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Carbon for Twitter - Wird die App dem Hype gerecht?

Christian Brüggemann
10

Es grenzt schon fast an eine Legende. 2011 sah es in der Landschaft der Twitter Clients für Android nicht besonders schön aus. Es gab zwar bereits Apps mit vielen Funktionen und Einstellmöglichkeiten en masse, jedoch sah keine wirklich hübsch dabei aus. Aus diesem Grunde wurde im Dezember 2011 die App Carbon for Twitter, die es bereits für Windows Phone und webOS gab, auch für Android angekündigt. 2012 tauchten dann lediglich Teaservideos und wenige Informationen zum Veröffentlichungsdatum auf. Dieses wurde immer weiter nach hinten geschoben, was viele daran zweifeln lies, ob die App überhaupt noch jemals veröffentlicht würde.

Vor einigen Tagen ist es dann aber tatsächlich geschehen: Carbon for Twitter ist im Play Store erschienen. Mitte 2012 hatte ich bereits eine Alpha-Version der App zum Testen, die mich allerdings nicht überzeugen konnte, sodass ich nun umso gespannter war, wie das Endergebnis der langen Arbeit aussieht. Ob die App dem Hype gerecht wird, erfahrt ihr im Testbericht!

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.1.5.1 2.1.1

Funktionen & Nutzen

Testgerät: Samsung Galaxy Note 2
Android-Version: 4.1.2

Zunächst muss nach dem ersten Start von Carbon for Twitter ein Twitter-Konto authorisiert werden. Eine weitere Einrichtung ist danach ersteinmal nicht erforderlich, sodass du direkt zur Hauptansicht, der Liste der Tweets gelangst, welche relativ minimalistisch gehalten ist und aktualisiert werden kann, indem du diese weiter nach unten ziehst. Scrollst du mit zwei Fingern nach oben oder unten, so gelangst du an den Anfang oder an das Ende der Liste, was sehr komfortabel ist.
Neben dem Profilbild erscheint zu jedem Tweet der @username und die Zeit, die seit dem Posten des Tweets vergangen ist. Etwas schade finde ich, dass statt dem @username hier nicht der volle Name angezeigt werden kann, allerdings ist dies auch kein besonders großer Verlust.

Beinhaltet ein Tweet Medien wie Bilder und Videos, so lässt sich in vielen Fällen eine Vorschau des Mediums unterhalb des Tweets finden. Hältst du deinen Finger lange auf den Tweet gedrückt, so rückt der Rest in den Hintergrund und der Tweet tritt samt vier Kurzbefehlen hervor. Du kannst sofort auf den Tweet antworten, diesen zitieren, retweeten oder favorisieren. Reicht dir das nicht, kannst du auch eine Vollansicht des Tweets öffnen, die die Konversation zum Tweet enthält und drei weitere Funktionen offenbart: Das Kopieren des Tweets oder des Links zu diesem, sowie das Teilen des Tweets über andere Apps. Außerdem kannst du von hier aus auch das Profil des Twitterers öffnen.

Dieses besteht aus einer hübsch aufbereiteten Übersicht aller Infos über den Twitterer, diesmal auch samt dessen Klarnamen. Du kannst den Nutzer zu einer deiner Listen hinzufügen, aus deinem Stream herausfiltern, als Spammer melden oder blockieren.

Zurück im Hauptmenü kannst du dir über einen Schwenk nach rechts deine Erwähnungen ansehen, noch einen weiteren Schwenk nach rechts deine Direktnachrichten, sortiert nach Datum und Gesprächspartner. Die Konversationen wirken durch die Aufbereitung nach Instant Messenger-Vorbild fast schon wie ein Chat wirkt.

Hinter dem Dreipunkte-Symbol im Hauptmenü verstecken sich einige weitere Funktionen. In den Einstellungen kannst du Benachrichtigungen zu Erwähnungen und Direktnachrichten aktivieren, die im 15 Minuten-Takt aktualisiert werden, was leider nicht änderbar ist. Außerdem lassen sich hier weitere Konten hinzufügen.
Außerdem ermöglicht Carbon das Herausfiltern von @usernames, #hashtags und Stichwörtern, was besonders praktisch ist, wenn man beispielsweise #instagram-Posts nicht im Stream sehen will.
Auch die Suchfunktion, die Ansicht weltweiter und lokaler Trends, Listen und die Ansicht deiner favorisierten Tweets lässt sich von hier aus ansehen.

Fazit

Carbon for Twitter mangelt es nicht an Funktionen! Während andere Clients zwar oft noch viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, die die meisten aber sowieso nicht brauchen, bringt Carbon ebenso alle wichtigen Funktionen mit, die ein guter Twitter Client benötigt. Insgesamt ist Carbon ein sehr zufriedenstellender Twitter Client, sodass sich die Wartezeit meiner Meinung nach gelohnt hat.

Bildschirm & Bedienung

Die Entwickler von Carbon for Twitter preisen besonders die einfache Bedienung und das gute Design der App an, allerdings gibt es hier nicht nur positives zu vermelden. In der App werden für fast jede Aktion Animationen benutzt, die teilweise doch von den tatsächlichen Inhalten ablenken und nicht dem Minimalismus entsprechen, den man ansonsten in der App angewandt hat. An sich ist die Bedienung jedoch intuitiv und übersichtlich, jedoch habe ich etwas mehr erwartet.

Selbiges gilt in puncto Design. Fast alle Elemente der App sind dunkel oder schwarz, was diese nicht besonders "freundlich" wirken lässt. Ein optionales weißes Design halte ich für sehr sinnvoll, zumal dieses gar nicht mal schwer zu designen wäre. Das Invertieren der meisten Farben würde bereits reichen!

Insgesamt hat Carbon for Twitter hier trotz der Kritikpunkte ein sehr gutes Bild abgegeben.

Speed & Stabilität

Carbon for Twitter läuft schnell und auch ziemlich stabil. Einen nicht reproduzierbaren Absturz gab es im Test, als ich ein Bild über Carbon teilen wollte.

Preis / Leistung

Carbon for Twitter ist kostenlos und werbefrei im Play Store erhältlich, was wiederum begeistern kann!

Screenshots

Carbon for Twitter - Wird die App dem Hype gerecht? Carbon for Twitter - Wird die App dem Hype gerecht? Carbon for Twitter - Wird die App dem Hype gerecht? Carbon for Twitter - Wird die App dem Hype gerecht? Carbon for Twitter - Wird die App dem Hype gerecht? Carbon for Twitter - Wird die App dem Hype gerecht?

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Sebastes Marinus 07.02.2013 Link

    "Carbon for Twitter mangelt es nicht an Funktionen!" …und das sogar mit Ausrufezeichen.
    Hierzu kann ich nur noch mit einem "LOL!!!" reagieren …mit drei Ausrufezeichen.
    Das einzig Gute an dieser völlig überhypten App sind die netten Animationen und die flüssige Bedienung.
    Von einer guten Twitter-App erwarte ich viel mehr, als das obligatorische Grundgerüst an Funktionen. Aber da ist…nichts.
    Außerdem macht die Beschränkung der Aktualisierung auf 15 Minuten die Anwendung sowieso völlig unbrauchbar für mich.
    Ich werd' wohl nie verstehen, warum Twitter-Apps, die wirklich so gar nichts können, so beliebt sind.

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  • Christian Brüggemann 07.02.2013 Link

    Sebastian, für die allermeisten Benutzer wird die App mehr als ausreichend sein. Klar, manche Clients wie Plume haben ein paar mehr Funktionen, allerdings werden diese von den wenigsten auch benutzt. Außerdem bekommen diese dann auch eine bessere Bewertung.

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  • Mysterium1987 08.02.2013 Link

    Carbon sieht gut aus und nette Animation und eigentlich clever durchdachte Funktionen durch das "Wischen" die verscheidenen Aktionen aufzurufen...
    Leider braucht die App elendig lange um einen Tweet zu faven oder zu retweeten..
    Optik und Style gut, eigentliche Funktion Katastrophe...

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  • wastl 08.02.2013 Link

    Streicht doch endlich mal die Rubrik "Vergleichbare Anwendungen". Es gibt ja kaum einen Test, in dem sich der Tester die Mühe macht (unhöflicher gesagt: nicht zu faul ist), auch dort etwas zu schreiben. Aber klar, das macht ja Arbeit und geht über die bloße Spielerei mit der getesteten App hinaus.

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  • Arisha Kyoko 08.02.2013 Link

    Find die App ganz ok. Finde gut das man mehrere Accounts verwalten kann. Aber nachdem ich ein anderen Account ausgewählt habe, stürzt mir die App andauernd ab. Ich kann den Account auch nicht zurückwechseln.

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  • Kevin M. 09.02.2013 Link

    Mir reicht die originale twittert App :-)

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  • Daniel 10.02.2013 Link

    Wozu braucht ein normaler Mensch Twitter? Medien ja, um billig an Information zu kommen, was juckt mich, was irgend ein doofer Promi von sich meint? Völlig unverständlich

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  • Michael F. 10.02.2013 Link

    Ich schreibe eigentlich nie einen Kommentar, aber hier muss ich auch einmal die Tasten drücken. Denn während Carbon dem Hype nicht gerecht wird, tut dies dieser Testbereicht schon ;-)

    Das Fehlen von essentiellen Einstellungsmöglichkeiten ist ein riesiges Manko. Dass sich die Schriftgrösse nicht verändern lässt (und daher auf dem Note 2 nur 5 Tweets auf einmal auf den Schirm passen), ist noch verschmerzbar. Aber die fehlenden Sync-Einstellungen nicht deutlich zu hinterfragen, ist fahrlässig. Sich dabei immer darauf rauszureden, dass "normale" User das eh nicht brauchen, ist....

    Carbon ist nett anzusehen aber keine Konkurrenz zu etablierten Clients wie bspw. Plume oder Falcon Pro.

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  • User-Foto
    Wuffze W. 13.02.2013 Link

    nicht eher "wird die von ANDROIDPIT gehypte app auch im test gut abschneiden?"

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  • Sebastes Marinus 15.02.2013 Link

    @Off Topic- Daniel
    Du hast Twitter nicht im Geringsten verstanden...

    Ich zB. folge "normalen" Leuten, die entweder von ihrem Leben erzählen, ihre Meinung zu allem Möglichen kundgeben, oder witzig/sarkastisch/poetisch/[hier weiteres Beliebiges einfügen] wortgewandt (Micro)bloggen.

    Hier geht es um die Kunst, eine Aussage kreativ und pointiert in 140 Zeichen zu packen.

    Hierbei sind wie in meinem Fall schon Freundschaften entstanden(auch wenn's bei Twitter manchmal länger dauert).

    Man kann aber natürlich auch Promis folgen. Wen's interessiert... mit "meinem" Twitter hat das aber wenig zu tun.

    Frage beantwortet?^^

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