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Der Android-Update-Wahnsinn oder: Der Tekkie im Laufrad

Andreas Seeger
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Die Angst geht um in Deutschland – die Angst des Tekkies, jeden Tag aufs Neue neben einem veralteten Smartphone aufzuwachen, das immer noch kein Update bekommen hat. Es scheint so, als ob sich die mächtigen Mobilfunk-Konzerne gegen uns verbündet haben und uns zwingen, immer neue Smartphones zu kaufen, wenn wir die neueste Software haben wollen. Ist es nicht genau so? Nein. Der Versuch einer Richtigstellung.

NEU = gut. Oder doch nicht?

Google hat kürzlich seine Statistiken zur Verbreitung der Android-Versionen aktualisiert und wieder war der Aufschrei groß. Die neueste Version 4.1 Jelly Bean läuft erst auf 1,8 Prozent der Geräte! Auch mein Smartphone hat es immer noch nicht! Und überhaupt: die Fragmentierung, die Fragmentierung wird immer schlimmer! Ja ist denn Android überhaupt noch zu retten?

Zugegeben, ich überzeichne die Reaktionen etwas, aber mein Gesamtbild stimmt. Dazu passen auch die negativen Kommentare und Artikel zum neuen HTC-Boliden One X+, die man vielerorts lesen konnte. Die haben mich regelrecht vom Hocker gehauen, denn kritisiert wurde, dass HTC schon wieder ein neues Flaggschiff-Modell auf den Markt bringt.

Anders gesagt: HTC bringt ein NEUES Top-Modell mit klasse Ausstattung und bekommt dafür auf die Fresse! Und diejenigen, die so kräftig gegen den Hersteller austeilen, sind in der Regel die gleichen, die sich darüber aufregen, dass ihr Gerät noch kein Update auf die NEUESTE Software bekommen hat.

An dieser Stelle klingt bereits an, dass hinter der "Update-Problematik" gar keine objektiven Fakten, sondern subjektive Wahrnehmungen stecken könnten. Was schnell zu der Gegenfrage führt: Gibt es überhaupt ein Problem oder existiert es vielmehr nur in unseren Köpfen? Statt eine klare Antwort darauf zu geben, möchte ich ein paar Fakten präsentieren.

1. Android hat einen vorbildlichen Update-Zyklus

Android gehört zu den mobilen Systemen, die am besten gepflegt werden. Google veröffentlicht alle 6 Monate ein größeres Update, einen Überblick findet ihr hier. Vergleichbares gibt es nur bei Apple oder Microsoft.

2. Fragmentierung ist die systemische Begleiterscheinung einer grundsätzlich positiven Entwicklung

Schauen wir kurz zu Apple und iOS rüber. Apple verkauft immer nur ein aktuelles Telefonmodell mit iOS, parallel dazu noch den iPod touch und die iPhone-Vorgängergeneration, die dann aber nicht mehr so aktiv vermarktet wird. Gleichzeitig kontrolliert Apple die Hardware- und die Software-Basis und das gesamte Ökosystem. Und trotz dieser umfassenden Kontrolle, trotz idealer Voraussetzungen fragmentiert das System! Mein Kollege Nico hat mir neulich erzählt, was für eine Enttäuschung iOS 4 auf seinem alten iPod touch gewesen ist. Das Gerät war schneckenlahm und kaum noch bedienbar. iOS 5 und 6 wurden zum Glück von Apple nicht mehr angeboten.


Die aktuelle Verteilung der Android-Versionen. Gingerbread dominiert, Jelly Bean ist nur auf 1,8 Prozent der Geräte vertreten / (c) Google

Dieses Beispiel zeigt, dass Fragmentierung die unausweichliche Begleiterscheinung einer Software-Entwicklung ist. Mehr noch: Je schneller sich ein System entwickelt, desto stärker wird es auch Zerfasern. Es gibt keine Alternativen dazu und man sollte die Fragmentierung daher nicht als Problem dämonisieren, sondern muss sie als natürlichen Bestandteil einer an sich positiven Entwicklung akzeptieren. Das Fazit einer knapp 1 Jahr alten Studie des Marktforschers WDS bringt es in meinen Augen auf den Punkt: "Unsere Untersuchung hat keinen inhärenten Fehler der Android-Plattform gefunden. Seine Offenheit hat dem Ökosystem vielmehr zu einer unglaublichen Größe in einer phänomenalen Geschwindigkeit verholfen, und dieser Erfolg stellt sich jetzt als Herausforderung dar."

3. Neue Software kommt zeitnah auf die Telefone

Ich habe mir einfach mal ein paar Flaggschiff-Modelle der letzten Jahre stichprobenartig herausgegriffen und mir jeweils genau angeschaut, wie der Software-Support der Hersteller ausgesehen hat. Die Ergebnisse sprechen für sich, denke ich:

HTC Dream / T-Mobile G1

  • Oktober 2008 Marktstart mit Android 1.0
  • Februar 2009 Update auf Android 1.1 – Intervall: 4 Monate
  • Mai 2009 Update auf Android 1.5 – Intervall: 3 Monate
  • Oktober 2009 Update auf Android 1.6 – Intervall: 5 Monate
  • Finale Version: Android 1.6 – Supportzeitraum: 12 Monate

Motorola Milestone

  • November 2009 Marktstart mit Android 2.0
  • März 2010 Update auf Android 2.1 – Intervall: 4 Monate
  • März 2011 Update auf Android 2.2 – Intervall: 12 Monate
  • Finale Version: Android 2.2 – Supportzeitraum: 16 Monate

HTC Desire

  • März 2010 Marktstart mit Android 2.1
  • August 2010 Update auf Android 2.2 – Intervall: 6 Monate
  • August 2011 Update auf Android 2.3 – Intervall: 12 Monate
  • Finale Version: Android 2.3 – Supportzeitraum: 18 Monate

Samsung Galaxy S

  • Juli 2010 Marktstart mit Android 2.1
  • November 2010 Update auf Android 2.2 – Intervall: 4 Monate
  • März 2011 Update auf Android 2.2.1 – Intervall: 4 Monate
  • Juni 2011 Update auf Android 2.3.3 – Intervall: 4 Monate
  • September 2012 Update auf Android 2.3.6 – Intervall: 14 Monate
  • Finale Version: Android 2.3.6 – Supportzeitraum: 26 Monate

LG Optimus Speed

  • März 2011 Marktstart mit Android 2.2
  • November 2011 Update auf Android 2.3 – Intervall: 8 Monate
  • Finale Version: Android 2.3.6 – Supportzeitraum: 8 Monate

Samsung Galaxy S2

  • Mai 2011 Marktstart mit Android 2.3
  • Februar 2012 Update auf Android 2.3.6 – Intervall: 9 Monate
  • April 2012 Update auf Android 4.0 – Intervall: 2 Monate
  • Update auf Jelly Bean so gut wie sicher – Supportzeitraum: <17 Monate

Sony Ericsson Xperia Arc S

  • Oktober 2011 Marktstart mit Android 2.3
  • April 2012 Update auf Android 4.0 – Intervall: 6 Monate
  • Finale Version: Android 4.0 

Alle Angaben sind ohne Gewähr und natürlich ist meine kleine Auswahl nicht repräsentativ, natürlich gibt es auch "schwarze Schafe" wie das Motorola Razr, das erst jetzt ein Update bekommen hat, das bereits vor mehr als 8 Monaten versprochen wurde. Aber gewisse Entwicklungen lassen sich durchaus ableiten. An erster Stelle steht die Erkenntnis, dass die Modellpflege der Hersteller besser ist als gemeinhin angenommen. Die meisten der hier gezeigten Modelle haben zwei bis drei Android-Versionen erlebt, wobei das erste Update in der Regel zwischen 5-6 Monate nach Marktstart erfolgte. Das scheint der Zeitraum zu sein, den die Hersteller benötigen, um die neue Version an ihr Modell anzupassen, die Änderungen mit Google abzustimmen und dann den Rollout zu organisieren.

Nicht berücksichtigt habe ich Geräte, die über Netzbetreiber verkauft wurden, ganz einfach, weil ich hier ebendiese in der Pflicht sehe und nicht die Hersteller. Und das ist eine andere Baustelle.


Android-Entwicklung der letzten drei Jahre: phänomenales Wachstum / (c) Google

Anspruch contra Realität

Nicht berücksichtigt sind außerdem die Midrange- und Einsteiger-Modelle, ich habe mich ganz bewusst auf die Flaggschiffe konzentriert, weil ich die Hersteller vor allem hier in der Update-Pflicht sehe. Und an dieser Stelle kommen wir meiner Meinung nach zur grundsätzlichen Ursache der "Update-Problematik": Die Anspruchshaltung einer bestimmten Kundengruppe, der Smartphone-Tekkies, ist dermaßen hoch, dass ein Hersteller sie eigentlich nur enttäuschen kann.

Unter Smartphone-Tekkies fasse ich jetzt einfach mal alle Menschen zusammen, die Meinungsmultiplikatoren im Internet sind, in erster Linie also Blogger, Kommentatoren in Sozialnetzwerken, Foren-Mitglieder. Diese Gruppe ist relativ überschaubar, aber sie hat eine große Macht, weil sie sich im Gegensatz zur schweigenden Mehrheit ein Fachwissen angeeignet hat und dieses digital manifestiert. Ihre Meinung hat Gewicht und wird von hundertausenden Menschen gelesen und übernommen. Der Tekkie schafft Realitäten wo vorher in der Regel nur Ahnungslosigkeit herrschte.

Und der Tekkie ist der Meinung, dass er mit einem Smartphone eine quasi lebenslange Update-Garantie dazu gekauft hat. Und zwar unabhängig von der Preisklasse. Jedenfalls bekommt man diesen Eindruck, wenn man sich so durch das Internet liest.

Beispiel Galaxy S: Samsung hat für das Modell (Baujahr Juli 2010) erst kürzlich ein Update auf Android 2.3.6 veröffentlicht – zusammen mit einem so genannten Value Pack, das einige Funktionen von Android 4 nachreicht. Statt sich darüber zu freuen, regen sich die meisten Tekkies darüber auf, dass Samsung kein natives Android 4 liefert.

Beispiel Sony Xperia Arc S: Sony hat angekündigt, dass es für das ehemalige Flaggschiff (Baujahr: Oktober 2011) kein Update auf 4.1 Jelly Bean geben wird, sondern "nur" Android 4.0.x – und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Zitat auf Facebook

"OMG, no JB update for Xperia 2011 lineup? remember the financial problems? now you lost half of our customers. thanks and goodbye, NEVER AGAIN SONY!!!"


Base Lutea für 155 Euro: Ein Kommentar unter der Update-Ankündigung auf Version 2.2 im E-Plus-Blog: "Wann kommt das nächste Update?" / (c) E-Plus

Das halb volle und das halb leere Glas

Nun gibt es ja die Update-Garantie von Google und fast allen großen Herstellern, die auf der letztjährigen Google I/O bekannt gegeben wurde, also im Mai 2011. Demnach sollen alle Android-Smartphones der beteiligten Hersteller 18 Monate lang immer die neueste Android-Software erhalten. Ein vollmundiges Versprechen, dass bisher leider kaum eingehalten wurde, wie wir ja alle heute wissen.

Abgesehen davon, dass die Kriterien für diese Garantie nie konkret ausformuliert wurden (alle Modelle? 18 Monate lang Updates oder garantierte Updates auf die Android-Versionen, die innerhalb der besagten 18 Monate vorgestellt werden?), hat mich das nicht überrascht. In Anbetracht der Vielfalt der Geräte und Chipsätze schien mir diese Initiative schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Momentan funken mehr als eine halbe Milliarde Android-Smartphones weltweit, Tendenz stark steigend. Wenn die 18 Monate lang immer aktuelle Systemversionen beziehungsweise intensiven Support bekommen sollen, dann werden keine neuen Geräte mehr veröffentlicht, weil die Hersteller nur noch mit Software-Anpassungen beschäftigt sind.

Ich habe mich damals aber über die Update-Akündigung gefreut, weil sie mir gezeigt hat, dass die Unternehmen an dem Thema dran sind und es ernst nehmen. Und auch wenn die 18 Monate (bisher) kaum eingehalten werden, finde ich es klasse, dass überhaupt neue Versionen für alte Smartphones entwickelt werden. Entgegen der von den Tekkies transportierten Meinung gibt es nämlich keine Garantie darauf mit dem Kauf. Genauso wenig, wie es Waschpulver gratis dazu gibt, wenn ich mir ein Hemd kaufe.

Wenn ich ein Smartphone kaufe, dann habe ich das Anrecht auf ein funktionsfähiges Produkt ohne Bugs und Sicherheitslücken. Punkt. Alles andere liegt im Ermessen der Hersteller.

Und die bewegen sich ständig in einem anstrengenden Spagat, zwischen den hohen Erwartungen einer meinungsmächtigen Minderheit, die alles immer sofort braucht, und den viel niedrigeren Anforderungen einer schweigenden Mehrheit, die ein Telefon mit Apps, E-Mail und Internet haben will, das schlicht und ergreifend funktioniert. Ich habe viele Freunde und Bekannte mit Android-Telefon, denen es egal ist, ob ein Update kommt oder nicht, weil alles rund läuft und fertig.

Wenn sie Pech haben, dann lesen sie allerdings einen Artikel in der c't mit dem Untertitel "Android-Smartphones altern rapide: Software-Updates kommen im Schnitt mit einer Verspätung von einem Dreivierteljahr – falls überhaupt."

oder sie stolpern über eine Infografik von Statista mit dem Untertitel "Update im Schneckentempo" und im schlimmsten Fall denken sie dann, dass sie einen Schrotthaufen von Telefon in der Hand halten, der total veraltet ist.

Dabei könnte man den ganzen Sachverhalt doch auch anders herum interpretieren. Statt zu konstatieren, dass Android-Smartphones rapide altern, könnte man schreiben, dass sich das Android-System in einem atemberaubenden und historisch beispiellosen Tempo entwickelt. Statt sich über Updates im Schneckentempo aufzuregen, könnte man die aktuelle Update-Frequenz mit der Situation vor 5 Jahren vergleichen und würde feststellen, dass Smartphones noch nie so guten Herstellersupport erhalten haben wie heute.

Im Laufrad

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass uns Tekkies manchmal das Maß fehlt, weil wir qua Job oder Interesse in einer "höher, schneller, weiter"-Mentalität gefangen sind, die der sich rasant entwickelnde Markt in unsere Köpfe gepflanzt hat. Die Ironie daran ist, dass wir das Tempo dieser Entwicklung gerne kritisieren, ohne dabei zu berücksichtigen, dass wir sie selbst mit unseren Texten, Videos und Kommentaren beschleunigen. Wir vergessen manchmal, dass wir uns in unserem Laufrad selbst antreiben.

Daher mein Appell: locker bleiben und manchmal einfach das Tempo rausnehmen.

Titelfoto: www.zeichnen-forum.de /pixelio.de

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Kommentare

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  • Michael-Oliver W.
    • Mod
    13.10.2013 Link

    Das LG Optimus Speed hat Android 4.0 auch bekommen ;)

    0
  • Peter Hanke 08.02.2013 Link

    @Thomas Seeling
    Sehe ich auch so. Mir geht es auch nicht unbedingt um neue Features in den Updates. Es geht mir darum ein aktuelles System zu haben bei dem möglichst wenig bekannte Sicherheitslücken und Bugs enthalten sind. Googles Update Garantie ist für mich nichts wert. Die Realität sieht anders aus, siehe z.b. die heutige News zum Xperia T. Da wird heute berichtet das Sony jetzt anfängt eine 4 Monate alte Version von Android als Update heraus zu geben.

    0
  • User-Foto
    netjunkie 05.12.2012 Link

    Danke Andreas! Einer der besten Blogs, die ich je gelesen habe.
    Ist nur leider ein bisschen wie Perlen vor die Säue werfen.

    Diejenigen die dem Artikel zustimmen, hatten auch vorher eine gesunde Einstellung zum Thema Updates, die anderen werden ihre Mein ung zu diesem Thema leider trotzdem nicht ändern.

    Man sieht es ja in den Kommentaren. :-)

    0
  • Tuxedo 17.10.2012 Link

    Ich kann Sebastian Preisner nur zustimmen. Man kann aber auch irgendwie verstehen dass HTC kein Interesse daran hat "alte" Geräte ständig mit einem Update zu versorgen.
    Was ich allerdings nicht verstehen kann, warum man es dann nicht der Community überlässt. Das könnte den Hype um eine bestimmte Gerätemarke doch noch weiter anheben... Einfach eine Möglichkeit finden nach 18 Monaten oder so die Treiber zu publizieren. Dann ist es an CM (und wie sie alle heißen) eine neue Version rauszubringen. Der Hersteller hat keine Arbeit mehr damit, die Community hyped den Hersteller und ist glücklich.

    0
  • Tarik 11.10.2012 Link

    @Sebastian Preisner: Ganz davon ab, wie sehr man HTC's Updatepolitik nun rügen darf/sollte - du kannst in dieser Beziehung niemals ein Nexus-Gerät mit Nicht-Vanilla-Geräten (Sense, TouchWiz etc.) vergleichen.

    0
  • Sebastian Preisner 11.10.2012 Link

    Tut mir leid aber ich kann dem ganzen einfach nicht zustimmen... z.B. mein Desire HD ist zeitgleich mit dem Galaxy Nexus raus gekommen. Mein letztes Update ist schon so lange her das ich schon nicht mehr weiß wann es war, das Galaxy Nexus hingegen hat kürzlich erst Android 4.1 erhalten. Beide Geräte gehörten beim start zur Android Elite! Wenn ich mir ein Smartphone für über 600 Euro kaufe, sprich eines der Spizenmodelle, dann erwarte ich auch einen gewissen Support für diesen Preis. Bei den mittelklasse bis einsteigerklasse Modellen kann ich das noch verstehen das es nur das Update innerhalb der jeweiligen Versionsnummer gibt (Sprich 2.2, 2.3, 2.3.6) und keine großen Versionssprünge.
    Mindestens 1 1/2 Jahre sollten updates fließen und das zügig, sprich innerhalb von den ersten 2 Monaten. Immerhin kaufe ich mir ein Spitzenmodell da ich die nächsten 2 Jahre damit auskommen möchte und nicht nach einem Jahr frustriert auf darüber bin das es schon keine Updates mehr gibt.
    Aus diesem Grund ist HTC für mich vorerst gestorben. Das dort keine Updates für die Flagschiffe kommen ist verständlich da sie sich nicht auf eine kleine Anzahl an geräten orientieren sondern am besten 5 und mehr Geräte in der Liga spielen lassen wollen und alle 2 Monate gibt es ein verbessertes Modell zum besten Modell....

    0
  • Tarik 09.10.2012 Link

    @VauJot: Du hast offenbar deine liebe Not, den Unterschied zwischen Treibern und einem Betriebssystem (!) zu erkennen.
    Treiber beinhalten einen vergleichsweise kleinen Code zum Ansprechen der Hardwareschnittstellen. Dass Samsung die Treibersoftware dann für Mac, Linux und Windows kompiliert hat, mag dir dann quantitativ imposant erscheinen. Tatsächlich hat das aber maximal einen Mitarbeiter maximal einen Tag Arbeit gekostet. Vermutlich sogar nicht mal eine Stunde.
    Ein Betriebssystem zu aktualisieren und beim Update alle Faktoren zu bedenken bedarf da eines ganz anderen Aufwands.
    So kann (z.B.) die neue Camera-API dafür sorgen, dass die Telefon-App nicht mehr funktioniert usw.
    Es muss alles bedacht werden und vieles ist verknüpft. Darum treten auch so oft Bugs nach Updates auf. Mein S2 lief z.B. unter 2.3.6 bedeutend besser als unter 4.0.3, aber was solls.

    0
  • Sebastian "Syntafin" A. 08.10.2012 Link

    Das mit dem HTC Desire kann ich auch nicht so stehen lassen!

    Hätte ich mir im Juni nicht mit CM7.2 endlich Android 2.3 geholt, so würde ich noch heute mit 2.2 rumgaugeln!
    Meinen Infos zufolge hat es HTC immer wieder zugesagt und abgesagt, angekommen ist es zumindest bei mir nie!

    0
  • Dean G...... 07.10.2012 Link

    Na dann lassen wir uns mal überraschen....so wie es jetzt ist geht es ja auch nicht weiter....Monate lang auf ein Update warten, und dann kommt es und mann merkt kaum was weil die Hersteller ihre Eigene Oberfläche drüber ziehen..also ich habe ein S3..aber mein nächstes wird auf jeden fall ein Nexus gerät werden...bin es leidt immer soooo lang zu warten..auch mein Tab hat wohl keine Chance ein Upate auf ICS....werde es wohl bald fla...die garantie läuft im Dezember ab..und dann wird das gemacht..immer diese ausreden, die Hardware wäre zu alt....Ich bin mal gespannt was uns 5.0 bringen wird, und ob es auf das S3 kommt..die ausrede das die Hardware nicht gut ist zählt da wohl nicht aber in 21 Monaten wird Samsung es wohl umgeschrieben haben...so long
    Dean

    0
  • User-Foto
    VauJot 07.10.2012 Link

    @Dean

    die zukunft bleibt einstweilen wilder spekulatius.

    am ende - kann ich mir vorstellen - bleibt auch für android und google kein anderes szenario übrig, dass auch für microsoft oder apple gilt. propertitäres system zu werden, weil man anders einheitlichen support nicht gewährleisten kann. letzters wird aber am ende der wesentliche faktor für das überleben eines komplexen, weit verteilten system sein, das auf unterschiedlicher hardware funktioniert.

    0
  • Dean G...... 07.10.2012 Link

    kann ich dir so nicht sagen..hört sich aber an das nur Nexus geräte..oder aber auch sammsung zbs..wenn sie es nicht geregelt kriegen dann Vanilia drauf bekommen....hier noch was...

    Was die Software-Updates für Nexus-Geräte angeht, so sollen diese nicht von den Geräteherstellern, sondern direkt von Google kommen; was den Zwang, Stock-Android zu verwenden, erklärt.

    Das klingt alles so, als ob Google nun verstärkt versucht, mehr Kontrolle über Android zu gewinnen – was einerseits gut ist, weil es unter anderem der vielbeschworenen Fragmentierung entgegen wirkt; andererseits könnte es aber auch zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führen: Tolle Features und zeitnahe Updates für Nexus-zertifizierte Geräte, während nicht Nexus-Geräte stiefmütterlich behandelt werden. Das ist nicht zwingend anzuprangern, wird aber zu einer neuen Situation mit Vor- und Nachteilen führen, auf die wir uns werden einstellen müssen.

    0
  • User-Foto
    VauJot 07.10.2012 Link

    @Dean

    "Das neue Customization Center"

    braucht das root rechte und kann ich damit auch app vom standard entfernen? nur look & feel ändern wäre zumindest mir zu wenig.

    falls ja, dann wäre das ein weg.

    0
  • Dean G...... 07.10.2012 Link

    HI.....
    das habe ich gerade gefunden..das wär ja super...NEXUS GERÄTE....nur noch..

    Das neue Customization Center

    Auch vom Customization Center hatte Frank schon am Donnerstag berichtet, nun wird es etwas konkreter. Über das Customization Center lassen sich zentral Änderungen am Look des User Interfaces vornehmen, vom Klingelton, über den Hintergrund bis hin zu kompletten Themes. Dabei gibt es zwei Neuerungen: Templates, die den Look der neuen dynamischen Symbole auf einen Schlag ändern (also Icon-Sets) und Filter, die, ähnlich wie Instagram, das Erscheinungsbild des UI variieren. Beziehen kann man neue Sets aus dem Play Store, auch die Geräte-Hersteller können ihre Themes über das Customization Center anbieten.

    Und jetzt wird es spannend: Versäumt ein Hersteller bei einem OS-Update rechtzeitig ein ebenfalls aktualisiertes Custom-UI bereitzustellen, wird die Geräte-Oberfläche eben auf Vanilla-Android gesetzt. Google will hiermit offensichtlich die von uns ohnehin ungeliebten Hersteller-UIs reglementieren, die zu oft dafür gesorgt haben, dass Software-Updates für Geräte mit starker Verzögerung oder überhaupt nicht ausgerollt wurden. Benutzer, die auf das Hersteller-UI nicht verzichten möchten, können dann freiwillig entscheiden, mit dem Update zu warten, bis der OEM nachgezogen hat.

    Wenn das wirklich so implementiert wird, verneigen und bedanken wir uns bei Google.

    0
  • GottSeth 07.10.2012 Link

    Was ist aus dem guten alten Credo geworden :
    "never change a running system" ?

    Das ist immer noch ein Telefon - wenn es mal so läuft wie ich das möchte (Apps, Root, etc. drauf), will ich mich gar nicht mehr um irgendwelche Updates kümmern müssen !

    0
  • User-Foto
    VauJot 07.10.2012 Link

    @Dirlan

    "solange das OS von der an passung des herstellers nicht getrennt wird, klappt das mit den updates nie. und wenn dann muss nach 18-24 Monaten support Schluss sein mit den updates - Punkt!"

    mit dem zusatz nach offizieller abkündigung eines produktes auf der homepage beim produkt des herstellers und providers, der es noch verkloppen will. und wir sind sogar einer meinung.

    das ist nämlich der nächste punkt: der handel. beim provider werden ja gerne mal auslaufmodelle oder ausgelaufene modelle als lockmittel genutzt und der verbraucher weiss es nicht. hier wäre kennzeichnungspflicht angesagt. achtung: für mich läuft der support aus.

    ~~~

    thema itler: ja und? schützt das vorm zugewinn von erkenntnis oder weiß man dann schon alles?

    thema leute bezahlen: solange konzerne noch satte gewinne machen - die macht man nach abzug aller kosten zu den auch löhne, kosten für webseiten oder rücklagen für investitionen gehören und steuern - ist die anzahl meiner tränen begrenzt.

    0
  • Jochen T. 07.10.2012 Link

    Nexus oder (bald) xperia s - nie wieder einen Dreck auf updates geben dank purem Android.

    0
  • Matthias Bauch 07.10.2012 Link

    Samsung hat im letzten Quartal 5,6 Milliarden Euro Gewinn gemacht.
    Schon klar, das reicht natürlich nicht um Updates zeitnah zu liefern.


    Der Steuercode-Bug der sich durch alle Versionen zieht ist noch keine zwei Wochen her und hier erklärt man mir das Updates nur für Tekkies wichtig sind.

    Stockholm-Syndrom anyone?

    0
  • Dirlan 07.10.2012 Link

    @vuajot: so sehe ich das nicht und treiber sind auch begrenzt - bin it'ler erklär mir das bitte nicht.
    und die Treiberunterstützung würde ich sogar noch radikaler kürzen...

    ich weiss ja nicht mit was du dein Geld verdienst, aber samsung hat 1.000ende Mitarbeiter deren gehälter bezahlt und somit Familien ernährt werden sollten. klar, manche kriegen mehr und manche weniger, aber das ist nun mal Marktwirtschaft...

    solange das OS von der an passung des herstellers nicht getrennt wird, klappt das mit den updates nie. und wenn dann muss nach 18-24 Monaten support Schluss sein mit den updates - Punkt!

    0
  • User-Foto
    VauJot 07.10.2012 Link

    @Dirlan

    "dass dir Hersteller mit updates kein Geld verdienen, mit neuen handies schon.
    wobei ich schon zig fach schrieb, dass sie es wie die navi-Hersteller machen sollten. in ihrer pc-software sollen sie update-abos zum kauf anbieten"

    was für ein schönes selbstverständnis als kunde. quasi das prinzip: "lieber lieferant meiner produkte, leiste einfach keine dienste, sondern nimm ich aus. ich mag das."

    ist dir eigentlich klar, dass der selbe lieferant, nehmen wir samsung, auf seiner webseite jahrelang treiber und software für seine drucker in unterschiedlichen versionen anbietet, selbst dann wenn sie nicht mehr zu erwerben sind und das ohne jede zusatzkosten? was wäre das ein gezeter, würde samsung es bei druckern, notebooks und anderer peripherer gerätschaft dafür genauso handhaben wie bei smartphones.

    einfach mal drüber nachdenken.... ;-)

    0
  • Dirlan 06.10.2012 Link

    @Frank: ausgemachter schmarren was du schreibst. du bist genau so einer wie Andreas schreibt. 100% Sicherheit gibt es nie und android ist in zig Firmen im Einsatz. da sage ich nur activesync und remotewipe...

    @Andreas: super Artikel!!! vielleicht wäre noch erwähnenswert, dass dir Hersteller mit updates kein Geld verdienen, mit neuen handies schon.
    wobei ich schon zig fach schrieb, dass sie es wie die navi-Hersteller machen sollten. in ihrer pc-software sollen sie update-abos zum kauf anbieten. zB 25,- lifetime updates wobei lifetime bedeutet, so lange das gerät supportet wird und die Hardware ausreicht...

    0
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