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Lasst Euch nicht App-zocken: Tipps zur Sicherheit

Michael Maier
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Auch wenn viele die Gefährdung durch Malware als übertrieben betrachten, ist Sicherheit für eine große Zahl von Android-Nutzern ein großes Thema. Viele Gefahren kann man schon durch etwas Aufmerksamkeit aus den Weg gehen - Nico hat beispielsweise zum Thema App-Berechtigungen einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben, den ich nur jedem ans Herz legen kann. Weitere Tipps hat der Branchenverband BITKOM zusammengestellt.

Welche Gefahren gibt es?

Smartphones sind inzwischen ähnlich leistungsfähig wie herkömmliche Computer - und sie sind über das Internet vernetzt. Das macht sie angreifbar. So können schädliche Apps beispielsweise unbemerkt SMS-Nachrichten an teure 900er-Nummern senden. Eine recht häufige Masche unseriöser App-Anbieter sind Abo-Fallen, die den Nutzern beim Anklicken von Werbebannern untergeschoben werden. Zudem können Apps auf viele Informationen auf dem Smartphone zugreifen, zum Beispiel auf die Kontaktdaten oder den Standort, und Funktionen wie den Versand von Kurznachrichten auslösen. Daraus können Personen- und Bewegungsprofile erstellt werden, was datenschutzrechtlich relevant ist. Hier müssen die Nutzer im Einzelfall entscheiden, ob sie mit den Zugriffsrechten der jeweiligen App einverstanden sind.

Quelle bewusst auswählen

Apps werden auf virtuellen Marktplätzen zum Herunterladen angeboten. Dabei sollte auf die Seriosität des Anbieters geachtet werden. Die offiziellen Marktplätze führen manuelle oder automatisierte Sicherheitsprüfungen der Apps durch. Sie gelten daher als sicherer als freie Marktplätze. Darüber hinaus sollten Nutzer jede einzelne App prüfen und nicht unbedacht auf das Smartphone laden.

Bewertungen lesen

Hinweise zur Sicherheit einer App geben die Bewertungen anderer Nutzer. Eine hohe Anzahl von Bewertungen spricht dafür, dass die Anwendung weit verbreitet ist, sagt aber noch nichts über ihre Qualität aus. Viele Nutzer weisen in ihren Kommentaren direkt auf Sicherheits- und Datenschutzmängel hin.

Zugriffsrechte prüfen

Nutzer sollten die Zugriffsrechte der App sorgfältig prüfen. Die Auswertung der Kontaktdaten kann sinnvoll sein, wenn eine Anwendung für Kommunikationszwecke die eigenen Bekannten erkennt. Das gleiche gilt für die Standortdaten, wenn die App eine Route berechnen oder die nächste Tankstelle anzeigen soll. Werden die Daten für die Funktion der App gar nicht gebraucht, ist Vorsicht geboten. Man muss dann genau abwägen, ob man die App wirklich installieren will. Je nach Smartphone werden die Zugriffsrechte im App-Store oder beim Download sowie in den Einstellungen des Geräts angezeigt. Nutzer können den Download abbrechen oder die App später löschen, wenn sie mit den Zugriffsrechten nicht einverstanden sind.

Updates laden

Apps werden von den Anbietern regelmäßig aktualisiert, um die Funktionen zu verbessern und erkannte Sicherheitslücken zu schließen. Daher sollten Updates installiert werden, sobald sie erscheinen.

Problem Abofallen

Insbesondere kostenlose Apps werden häufig mit Werbung finanziert. Unseriöse App-Anbieter nutzen in diesem Zusammenhang ein „WAP-Billing“ genanntes Verfahren, um unrechtmäßig an Geld zu gelangen. Klickt der Nutzer – unter Umständen versehentlich – ein Werbebanner an, wird ihm ein kostenpflichtiges Abo untergeschoben. Ab der nächsten Handy-Rechnung werden ihm dann Beträge von 3 bis hin zu 60 Euro pro Monat berechnet.

Schutz vor Abo-Fallen

Bemerken Nutzer ein unerwünschtes Abo, sollten sie sofort handeln. In der Regel ist kein Abo-Vertrag zustande gekommen, da Preise oder Laufzeiten klar erkennbar sein müssen. Zudem muss der Nutzer diese bewusst akzeptieren. Geschädigte sollten dem Mobilfunkbetreiber mitteilen, dass sie das Abo bestreiten und die Rechnung um den entsprechenden Betrag kürzen. Zudem sollten sie dem auf der Rechnung genannten Anbieter per Einschreiben mitteilen, dass sie die Forderung nicht anerkennen und den Vertrag bestreiten. Wer für die Zukunft auf Nummer sicher gehen will, sperrt bei seinem Mobilfunkbetreiber das Inkasso für Drittanbieter.

(Titelbild: Gerd Altmann / pixelio.de)

Kommentare

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  • loyka 3. 31.10.2012 Link

    Ich benutze Kaspersky Mobile Security(Vollversion) um mich zu schützen.

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  • Tim R. 31.10.2012 Link

    kaspersky schützt aber nicht vor menschlichem leichtsinn oder menschlicher dummheit, ohne dich dumm nennen zu wollen ;-)

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  • loyka 3. 31.10.2012 Link

    Ich bin zufrieden.

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  • Hans Dampf 31.10.2012 Link

    Also das mit den Abofallen würde ich anders darstellen. Das liegt weniger an unseriösen App-Anbietern, sondern an unseriösen Firmen, die diese Werbung in Netzwerken wie Admob schalten. Da kann der Entwickler herzlich wenig dafür, wenn so eine Werbung in seiner App eintrudelt. Wenn einem eine solche Werbung unter kommt und man zufällig auch einem Werbenetzwerk zuordnen kann, dann diese einfach bei diesem Netzwerk melden.
    Einen weiteren wichtigen Punkt habt ihr nicht erwähnt. Empfehlenswert wäre es auch, darauf hinzuweisen, dass man keine gecrackten, eigentlich kostenpflichtigen Apps installieren sollte. Diese Apps sind eigentlich das größte Sicherheitsrisiko! Wenn unter Android bisher etwas passiert ist, waren meist genau solche Apps daran Schuld...in diesem Fall sage ich aber dem User -> "Selbst Schuld, du hast es nicht anders verdient!"

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  • Tip_Top 31.10.2012 Link

    Was schützt denn vor abofallen? Meine Freundin hatte es bei jamba, 2abos per unbeabsichtigten aktivieren per Abo. Sie ist bei mobilcom und ich habe gelesen, man kann mehrwertdienste durch drittanbieter bei dem nicht sperren lassen. Geht das ohne root auch Iwie per app?

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  • Hans Dampf 31.10.2012 Link

    @ Tip_Top
    Wenn mobilcom nicht im Stande ist das zu sperren, würde ich den Anbieter wechseln und fertig.

    Achja, und einfach nicht bezahlen. Gibt ja dieses neue Gesetz...

    http://www.focus.de/finanzen/recht/neues-gesetz-gegen-abo-fallen-von-heute-an-mehr-schutz-vor-abzocke-im-internet_aid_788647.html

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  • PeterShow 31.10.2012 Link

    Hab noch keine App mit Abo gesehen..

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  • Tobias N. 31.10.2012 Link

    Dank Root und Ad Away keinerlei Werbung und somit auch kein Problem mit Abo Fallen bisher. Wobei Root natürlich an sich schon wieder eine Sicherheitslücke darstellt bzw. darstellen kann. Daher Firewall aktiv. Per Default hat jede neu installierte App kein Recht online zu gehen, bis ich es manuell erlaube. Hat zusätzlich noch den Vorteil, dass der Traffic schön gering bleibt. Bisher ganz gut gefahren damit.

    App Empfehlung: Avast :-)

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  • Foff T. 02.11.2012 Link

    Avast oder Lookout!

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