entschlossen, die Sache bitter enden zu lassen. Wie wäre es, wenn ich eben mal die DNS-Einträge ändern würde. CM wäre so gut wie erledigt", zitiert ihn das CM-Team. Gestern machte der Brite ernst und CyanogenMod blieb nichts anderes übrig, als mit all seinen Seiten auf Cyanogenmod.org umzuziehen. Auch Post an die @cyanogenmod.com-E-Mail-Adressen war nicht mehr zustellbar.

Alle sind wieder lieb

Inzwischen haben sich die Wogen geglättet und das CM-Team meldete heute, dass der Brite nun doch bereit gewesen sei, die Kontrolle über die .com-Domain kostenlos zu übergeben. Trotzdem werde man den Umzug nicht rückgängig machen, die .com-Adresse leite nur zu ´cyanogenmod.org um. Friede, Freude, Eierkuchen? Na ja, fast. Das CyanogenMod-Team ist immer noch ein wenig eingeschnappt, will aber keinen weiteren Streit mit ihrem britischen Ex-Webmaster und bittet auch darum, ihn nicht zu attackieren oder zu beleidigen.

Der Brite selbst beschwichtigt auf seiner Google+-Seite ebenfalls. Er wehrt sich dagegen, als Erpresser bezeichnet zu werden und schreibt, dass er als Domain-Inhaber auch kein Hijacker sei, da ihm cyanogenmod.com schon immer gehört habe. Und um Geld sei es ihm schon gar nicht gegangen. Aber auch er will die Sache nicht überdramatisieren. Die Domain sei nun in den Händen der "tollen Typen" die hinter CyanogenMod stünden und er werde das Custom-ROM auch weiter auf seinen Geräten einsetzen. Sollte er jemanden persönlich angegriffen haben, entschuldige er sich dafür. Alle sollten sich jetzt wieder beruhigen, schreibt er. Es gäbe im Leben wichtigere Dinge als Internet-Streitereien. Und damit hat er völlig recht.

Titelbild: Wikipedia

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Prazaar 15.11.2012 Link

    Selbst die großen streiten sich mal... das ist die Menschheit....

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  • Martin W. 15.11.2012 Link

    sowas macht man ja auch nicht....sowas ist schon ein wenig fahrlässig die Domain von einem anderen zu Verfügung gestellt zu bekommen

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  • Harry Schneider 15.11.2012 Link

    ja das finde ich auch,aber er hat auch recht ich kenne fälle da wurde für so eine Domain 100tse dollar bezahlt es ist nunmal seine.

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  • User-Foto
    Jakob Kreuzfeld 15.11.2012 Link

    Ja klar, er wollte das gespendete Geld ins Projekt fließen lassen. Wers glaubt.

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  • Chris 15.11.2012 Link

    Können die in die Zukunft sehen? Sie wussten ja nicht, dass ihr kleines Projekt so erfolgreich wird.

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  • adi 15.11.2012 Link

    Kling nach "the sozial Network 2"

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  • JPsy Droid 15.11.2012 Link

    Eine Website muss eben auf eine Person eingetragen sein, sowas gibt öfter Probleme.

    Ich denke der Typ hat aufgrund des Echos schnell kalte Füße bekommen, zumal imho da auch Betrug vorlag.

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  • User-Foto
    Admin
    Caspar Wrede 15.11.2012 Link

    Freue mich auf die Hollywood verfilmung

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  • PeterShow 15.11.2012 Link

    Darum stock-firmware...

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  • gina flohr 15.11.2012 Link

    v

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  • Gaby S. 16.11.2012 Link

    Ich versteh es echt nicht, was für ein Rabatz um CM und Co gemacht wird. Da zerschießen Laien ihre Androiden und jammern dann, wie immer wieder in diversen Foren zu lesen ist.
    Ich kenn mich damit nicht aus und lass die Finger davon.

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  • jack takko 17.11.2012 Link

    dann lass die finger davon :p

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1

musik lässt sich nicht mehr abspielen