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Neue SDK-Richtlinien: Google geht gegen Fragmentierung vor

Nico Heister
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Fragmentierung ist ein nicht zu unterschätzendes Problem bei Android: Viele Hersteller kümmern sich lieber um angepasste Oberflächen oder komplett neue Gerätemodelle, statt um Updates für bestehende Smartphones. Mit einem neuen Zusatz in den Richtlinien für Entwickler möchte Google das Fragmentierungs-Problem in den Griff kriegen.

Jeder Entwickler, der mit dem Android-SDK (Software Development Kit) Apps für Android programmiert, muss vorher den Richtlinien für die Benutzung zustimmen. Google hat sie kürzlich um den neuen Abschnitt 3.4 ergänzt, der sich übersetzt wie folgt liest:

Sie stimmen zu, dass Sie keine Aktionen unternehmen werden, die zu einer Fragmentierung von Android führen könnten. Dazu zählt unter anderem die Erstellung und Verbreitung einer Entwicklungsplattform, die sich von diesem SDK ableitet.

Google hat damit erstmals die SDK-Richtlinien seit 2009 bedeutend überarbeitet und möchte offenbar für eine höhere Kompatibilität zwischen Apps und den verschiedenen Android-Versionen sorgen. Gleichzeitig könnte es aber auch ein Warnschuss in Richtung Amazon sein: Der Online-Versandhändler setzt auf seinem Android-Tablet Kindle Fire eine stark modifizierte Version von Android ein, die kaum noch Ähnlichkeiten zum Original-Android hat. Der Google Play Store und viele weitere Google-Dienste sind zudem nicht auf dem Amazon-Tablet installiert, und das dürfte Google aufgrund des Kindle-Erfolgs bestimmt gar nicht schmecken.

Ob Warnschuss oder nicht: Es ist auf jeden Fall sehr zu begrüßen, dass Google etwas gegen die Fragmentierung unternimmt, denn letzten Endes profitieren die Benutzer deutlich davon, da sie sich weniger mit Apps herumärgern müssen, die nicht auf ihren Geräten lauffähig sind.

(Foto: Google, Inc., nh)

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Alexander G. 19.11.2012 Link

    Ich finde den Passus sehr inhaltsleer....

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  • User-Foto
    Admin
    Nico Heister 19.11.2012 Link

    @Alexander G.: Der lässt Google auf jeden Fall viele Freiheiten und genügend Spielraum zur Interpretation. Fraglich ist auch noch, ob und inwiefern gegen Entwickler vorgegangen wird, die gegen Absatz 3.4 verstoßen.

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  • Matthias Heck 19.11.2012 Link

    find ich gut

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  • Timm Stenderhoff 19.11.2012 Link

    Wichtiger und oben auch irgendwie angeschnitten wäre die Updategeschwindigkeit der Hersteller. Mit Apps hatte ich bisher keine Probleme.

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  • V. Graf 19.11.2012 Link

    Die Neuen Richtlinien werden sich dann bis 2030 bemerkbar machen.
    Spass beiseite. Jedes Jahr lese ich diese Meldung wegen der Fragmentierung. Und was hat sich seither geändert? Nichts

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  • Zdenek Zimmermann 19.11.2012 Link

    das ist absolut Super!

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  • Jan-Paul Nachtwey 19.11.2012 Link

    Naja, es geht darum, dass die API-Beschreibung von Androids Developerseite auf jedem Gerät mit einer bestimmten Androidversion gültig ist. Wenn jemand also sagt, auf seinem Gerät läuft JellyBean 4.1 ist diese API gültig und darf nicht vom Hersteller geändert werden. Bzw. es darf dann nicht als Android verkauft werden.

    Ich kenne aber auch keinen Fall, bei dem ein Hersteller eine bestimmte API angepasst hätte.

    Das ganze ist also weniger gegen die Fragmentierung der Versionen sondern gegem Forks auf Betriebssystemebene.

    Android wird eben mittlerweile häufiger als Basis für andere Mobile bzw. Embedded Betriebssysteme verwendet.

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  • Michael Fuerst 19.11.2012 Link

    Wenn man sich die Mühe macht und die "Terms and Conditions" mal durchliest, wird man feststellen, das sich Google hierin NUR auf App Entwickler bezieht.

    In wie weit dieser Passus damit eine Warnschuss in Richtung Amazon sein soll, oder in wie weit dies die weitere Hardwarefragmentierung eindämmen soll bleibt mir ein Rätsel....

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  • Michi K. 19.11.2012 Link

    Der Artikel widersprichst sich doch.

    Ein APP-Entwickler soll einer Regel zustimmen und damit soll verhindert werden das ein Gerätehersteller Android nicht zu stark anpasst!? Wo ist da die Logik?

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  • User-Foto
    Li qiang 19.11.2012 Link

    verstehe nicht wie app Entwickler nun die Fragmentierung verringern soll.müssen da nicht die Hersteller was unternehmen?

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  • Michael Peters 19.11.2012 Link

    Mich erschließt sich der Zusammenhang zwischen App API Erweiterung und Android Fragmentierung auch nicht. Apps tragen nicht zur Fragmentierung bei. zumindest nicht wenn man das Wort so benutzt wie man es meistens benutzt:
    Zu viele verschieden Android Versionen laufen aktuell auf smartphones.

    Ich denke der Autor hat sich da vertan. Wäre schön wenn er sich erklären würde.

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  • User-Foto
    Admin
    Nico Heister 19.11.2012 Link

    Die Lizenzierung und die Richtlinien des SDK beziehen sich auch auf APIs und Systemdateien von Android. (nachzulesen unter Punkte 1.1) und umfassen natürlich größtenteils die Entwicklung von Apps. Darunter zählen meiner Meinung nach aber auch Systemaufsätze wie TouchWiz und HTC Sense, die dazu beitragen, dass grundlegende Modifikationen an Android vorgenommen werden, die für langsamere/verzögerte Updates sorgen, da im System selbst neue Schnittstellen für eigens programmierte Hersteller-Apps geschaffen werden.

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  • Michi K. 19.11.2012 Link

    @Nico Heister

    Und in welcher Form soll das jetzt unterbunden werden?

    Darf Amazon jetzt Android nichtmehr als Basis verwenden? Was wenn doch? Zugang zum PlayStore haben sie ja eh nicht.

    Oder dürfen die Systemaufsätze jetzt nicht mehr so tief eingreifen? Was ist wenn doch? Wird dann auch der Zugriff zum PlayStore verwehrt?

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  • User-Foto
    Admin
    Nico Heister 19.11.2012 Link

    @ Michi K.: Das ist die große Frage. Es wird sich erst noch zeigen müssen, ob und wie Google auf Nichtbeachtung der Richtlinien reagieren wird.

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  • Arian Rönick 19.11.2012 Link

    Sorry, aber Android lebt von seiner anpassbarkeit und ist deshalb so erfolgreich. Darüber hinaus wurde Android gerade dafür als Open source veröffentlicht. Das heisst Amazon macht das wozu Android da ist. Ebenso wie alle anderen Herstellern von mobilgeräten. Das da nun ne Fragmentierung stattfindet ist natürlich für so ein offenes System. Wäre Windows und ios offen, wäre das dort nicht anders.
    Bei einem System wie Android sind die Hersteller halt an den Modifizierungen identifizierbar und sie zahlen dafür auch ihren Preis an Google. Also soll der Riese mal schlafen wenn die Zwerge in seiner Sandkasten buddeln - er hat sie ja immerhin aufgemacht für alle :-D

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  • Karl Schnitzel 19.11.2012 Link

    @Arian
    bin da ganz Deiner Meinung,es liegt ja im ureigenen Sinn von Open Source das die Möglichkeit von Anpassungen besteht.
    Ansonsten müsste Google halt wirklich bindenden Vorschriften an die Hardwarehersteller richten und Android tlw. abschotten,ob das eine wünschenswerte Zukunft ist sei dahingestellt.

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  • Michi K. 19.11.2012 Link

    Sehe das auch so wie Arian Rönick.

    Der Erfolg von Android ruht nicht auf der Beliebtheit bei den Kunden, sondern auf der bei den Hardwarehersteller. Kostenlos, einfach anpassbar und keiner macht durch Updatezwang etwas kaputt. Jetzt kann man natürlich argumentieren das die Hersteller irgendwo auch auf Android angewiesen sind, aber:

    a) Könnte man zumindest bei Billiggeräten auch irgendwas anderes nehmen, Google will/braucht aber JEDEN User, also werden sie dieses Segment (anders als MS oder Apple) bestimmt nicht bei Seite lassen, das hat für sie ja noch mit das größte Potential

    b) schwinden dann die Gründe der Hersteller auf Android statt auf WindowsPhone zu setzen extrem.

    c) Könnte zumindest Samsung leicht auf Bada wechseln. Ein S3 mit einem TouchWiz-Bada statt einem TouchWiz-Android und den wichtigsten Apps (Facebook, YouTube, usw) hätte sich sicher nicht wirklich schlechter verkauft. 90% der Leute hätten doch gar keinen Unterschied gemerkt.

    Also, Google tut ganz gut daran die Hersteller nicht zu verärgern. Auch wenn das dann zu lasten der Fragmentierung und somit der Qualität geht. Aber sie verkaufen ja kein Produkt, sondern "sammeln" User. Da muss man die Kehrseite eben in Kauf nehmen.

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  • PeterShow 19.11.2012 Link

    Ich liebe die Fragmentierung!
    Fragmentiertung heißt auch viele Geräte, statt wie bei Apple nur 1 akutelles und ein paar alte vom gleichen Hersteller. Fragmentiertung heißt auch dass ich jeden Tag ne Gratis-App von Amazon bekomme, die aber genauso gut auf meinem Nexus 7 läuft...

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  • Felix 20.11.2012 Link

    Ich als Entwickler habe mit meiner App ein massives "Fragmentierungsproblem". Der Code ist sauber und vor dem Release von einer großen Anzahl an Betatestern durchgetestet worden.
    Nach dem Release kommen Abstürze von Usern rein, die eindeutig auf deren "erweitertes Betriebsystem" zu führen sind. Da schaust du als Entwickler in die Röhre. Keiner deiner Emulatoren produziert den Fehler und die Testgeräte, die als Hardware zur Verfügung stehen laufen ebenfalls einwandfrei. Obendrein bekomme ich dann eine schlechte Bewetung mit dem Vermerk "Schlechte App - funktioniert nicht".

    Um die beiden ominösen Fehler zu finden, habe ich mir tatsächlich zwei Geräte gekauft und den Bug gefunden. Die Fehler sind bei älteren Geräten, die niemals mehr ein Android Update erfahren werden. Das heißt diese Altlast wird so lange mitgeschleppt, bis das Handy in der Mülltonne landet. Mit den nächsten OS-Generationen kommen dann wieder geräteabhängige Fehler usw. usw.

    Der Passus, der sich jetzt in der Richtlinie befindet, bring herzlich wenig. Ich wäre dafür, dass jeder, der vom Standardbetriebsystem ableitet auch dazu verpflichtet ist Bugs, die er eingebaut hat auch zeitnah zu fixen und zu updaten und keine in Stein gemeißelten fehlerhaften Versionen in den Umlauf zu bringen. In wieweit das Utopie und unrealisierbar ist sei mal dahin gestellt, aber ich könnte kotzen, wenn solche Probleme einem den Spaß am Entwickeln nehmen und Zeit rauben, die eigentlich für neue Features investiert werden könnte.

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  • corwin 20.11.2012 Link

    Keine Ahnung, was Google mit dem Passus verhindern will aber die schlimmste Fragmentierung für App-Entwickler erzeugt Google meiner Meinung nach selbst.

    Je nach targetSDKVersion Wert im Manifest muss man tierisch aufpassen, wie sich die App nun verhält. Da werden plötzlich Widgetgrößen verändert und das Verhalten der App komplett gesteuert. Das ist zwar alles dokumentiert, was bei den jeweiligen Versionen passiert, allerdings ist das oft mit viel Aufwand verbunden, wenn man alte Versionen weiterhin supporten will.

    Unverständlich ist auch das Rausschmeissen fast sämtlicher Settings aus der API. Ab Android 4.2 kann man nichtmal mehr mit Tasker das Gerät in den Flugmodus versetzen.

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