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"amazon(en) im Paradies?" - Oder warum der amazon App Store im "walled garden" einen Apfel gepflückt hat

Fabien Roehlinger
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Android steht für Offenheit, für die Möglichkeit fast alles mit seinem Gerät machen zu können. Und es steht natürlich auch dafür, dass App-Entwickler viele Freiheiten haben - mit allen Vor- und Nachteilen. Google, als Betreiber des offiziellen Android Markets prüft keine Apps bevor sie online gestellt werden. Dadurch konnte auch schon einige bösartigen Apps den Weg in den Market finden. Auf der anderen Seite macht das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View Entwicklern auch keine Vorschriften zu welchem Preis sie ihre Apps zu verkaufen haben. Es werden auch dem User an sich keine Steine in den Weg gelegt: ein Android-Nutzer kann Apps selbstständig auf seinem Gerät installieren; gekaufte Apps können auch sehr einfach auf anderen Android Devices installiert werden.

Apple - paradisiesische Umsätze durch harte Regeln
Bei Apple lässt man solche Freiheiten nicht zu. Hier werden sowohl die Entwickler, als auch die Nutzer selbst in Schranken gewiesen. Das Unternehmen mit dem angebissenen Apfel kontrolliert so komplett das eigene Ecosystem. Es ist genau festgelegt wie eine App auszusehen hat, es gibt feste Preisstaffeln für die verkauften Apps, ein Nutzer muss sich über iTunes registrieren um überhaupt ein iPhone nutzen zu können...

Unterschiedlicher könnten die beiden Strategien gar nicht sein. Während Android sich rasend - gerade wegen seiner Offenheit - verbreitet, kann Apple durch die harte Kontrolle riesige Umsätze und Gewinne einfahren. Es gibt beim iPhone-Betriebssystem iOS kein Weg an Steve Jobs vorbei. An jedem Umsatz der auf der Apple-Plattform getätigt wird, verdient das Unternehmen mit.

"Die Mauer muss weg" - oder warum die Freiheit in Gefahr ist
Die hohen Gewinne durch das Verkaufen von Apps wecken natürlich Begehrlichkeiten. Es sind aber noch andere Tatsachen, die Android ein wenig "Apple" werden lassen. Meine These ist, dass es der Content ist, mit dem man dauerhaft Kunden an sich bindet. Allerdings nur dann, wenn man dafür sorgt, dass sogenannte "walled gardens" entstehen. Von einem "walled garden" - also einem eingezäunten Garten - spricht man dann, wenn ein Ecosystem komplett abgeschirmt ist. Das ist eben bei Apple so. Aber auch bei Vodafone im 360-, oder bei Microsoft im neuen Phone 7-Store. Kauft man dort eine App oder anderen Content ein, kann man letztlich nur über genau dieses Ecosystem diesen Content nutzen.

Dies produziert "Switching Costs" - also Kosten, die dann entstehen, wenn ich von einem Ecosystem zum anderen wechseln will. Habe ich beispielsweise für 100 Euro Apps bei Apple gekauft, müsste ich wieder in etwa dieses Geld in einem anderen Ecoystem investieren um die selbe Software parat zu machen. Kunden werden also immer tröger in andere Ecosysteme zu wechseln.

Bei Android, als offenes Betriebssystem, gab es solche "walled gardens" bisher nicht. Natürlich konnte man keine Android Apps bei Apple laufen lassen. Aber es war egal ob man eine App mit einem Android HTC-, Samsung- oder LG-Device gekauft hat. Einmal gekauft, lief eine Android App quasi überall, solange man sie natürlich wieder über die eingekaufte Quelle neu geladen hat. Für Kunden von Hardware ist das natürlich der Optimalzustand. Auf diese Weise hatte man den höchsten Grad von Freiheit.

Warum schreibe ich hier in der Vergangenheit? Weil sich immer mehr abzeichnet, dass das Paradies - wenn man das so pathetisch sagen darf - durch den Biss in den Apfel in Gefahr gerät.

Amazon baut den ultimativen Android Walled Garden
Wenn es ein Internetunternehmen gibt, das etwas von eCommerce versteht, ist es amazon. Und ich bin mir sicher: der App Store - sofern er sich so nennen darf - wird ein voller Erfolg werden. Und das, obwohl amazon knallhart zu Entwicklern und auch zu seinen Kunden ist. Entwickler haben beispielsweise keinen Einfluss darauf zu welchem Preis ihre App tatsächlich verkauft wird. amazon kann vom normalen Preis im Android Market bis zu 50% Abschlag vornehmen ohne sich vorher die Erlaubnis vom Entwickler einholen zu müssen.

Kunden werden ebenfalls von einigen Features des amazon Appstores wenig begeistert sein. Heise.de hat beispielsweise kürzlich einen Test des Appstores durchgeführt und dabei herausgefunden, dass amazon alle App-Käufe knallhart an sich bindet. Im konkreten Fall war es so, dass Apps sich nicht mehr starten ließen, als man den amazon-Account deaktiviert hatte. Die über amazon gekauften Apps werden über ein eigenes DRM-System geschützt. Hierbei generiert laut Heise.de amazon einen Token, der periodisch mit den amazon-Servern kommuniziert. So kann verhindert werden, dass die App nicht illegal auf dem Telefon installiert wurde. Wenn man allerdings längere Zeit nicht online war - im Urlaub beispielsweise - wird man eine App nicht mehr verwenden können.

amazon versucht damit eine enge "Kundenbindung" zu erreichen. Das geht soweit, dass amazon Kunden sogar fragt, ob man bereits anderweitig gekaufte Apps mit dem amazon-Account verbinden möchte. Bejaht man die scheinbar harmlos wirkende Frage ("Diese Applikation ist auf ihrem Gerät bereits installiert, aber nicht mit ihrem Amazon-Account verbunden. Soll sie gelöscht und durch die Amazon-Version ersetzt werden?"), ist man unweigerlich auch bei dieser App mit dem eCommerce-Riesen "verheiratet". 

Heute amazon, morgen HTC - und übermorgen?
Dieses aggressive Verhalten bei der Kundenbindung unter Android dürfte nicht lange folgenlos bleiben. Wie bereits gesagt: erfolgreich umgesetzte walled gardens sind echte Kundenbindungsgaranten. Wer würde denn schon zukünftig nicht wenigstens im Android Store von amazon stöbern, wenn es bereits jede Menge Apps gibt, die man sich irgendwann dort zugelegt hat? Immerhin wäre das ganze eingesetzte Geld verloren, würde man amazon den Rücken zudrehen.

Digitaler Content bei Smartphones - also eBooks, Musik, Apps/Games und Filme - sind also echte Zugpferde. Das erkennen auch immer mehr die Hardwarehersteller. HTC beispielsweise macht sich auch immer mehr daran Zukäufe im digitalen Bereich zu tätigen. Hinzu kommt, dass HTC auch immer mehr dazu übergeht Apps auf die hauseigene Sense-Oberfläche zu portieren. Sprich: kauft man im HTC-Store eine angepasste App, ist man ebenfalls an den taiwanesischen Smartphone Hersteller gekoppelt. Und mit jedem Kauf wird das ein bißchen mehr... 

Es ist also sicherlich eine Frage der Zeit bis Telekommunikationsunternehmen und auch Hardwarehersteller auf diesen Zug aufspringen. Das Handeln mit Apps ist schließlich nicht nur ertragreich - es könnte sogar überlebenswichtig sein.

Will Google wieder die Kontrolle über den Content erlangen - und... gerät deshalb alles außer Kontrolle?
Die Frage ist, wie Google mit dieser Tatsache umgeht. Walled gardens können an sich nicht im Interesse von Google sein. Immerhin würde auch Google einen erheblichen Einfluss verlieren was eigentlich alles mit ihrem Betriebssystem passiert. Außerdem will man sich sicherlich dauerhaft auch nicht die Butter vom Content-Brot nehmen lassen. Es ist also gut möglich, dass Google alleine schon deshalb den Sourcecode von Android 3.0 zurückhält und man auch heute lesen konnte, dass Google bestrebt ist wieder mehr Kontrolle über das beinahe außer Kontrolle geratene Android zu erlangen.

Zu welchem Preis aber geschieht dies? Es ist ein sehr schmaler Grad, den Google hier gehen kann. Android ist nur aus einem Grunde derzeit so erfolgreich: es ist Open Source, die Hardwarehersteller können es kostenlos verwenden und auf ihre Bedürfnisse anpassen. 

Hand auf's Herz: wieviele wissen von Euch wieviel Megapixel ihre Cam hat oder welche Geschwindigkeit ihre CPU hat
Mit Hardware lässt es sich kaum mehr differenzieren. Klar, es gibt einige Hardwareausnahmen, wie jetzt das XPERIA Play, das ganz bestimmte Käuferschichten anspricht. Aber in Wahrheit kann man heute mit Hardware die Masse nicht mehr erreichen. Vor einiger Zeit reichte es noch zu schreiben "...mit toller 2 Megapixel-Kamera...". Heute ist das den meisten Menschen herzlich egal. Wichtig ist, dass man Bilder machen kann. Das aber bietet schließlich quasi jedes Telefon! 

Die Hardwarehersteller stecken also in einem tiefen Dilemma, wenn sie nicht eigene Oberflächen, wie Sense & Co. anbieten können. Denn nur so können sie sich von der Konkurrenz differenzieren. Würde jeder die normale Android Oberfläche auf dem Telefon haben, wäre man als Telefonhersteller schlicht austauschbar. Das mag aus Kundensicht toll sein. Für die Hardwarehersteller wäre es eine Katastrophe. Würde so etwas tatsächlich von Google zukünftig gefordert werden - was ich nicht glaube - es wäre fatal für Android! Hersteller müssten sich schleunigst auf eigene Betriebssysteme konzentrieren, um hier nicht in Preisschlachten verwickelt zu werden. Denn das wäre unweigerlich die Folge daraus: es ginge nur noch darum, wer mir das Telefon mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Hardware baut. Das wiederum ist ein nicht kalkulierbares Risiko für die Unternehmen...

Android braucht vielleicht leichte Kontrolle - aber vor allem absolute Offenheit
Wie gesagt: ich kann mir nicht vorstellen, dass Google tatsächlich einen so harten Schritt plant. Aber dennoch sollten alle Befürworter der neuen Google-Kontrolle überlegen was das am Ende des Tages bedeuten könnte: das Abwenden der eigenen Strategie, der Verlust der großen Innovationstreiber und den Verlust der großen Supporter wie HTC, Samsung & Co. 

Wäre das der Fall: was wäre dann aus Android geworden? 
 

Wie auch immer: ich sehe gerade die oben beschriebenen Entwicklungen mit einer gewissen Sorge. Sowohl die neuen "walled gardens", als auch die Überlegungen restriktiver mit Partnern umzugehen. Es sei mir von daher erlaubt nochmal meinen weiter oben erwähnten Pathos auszukramen und - ganz in Berliner Manier und mit Augenzwinkern - zu sagen:

"Die Mauer muss weg!"

 

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Kommentare

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  • Markus Oberender 31.03.2011 Link

    Ist denn HTC Sense oder Touchwiz wirklich so ein großes Verkaufsargument? Vielleicht war es früher so, als Andoid noch nicht so weit entwickelt war und die Oberfläche der Hersteller wichtige Erweiterungen und Vorteile bot. Aber mittlerweile sind doch auch die Oberflächen ziemlich austauschbar. Eine echte Differnezierung hat man derzeit Imo nur noch beim HTC Scribe, das mit dem Stift einige Zusatzfunktionen bietet, die andere nicht bieten.

    Amazon Appstore habe ich mit Absicht bisher noch nicht geladen (keine Ahnung, ob es in D verfügbar ist). Denn die Sache mit den die Arbeit verweigernden Apps, wenn man längere Zeit mal nicht online war, hat mich total abgeschreckt. So etwas finde ich total unattraktiv. Dann warte ich eben, bis es eine App im Android Market gibt. Im Übrigen muss man sich beim Kauf digitaler Inhalte mit DRM sowieso im Klaren sein, dass man sie nicht ewig nutzen können wird. Das hat schon mehr den Charakter eines Mietvertrags.

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  • Mario B. 31.03.2011 Link

    OMG, bis zu diesem Zeitpunkt habe ich auf den Amazon App Store (wenn er denn wie Du schon schreibst so heißen darf) gewartet, aber eine derartige Bindung will ich mit denen sicher nicht eingehen. Dann hole ich mir lieber doch ne Kreditkarte.

    Ich fänd es ebenfalls fatal wenn Google explizite Hardwarevorgaben macht, jedoch würde ich es begrüßen wenn die Hersteller ihre UI´s zum Download anbieten würden und so den Kunden die Entscheidung überließen welche Oberfläche sie denn nutzen wollen.

    LG Mario

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  • Fabien Roehlinger 31.03.2011 Link

    Das mit den Oberflächen ist ein absolutes Verkaufsargument: hat man sich daran gewöhnt, will man sie eben nicht mehr missen. Der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier. Ich bin mir auch sicher, dass HTC gerade noch sehr viel mehr an Sense arbeitet und bald Neuerungen präsentieren dürfte...

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  • Christian Brüggemann 31.03.2011 Link

    Sehr guter Blog. Du hast es auf den Punkt getroffen!

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  • Manuel K. 31.03.2011 Link

    sehr schöner Artikel! Ich bin ja für mehr Kontrolle im Market!

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  • AndroPet 31.03.2011 Link

    MoinMoin
    Es gibt Menschen, die können mir komplexe Themen immer wieder leicht verständlich machen. Zu diesen gehört seit einiger Zeit auch Herr Röhlinger!!! Danke für Deine Vielseitigkeit und Bodenständigkeit, lieber Fabien! Vom Liegestütz bis zur Analyse...
    Mir würde was fehlen, wenn "Gartenzäune" zunehmen würden, denn ich probiere und nutze verschiedenste Anwendungen auf meinem Milestone.
    Oft habe ich eher ironisch die Idee ein Problem mit einer neuen App zu lösen (nach dem Motto: ob´s dafür wohl ´ne App gibt...) - und schon gab es eine... bemerkenswert!!

    Vielen Dank an alle ANDROIDPITer! Ich finde Eure Arbeit Klasse!
    Ahoi (von ca 200 km nördlich)

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  • Tony Z. 31.03.2011 Link

    Klasse Blog, Fabien!

    Ich sehe das Ganze auch kritisch. Vor allem HTC und Samsung bauen gerade ihre eigenen Ökosysteme auf (bei htc die neuen Dienste für Filme und Spiele, bei Samsung die Hubs), die anderen Hersteller werden bald nachziehen. Jetzt kommt Amazon noch mit ihrem App Store usw. Das ist meiner Meinung nach die wirklich problematische Fragmentierung bei Android, nicht die verschiedenen OS-Versionen, das sieht ja mittlerweile auch gar nicht mehr so dramatisch aus.
    Das Problem ist völlig selbstgemacht vom Google. Amazon hat doch nur eine Chance, weil der Market teilweise so schlecht ist. HTC/Samsung können doch bloß ihren eigenen Content verkaufen, weil Google nix ähnliches bietet. Erst jetzt kommen ja Google Music/Movies/Books, meiner Meinung nach viel zu spät. Auf den Punkt gebracht finde ich, dass Google das Problem der Fragmentierung nur lösen kann, wenn sie es schaffen, ein attraktives, der Konkurrenz überlegenes Google-Ökosystem zu schaffen, sprich riesiges Angebot an Filmen etc. zu guten Preisen, interessante Dienste, besserer Market, usw.

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  • Josef Leeb 31.03.2011 Link

    Als ich von dem "Geschäftsmodell" von amazon gehört habe, habe ich meinen Zugang bei amazon.com sofort löschen lassen. Ich habe als Compi ein Macbook pro, aber bisher bin ich auch ohne Teilnehme am Appstore von Herrn Jobs vorbeigekommen. Die Updates erhalte ich ohne Apple-ID, falls jedoch eine Registrierung erforderlich sein, werde ich mich von meinem Macbook wohl trennen.

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  • Luuu 31.03.2011 Link

    Ich glaube wenn dieser Artikel kurz nach dem start vom "AppMarket" hier gestanden hätte, wären einige User nicht so wild dahinter her gewesen unbedingt den Zugriff auf diesen Market zu bekommen =)

    Das zb. HTC Sense heute noch ein großes Verkaufsargument ist, glaube ich persönlich nicht wirklich. Sicherlich gibt es einige User die auf Sense schwören und es auch nicht mehr missen wollen, auf der anderen Seite gibt es aber auch genug User die Sense durch einen alternativen Launcher ersetzen. Sei es durch den Launchern aus dem Market oder durch CustomRoms.

    Für mich ist eher wichtig wie google gegen diese "Insellösungen" vorgehen will.
    Alles "dicht" machen wäre sicherlich der falsche Weg. Ein Paypal System oder andere Zahlungsmöglichkeiten hätte google schon vor einiger Zeit einführen müssen. Vielleicht sollte google in der art einen Riegel davor schieben, in dem sie verbieten das gekaufte Apps in andere "Markets" übertragbar sind.
    Aber ich glaube dann wird das geschreie auch wieder losgehen =)

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  • ©h®is 31.03.2011 Link

    schöner blog
    das Amazon drm geht gar nicht!!!
    Ich will apps auch im Flugzeug modus nutzen, zb spiele!
    ich hoffe, dass sich das nicht durchsetzt, bei mp3s hat es auch nicht funktioniert

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  • Werner E. 31.03.2011 Link

    ich sehe die Schritte von Google derzeit eigentlich recht positiv
    wenn ich mir anschau wie schnell zb HTC neue Hardware rausbringt (Desire, Desire HD, Desire S und dann sicher bald noch was mit Dual Core und 3D) dann finde ich muss dem einfach etwas Einhalt geboten werden
    durch die Masse an Hardware leidet die Updatepolitik zunehmend und nicht weil es arbeitsintensiv ist sondern weil man alte Produkte "fallen" lässt (bestes Beispiel: das Desire HD rom läuft auch auf dem normalen Desire)

    ich erhoffe mir gerade aus der Zusammenarbeit mit ARM eine Entwicklung zu einer Updatepolitik die laufend Bugfixes direkt von Google liefert
    schnelle Bugfixes sollte es einfach immer geben und die Updates der Hardwarehersteller sollten eher in richtung App Update gehen sei es jetzt eine Mail App, oder der Launcher

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  • Manuel K. 31.03.2011 Link

    Ich habe mir das Desire HD auch nur wegen Sense gekauft (und des guten Gesamtpaket). Es sieht alles so schön einheitlich aus. Das "nackte" Android will mir einfach nicht gefallen. Und für mich wird auch in Zukunft Sense DAS Kaufargument sein.

    Auf meinem letzten Handy (i8910) hatte ich SPB Mobile Shell drauf. Dieses habe ich so modifiziert, dass es am ende wie Sense ausgesehen hat. Man kann mich also als absoluten Sense Fan bezeichnen :)

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  • Markus Oberender 31.03.2011 Link

    Ich besitze ein Gerät mit Sense und eines mit Touchwiz und mir persönlich wäre es Wurscht welche Obefläche mein nächstes Gerät hat. Ich sehe in den Oberflächen für mich keinen besonderen Mehrwert. Gerne dürfte es auch nur Stock Android sein.

    HTC bietet afaik diese Insellösung für Filme nur deshalb an, weil sich die Rechteinhaber weigern, einem Verkauf der Filme über eine allgemeine App zuzustimmen. Dafür ist das DRM-Management von Android zu unsicher angeblich. Sie verlangen nach speziellen Maßnahmen, die einzelne Hersteller einbinden, denen sie vertrauen. Von daher dürften auch die Industrie, die Inhalte produziert, ein Faktor sein, der zu dieser Entwicklung hin zu geschlossenen Lösungen führt.

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  • André D. 31.03.2011 Link

    @Fabien:
    Sehr ausführliche und interessante Argumentation. Aber bitte erkläre mir im Zusammenhang Deiner Aussagen mal die Position von AndroidPIT. Ihr seid ja auf der einen Seite eine geniale Community, auf der anderen Seite bietet Ihr auch Content - an dem Ihr verdient. Ihr steckt doch mitten in diesem Dilemma. Ist das AppCenter nicht auch ein Walled Garden, wie du es nennst?

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  • Markus T. 01.04.2011 Link

    @Andre: nein, das würde ich nicht so sehen. Android pit ist nicht an ein spezifisches Gerät gebunden. Solange du Android benutzt kannst du auch die Apps nutzen, die du gekauft hast. Also eher mit dem Google Market zu vergleichen. Es gibt auch kein DRM wie bei Amazon, daher ist Android pit meiner Auffassung nach kein walled garden.

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  • Hans Alpmann 01.04.2011 Link

    Was ich nicht so recht verstehe ist wie ein weiterer Market die App Nutzung und den Kauf einschränken sollte. Mal angenommen ich habe eben 3 Apps bei Amazon gekauft weil sie dort günstig waren und 5 Apps in das "Amazon Konto" verschoben. Wenn ich mir jetzt ein neues Handy kaufe kann ich die Apps nach der Installation des Amazon Appstores auf diesem weiter nutzen und mir gleichzeitig auch neue Apps im Google Market kaufen wenn mir danach ist oder im AndroidPit Market und alle werden auf meinem Telefon laufen. Die einzigen die Schwierigkeiten machen können sind die Hardware Hersteller mit Custom Oberflächen was ja irgendwie aber auch erwünscht ist zu Erhaltung der Unterschiedlichkeit bei Android Handys. Es ist eher ein Anreiz für Google einen besseren Market anzubieten damit ich keinen anderen nutzen möchte. Features wie bezahlen ohne Kreditkarte, InApp payment, bessere such und sortier Funktionen, Qualitätskontrolle, Changelogs, ect ect. wurden aus irgendwelchen gründen bisher garnicht oder halbherzig umgesetzt. Der einfachste weg den Kunden näher am Android Pure zu halten ist aus meiner sicht Geräte anzubieten mit Update Garantie mit Vielfalt bei der Hardware und verschiedene Preis Kategorien direkt von Google. Die Zersplitterung der App Märkte auch über das Iphone, WP7, Android ect. ist eigentlich schon da und IMHO auch gut es führt dazu das sich SDKs und Techniken entwickeln die wirklich Plattform übergreifend sind und keine Monokulturen ala Windows PC übrig bleibt.
    Software ist eine Dienstleistung und wird immer im Wandel sein daher wird wohl keiner ernsthaft annehmen seine Apps die er vor 3 Jahren mal für 1€ gekauft hat ewig nutzen zu können und bis zur Rente kostenlos Updates für diese bekommen. Somit wird auch die Wechselbereitschaft vorhanden bleiben.
    <Punkt>

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  • b web 01.04.2011 Link

    Aufklärung für Android-Nutzer und Amazon hat damit keine Chance!
    Ich glaube die technisch unversierten Anwender werden sich keinen alternativen Markt runterladen um apps zu kaufen sondern den nehmen der vorinstalliert ist, und das ist (noch) der Google-Market. Die anderen, technisch versierten, die bewusst android gekauft haben werden sich da informieren und das nicht mitmachen wollen.

    (technisch unversierte mit viel Geld kaufen sich sowieso Apple, da ist alles viel einfacher (ich:"warum willst du denn unbedingt ein iPhone?" mögliche Antworten: "ja, ich will Angry Birds spielen" "ich will WhatsApp nutzen" "ist das beste Telefon der Welt".... da empfehl ich denen auch gar nix anderes mehr als Apple dann. ganz ehrlich, für solche Leute ist Android auch zu kompliziert...).

    Zum Thema Produktdifferenzierung: die Hersteller könnten noch viel mehr differenzieren am Design, es ist alles Einheitsschwarz. Samsung kopiert fleißig bei Apple und der Rest sieht sowieso irgendwie gleich aus wenn man nicht zu sehr ins Detail geht... Apple hat zwar grundsätzlich auch nur ein Design, aber dafür gibt es unmengen an Dritthersteller-Zubehör um das gerät zu individualisieren, was bei den unmengen Android-Geräten (die trotzdem irgendwie alle gleich aussehen) sich für die Dritthersteller überhaupt nicht lohnt da soviel zu investieren.
    Und bei den meißten spielt nunmal das Design eine Rolle, wer weiß auf welchem Gerät welcher Market oder welche Oberfläche läuft weiß in der Regel auch mehr über die technischen Details und kann sich daran orientieren...
    Mehr bunte Android-Devices und die Kunden rennen euch die bude ein... eine Weiß/Rosa-Special-Edition für Android von einem x-beliebigen hersteller und das Ding geht weg wie warme Semmeln..

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  • micha franken 01.04.2011 Link

    Puh, ein bisschen Restriktion um Fragmentierung (für mich eines der Internet-Unwörter des Jahres) und Updateverzögerungen zu verhindern ist ja schön und gut... Allerdings hoffe ich, dass Google nicht früher oder später Hersteller-UI´s abschafft. Ich konnte mich bisher mit keinem Android-Phone ohne Sense anfreunden. Entweder es sieht einfach optisch bescheiden aus, oder mir fehlt die Vernetzung allen Möglichen Contents quer durch das Betriebssystem.

    Für mich persönlich ist Sense ein absoluter Kaufgrund. Nicht wegen Apps oder Büchern oder oder oder. Habe keine einzige Kauf-App (und das sind mittlerweile 115 Stück bei mir auf dem Desire). Wenn sich doch so schön Geld mit dem Market verdienen lässt, dann gehört es so gemacht, dass man nur noch einen Market zulässt. Ist doch auch viel sinnvoller als zig verschiedene Software-Quellen für ein Betriebssystem...

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  • Fabien Roehlinger 01.04.2011 Link

    Das was Micha Franken da schreibt ist übrigens wohl die einhellige Meinung der Mehrheit. Es muss herstellerspezifische Oberflächen geben. Ich würde es schrecklich finden, würde Android zu einem Einheitsbrei verrührt werden. Dass viele Nutzer hier denken mögen, die Standard-Android Oberfläche sei das non-plus-ultra mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass hier vor allem sogenannte "Early Adopter" schreiben - also Leute, die sehr tief in der Materie stecken und sich mehr oder weniger intensiv mit einem Thema beschäftigen. Den Menschen, die einfach nur ein Smartphone haben wollen, sind aber sogar Updates auf 2.2 oder 2.3 oft herzlich egal. Wichtig ist doch nur, dass es funktioniert und dass es coole Feature gibt.

    Eine Oberflächenanpassung darf auch nicht dergestalt sein, dass Google versucht eine Oberfläche nur wie ein "Skin" zu behandeln. Man muss unbedingt als Hersteller in der Lage sein den Quellcode zu kontrollieren. Die Abhängigkeiten wären doch viel zu groß...

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  • Arben.ram 01.04.2011 Link

    Google sollte den Market so ausbauen das es kein grund gibt auf andere Markets zu schauen. Kein Market, kein gutes OS! Die Schiessen sich momentan ins eigene Bein! Solten dringend was machen!

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  • Fabien Roehlinger 01.04.2011 Link

    @Arben Ram, @André D.:
    Den Google Market perfekt zu machen, dafür ist es zu spät! Das hätte man vorher erledigen müssen. Nun sind diese Markets da. Und es ist nicht mehr möglich sich diesen zu entledigen. Übrigens: sie sind ja auch nicht per se schlecht. Sie haben eine sehr regulierende Wirkung und setzen immer da an, wo die großen Marktführer Schwächen haben. Wettbewerb ist IMMER gut. So sehe ich übrigens auch unseren Store. Wir suchen uns unsere Nische. Und diese wollen wir optimal bedienen. Es geht nicht darum gegen Google anzutreten. Das wäre nicht nur vermessen. Es wäre vor allem ziemlich dämlich! Diesen Kampf kann man nur verlieren.

    Wie gesagt: Wettbewerb ist gut! Was aber amazon hier versucht, ist eben Wettbewerb in Zukunft deutlich zu erschweren. Und genau hier liegt die Gefahr! Es ist für das gesamte Ecosystem "Android" extrem gefährlich, wenn es von einem Unternehmen dominiert wird. Es kann dann eben zu einer Art "wettrüsten" kommen. Jedes Unternehmen versucht Claims zu erobern und zu verteidigen. Und eben so "walled gardens" zu bauen. Das halte ich für sehr gefährlich. Das verhindert Innovation. Ein uneingeschränkter Marktführer tut sich zunehmend schwerer Innovationen hervorzubringen. Er hat ja auch hierzu keine Veranlassung mehr, weil es ja schließlich auch so geht.

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  • Fabian 01.04.2011 Link

    Sehr schön geschrieben! :)
    Also ich muss sagen, User die kein Sense kennen, verstehen vielleicht nicht, was man daran findet, aber es sind ganz viele Kleinigkeiten, die Sense so verdammt richtig macht.
    Mit jeder neuen Version finde ich immer wieder neue Funktionen, die einem das Leben echt einfacher machen.

    Bei mir geht das ganze so weit, dass ich trotz der Probleme die Sense hat (z.B. kaputter Bluetooth-Stack) auf keinen Fall zu CM oder MIUI wechseln kann, da mir einfach dann viele Dinge fehlen...
    Den Rosie-Launcher kann man noch gut ersetzen, aber die ganzen Apps nicht ;)

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  • André D. 01.04.2011 Link

    @ Martkus B und Fabien:
    Danke für die Erklärung.

    Aber wenn ich für 100€ Apps bei AndroidPIT kaufe und ein neues Handy bekomme, muss ich doch auch erstmal AndroidPIT installieren, um an meine Apps zu kommen?! Nur - so verstehe ich das - ist das ganze nicht ganz so restriktiv, wie es im Blog-Beitrag oben beschrieben ist.

    P.S.: Ich glaube übrigens, dass die Funktion, Apps nach Amazon "zu übertragen" genau aus dem Grund existiert, damit Leuten die Wechselbarriere nach Amazon erleichtert wird und diese dann für immer dort bleiben sollen/wollen.

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  • Fabien Roehlinger 01.04.2011 Link

    Das ist definitiv so! Es soll ein schneller Wechsel stattfinden.

    Klar musst Du erstmal AndroidPIT installieren um an Deine Apps zu kommen. Wenn Du aber Deinen Account bei uns löschst, funktionieren die Apps trotzdem noch. Bei amazon nicht!

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  • Luuu 01.04.2011 Link

    @André D.
    ausserdem kannst du alle Apps die du bei AndroidPit kaufst, auch Offline nutzen, was bei Amazon etwas schwierig wird.

    Die Option schon gekaufte Apps ins Amazon Konto zu übertragen, hat einfach nur den Sinn die User komplett an sich zu binden.

    Ich finde die Politik von Amazon echt bedenklich und hoffe das sie mit dieser Strategie nicht weit kommen.

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  • Sheidy 01.04.2011 Link

    In Sachen Android wurden viel zu viele Fehler gemacht:

    -Google bietet einen Market an, der unter aller Sau ist. Allein das ist der Grund für große Konkurrenz z.b. von Amazon. Diese Konkurrenz verkompliziert das App-Geschäft, da Leute von Apple gewohnt sind, nur an einer Stelle einzukaufen. "Walled Gardens" sind letztendlich kontraproduktiv. Hier muss eine Lösung gefunden werden, allerdings sehe ich bislang keinen weg.

    -Google

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  • André D. 01.04.2011 Link

    @Fabien:
    Okay, verstehe. Danke für die Erklärung. :-)

    @Luuu:
    Ich auch. Aber was meinst Du, wieviele "verärgerte" User dort sofort kaufen, weil sie da ein Konto (z.B. bequem mit Bankeinzug) haben und keine Kreditkarte.

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  • Sheidy 01.04.2011 Link

    -Google fördert die Fragmentierung durch zu schnelle Android-Updates. 2.3 ist draußen, obwohl 2.2 bei vielen noch nicht angekommen ist. der schritt von 2.2 auf 2.3 ist aber nicht groß.

    -Die Herstelleroberflächen sind indes (abgesehen von Sense) schrott. da kann man sich noch genug unterscheiden, aber nicht mit motoblur oder touchwiz.

    -Die Hersteller haben sich viel zu sehr diversifiziert, was zur folge hat, dass neue produkte nicht ausgereift sind oder ältere nicht mehr unterstützt werden. motorola hat ein backflip, ein flipout und ein milestone xt720 im angebot, alles verzichtbare nischenprodukte, während milestone user auf ein update zu 2.2 warten. komplett falsche strategie in meinen augen.

    das sind nur einige probleme von vielen, die gelöst werden müssen. ich versuche gerade meine switching costs so gering wie möglich zu halten...

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  • Andy N. 01.04.2011 Link

    Wenn Google ihren Markt nicht deutlich aufräumt, werde ich bei Amazon kaufen. Der Android Markt wirkt komplett verwahrlost. Wenn ich zB nach Angry Birds suche, dann möchte ich nicht unzählige Themes für 99 cent angezeigt bekommen. Das gehört nicht in einen Market, einmal weil es extrem stört und zum anderen weil die dazu da sind den User zu täuschen.

    Amazon dagegen macht meiner Meinung sehr viel richtig. Und wie man es am neuen Cloud Service sieht, wird das Angebot auch ständig verbessert. Ich schätze Amazon auch so ein, dass wenn es etwas gibt, was den Kunden stört (und damit mein ich jetzt nicht irgendwelche Geeks, die eine bestimmte Vorstellung vom Internet haben), dass es dann auch verändert wird.

    Insgesamt sehe ich da auch kein Problem. Google wird jetzt bestimmt keine anderen Anbieter ausschließen und der User hat jede Freiheit, die er nur bekommen kann. Er ist frei, ob er bei Google, bei Amazon oder AndroidPit einkauft. Wo ist da das Problem?
    Und wenn ich mich zB für ein eBook Anbieter entscheide, dann doch für den, der am meisten bietet. Dann ist es mir auch egal, dass ich mich an den binde, wahrscheinlich würden eh die wenigsten bei verschiedenen kaufen.

    Und Apple ist mit seinem App Store immer noch in einer ganz anderen Welt. Hier gibt es keine anderen Anbieter und Apps werden aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnt.

    Ich sehe es auch nicht, dass Hardwarehersteller sich nicht von anderen unterscheiden können. Erst mal natürlich durch eine UI wie Sense mit Features, die es sonst nicht gibt (HTC will ja auch Internetdienste anbieten), dass naheliegendste ist aber doch den Kunden durch ein besonderes Design oder Funktion (besonders robust, wasserfest, etc...) zu gewinnen. Selbst externe Festplatten werden mit einem besonderen Design beworben, für mich also unverständlich, warum das bei Telefonen so wenig beachtet wird. Das Telefon gehört bei vielen zum Lifestyle dazu. Apple hat das vorgemacht und hier haben selbst die Ohrstöpsel eine Bedeutung.
    Aber das wichtigste ist doch den Kunden durch einen besonders guten Service zu behalten und dazu gehören zeitnahe Updates.

    @Mario:
    Es gibt bereits Hardwarevorgaben. Sind auch nötig, ansonsten macht man es dem Entwickler besonders schwer und der Kunde ist unzufrieden, weil viele Apps nicht richtig funktioniert.
    Meiner Meinung treibt es zB Samsung zu weit. Schaut man sich die Bewertungen an, so haben gerade Samsung-User Probleme mit der App.

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  • Christoph M. 01.04.2011 Link

    @ Fabien: Ich kann die Apps zwar weiter nutzen, bekomme aber keine Updates....
    Also doch eine Art Barriere. ;-)

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  • Stefan K. 01.04.2011 Link

    Die User hier, die ihren Account bei Amazon kündigen nur wegen deren App-Store-Restriktionen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Was hat denn der Android App Store mit dem Rest von Amazons Angebot zu tun, kann mir das mal einer erklären? Ich begreif es jedenfalls echt nicht. oO

    Und Sense ist ja wirklich gut und größtenteils sehr durchdacht, nur kann ich den x-ten Aufguss der HD2-Hardware nicht mehr sehen, der Nachfolger eines Gerätes unterscheidet sich meistens nur durch eine kleine Verbesserung. Zudem rennt ein HTC-Gerät mit einem alternativen Launcher wie LauncherPro oder ADW wie von einem anderen Stern.



    Ich selber hätte jedenfalls kein Problem damit, in verschiedenen Stores einzukaufen, solange ich nicht komplett an einen Anbieter gebunden bleibe.

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  • Stefan K. 01.04.2011 Link

    BTW: Ich hab bisher so gut wie keine App im Market gefunden, die nicht auf meinem SGS läuft.

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  • Michi K. 01.04.2011 Link

    >>während Android sich rasend - gerade wegen seiner Offenheit - verbreitet<<

    Ist das so? bzw. was verstehst du unter "Offenheit". Das Android sich verbreitet hat weil es auf jedem Billiggerät läuft ist sicherlich richtig. Aber garantiert nicht, das die User es gekauft haben weil es offen ist. Es ist leider schwer nachzuprüfen, aber ich wette 70-80% der Android User wissen nicht ob ihr Gerät "offen" oder "geschlossen" ist oder haben es nur mal gehört können aber nicht erklären was "offen" überhaupt sein soll. Ein "geschlossenes" Android, das dennoch weiter so eine Modellvielfalt (vor allem im Billigbereich) bietet, würde sich also kaum langsamer verbreiten als das jetzige "offene" Modell.

    >>Meine These ist, dass es der Content ist, mit dem man dauerhaft Kunden an sich bindet. Allerdings nur dann, wenn man dafür sorgt, dass sogenannte "walled gardens" entstehen.<<

    Auch das kann ich so nicht nachvollziehen. Denn wie du ja sagst, wenn ich von Android zu WinPhone, iOS, Symbian, WebOS, BB, o.ä. wechsel, gehen meine Apps auch verloren. Im Vergleich zum iPhone bleibt also nur der "Vorteil", das man zwischen verschiedenen Modell und Herstellern wechseln kann ohne Inhalte zu verlieren. Das liegt aber nur daran, das Apple nur ein Modell anbietet, nicht am "walled Garden". Denn WinPhone7 ist auch so ein walled Garden und du kannst trotzdem zwischen zig Modellen und Hersteller hin und her wechseln, ohne das der Content verloren geht. Exakt so wie bei Android. Natürlich bindet das Kunden, weil sie sich eben gewöhnen und weil sie nicht alles neu kaufen müssen, aber es hat absolut nichts mit offen oder geschlossen zu tun. Das ist auf dem gleichen Level. Bei Ausgaben von 100 Euro an Android Apps wechselt man auch nicht so leicht zu WebOS, obwohl es beides offene System sind.

    Im Grunde geht es immer nur um Attraktivität. Sowohl für den USer als auch für den Entwickler. Es ist ein altes Märchen, das offene Systeme für Entwickler attraktiver sind als geschlossene. Ganz und gar nicht. Denn diese Offenheit sorgt doch für die ganzen Probleme für Entwickler. Fragmentierung im Hardware-, OS-Versionen- und sonstigen Anpassungen Bereich die höhere Entwicklungszeiten verursachen, User die nicht gerne im Markt suchen aufgrund des vielen Mülls, leichte Möglichkeit von Raubkopien, extrem viele User von Billiggeräten die den Markt eh nicht nutzen und/oder veraltete Hard-und Software nutzen, erhöhter Aufwand dadurch das man nicht einfach nur die App einreichen braucht sondern sich zusätzlich noch um einen eigenen Vertrieb und um die Präsenz in anderen Märkten kümmern muss um Wettbewerbsfähig zu bleiben, usw. Das alles ist der Offenheit geschuldet und aus Entwicklersicht eher die Hölle als ein Paradies. (die Offenheit ansich, nicht irgendeine spezielle Plattform).

    Und aus Usersicht wird dann ein Schuh draus. Wenn die Software Qualitätsmäßig mangelhaft ist wird sie nicht gekauft, wenn der User sie nicht findet weil er keine Lust hat zig Markets zu durchsuchen wird sie nicht gekauft, wenn er bei der Suche nur Müll findet (siehe oben das Angry Birds Beispiel) statt ein App wird sie nicht gekauft. Wenn man frustriert ist weil viel Sachen für die eigene OS-Version nicht laufen und man keine Updates bekommt obwohl das Gerät erst ein Jahr alt ist wird sie nicht gekauft, usw. Und welche Vorteile hat der User aus der Offenheit? Er kann Apps installieren die es bei WinPhone oder iOS nicht in den Markt schaffen. Toll. Das wären? Gibt es da überhaupt noch eine nennenswerte Anzahl von wichtigen Funktionen? Hand aufs Herz, 90% von dem was es nicht in den iOS AppStore oder WinPhone Market schafft, will man doch überhaupt gar nicht haben (Crapsoftware, Themas, Klingeltöne, Hollo-World Apps, usw). Und auch das es unter iOS und WinPhone 7 StyleGuides für Entwickler gibt ist doch für User zu 100% ein Vorteil, wenn man dieses WischiWaschi unter Android sieht. Was wiederum dann auch für Entwickler ein Vorteil ist, wenn die User glücklicher sind über die Interfaces. Die wenigsten Entwickler sind schliesslich auch gleichzeitig gute Designer UND Usability Experten!

    Oder anders: Wenn Android "offen" bleibt, dann hat es Qualitativ den Kampf gegen alle anderen verloren. Da können die Marktanteile noch so groß sein. Das Problem ist ja, das man als Käufer eines 500-700€ Smartphone extrem darunter leidet und Qualitativ unter WinPhone oder iOS wesentlich mehr geboten bekommt. Dann bleibt nur noch der Billigmarkt und Android wird zum nächsten Symbian oder WinMobile. Und damit für Entwickler unattraktiv.

    Das "Paradies" was du beschreibst ist nur ein theoretisches was in der Praxis einfach nicht klappen KANN. So wie eine Anarchie. Ohne Frage die fairste und beste Staatsform, aber da sie aufgrund des Menschen nicht umsetzbar ist, ist es in der Praxis die denkbar schlechteste.

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  • Luuu 01.04.2011 Link

    Amazon macht sehr viel richtig? Ja sicher, wenn es darum geht den meisten Profit zu machen oder den Kunden Handschellen anzulegen!
    Oder wie bewertest du das "Feature" das ich gekaufte Apps bei Amazon nur Online nutzen kann, oder wenn ich 3 Wochen nicht Online war, die App gar nicht mehr nutzen kann?
    Bei Amazon geht es nicht darum dem User/Kunden den größten Nutzen zu verpassen, sondern den Kunden so stark an sich zu binden, das du keine Lust/Möglichkeiten mehr hast woanders Einzukaufen.

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  • Andy N. 01.04.2011 Link

    Zwischen "nur Online" und "3 Wochen nicht Online" ist aber sehr viel dazwischen. Das ich 3 Wochen Online sein muss würde ich aber gar nicht bemerken, da so lange Zeit mein Telefon nicht offline ist. Ich finde das ist ein guter Kompromiss zwischen Entwickler und Käufer.
    Im übrigen kann das genau so auch bei einer App aus dem Market sein. Auch Google ermöglicht es, dass der Entwickler so seine App schützt.

    Amazon kann auch keine Kunden gewinnen, wenn sie diesem nicht den größten Nutzen gibt. Ich kaufe nicht bei Amazon ein, weil ich gebunden bin. Ich bin auch kein bisschen gebunden, genau so gut könnte ich bei anderen Versandhändlern einkaufen (und ich versuche es auch immer wieder, also an Lust wo anders einzukaufen fehlt es mir nicht), die anderen Versandhändler wollen mich aber anscheinend nicht als Kunden, denn sie machen einem den Einkauf unnötig schwer. Am Ende entscheide ich mich wieder für Amazon, ganz ohne Zwang, aus freier Entscheidung.
    Genau so kann man seine App bei Amazon kaufen, genau so wie im Android Market. Keiner bindet einen.

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  • Luuu 01.04.2011 Link

    Keiner bindet einen? Ich weiß ja nicht ob du den Text oben Aufmerksam gelesen hast, fakt ist aber das du die gekauften Apps, die ja dann eigentlich dein Eigentum sind, oder sagen wir mal, wo du das Recht erworben hast diese zu nutzen, nur solange nutzen kannst, wie auch dein Konto bei Amazon aktiv bleibt!
    Kein Konto ... keine Apps!
    Schon alleine das ist in meinen Augen eine starke Bindung.

    Zum Thema "3 Wochen nicht Online sein" kann ich dir ein ganz einfaches Beispiel geben. Ein Freund von mir war letztes Jahr 6 Wochen in Australien und
    er war diese 6 Wochen nicht mit seinem Handy Online, sondern hatte sich dort eine Prepaid Karte eines Providers gekauft.
    Klar kann man jetzt sagen, dein Provider bietet bestimmt Tarife für das Ausland an oder nutze doch die Karte in deinem normalen Handy. Aber das will ich nicht!

    Sicher bist du momentan bei Amazon nicht gebunden, da deine Elektronik, MP3´s, CD/DVD etc. alles Güter sind die nicht unter der zwanghaften Kontrolle von Amazon stehen. Bei den Apps sieht es da dann aber anders aus.

    Amazon macht einen guten Job (in anderen Bereichen) und auch ich Kaufe dort, aber das muss nicht zwingend bedeuten das ich alles gut finde was die auf dem Markt bringen.

    Wo du deine Apps beziehst ist mir grundsätzlich egal, das muss jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil werde keine Apps bei Amazon kaufen, auch wenn sie die Entwickler dazu "nötigen" dort alles früher einzustellen.
    Dann warte ich halt 1 - 2 Wochen bis es dort Verfügbar ist, wo ich keine Handschellen verpasst bekomme.

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  • Stupid Luchador 01.04.2011 Link

    So viel zu lesen.. puuuh!

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  • Andy N. 01.04.2011 Link

    Beim Android Market bist Du aber genau so daran gebunden, nur dass Du die App Android Market nicht einfach so löschen kannst. Kauf Dir aber ein Gerät ohne den Android Market dann sieht es schon anders aus. Dann bietet Dir Amazon sogar weniger Bindung.
    Und bei einem 6 Wochen Aufenthalt wird sich ja wohl irgendwo ein WLAN finden lassen.

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  • Georg Wiese 01.04.2011 Link

    Wunderbar geschrieben!

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  • Marcus B. 01.04.2011 Link

    Sag ichs doch immer wieder: Gier ist der erste Schritt zum Abgrund.

    Wenn Android so in diese Richtung mutiert, ist das OS für mich gestorben.

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  • User-Foto
    Baerli Baer 01.04.2011 Link

    Luchandor
    So viel zu lesen.. puuuh!

    :-D Dacht ich mir auch gerade.
    Ja, Offenheit is nicht alles...., schaumermal!:-)

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  • Luuu 01.04.2011 Link

    @Andy
    Ich behaupte mal das es schon einen Unterschied macht ob ich bei dem Hersteller selber, oder bei einem Anbieter der nur eine sehr großes Stück vom Kuchen abhaben will gebunden bin =)
    Ausserdem wäre auch ein Gerät ohne den Android Market mit Amazon nicht besser dran, da dann noch immer der Punkt bleibt "Kein Online, keine App".
    Zumindest kann man daran nichts Positives finden und gerade dieser Punkt stört mich.

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  • Jan-Paul Nachtwey 01.04.2011 Link

    ich möchte nur mal kurz klarstellen: Amazon-Apps können sehr wohl offline genutzt werden. Der Amazon Appstore synchronisiert, wenn er online ist die Lizenzen. Man muss sich also keine Gedanken machen, dass be nem längeren Auslandsaufenthalt die Apps nicht mehr funktionieren.

    Ich verstehe ehrlich gesagt die Panik um den Amazon-Appstore nicht so recht. Es ist ein weiterer Appstore mit den gleichen Einschränkungen wie alle anderen Appstores auch.
    Der einzige Unterschied ist, für den Anwender, dass die Anwendungen kontrolliert werden, bevor sie in den Appstore gelangen. Das ist durchaus sinnvoll.
    Wenn ich ein Google Konto kündige sind Anwendungen, die gegen den Google-Lizenzserver prüfen auch nicht mehr lauffähig. Außerdem ist die Lizenzprüfung gegen den Appstore auch den Entwicklern überlassen und nicht standardmäßig Bestandteil jeder App.

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  • Benedikt K 01.04.2011 Link

    Das mit dem DRM im Amazon Appstore wusste ich auch nicht, somit werde ich ihn mir auch nicht holen! da bleib ich dabei mich mit gratis Apps durchzuschlagen bis PayPal im Market da ist. Beziehungsweise kaufe ich mir Apps, hier im AndroidPIT Appcenter, da ist mein Geld besser aufgehoben als im Arsch von Amazon.

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  • Frank Heuser 03.04.2011 Link

    @Fabien: Du schreibst, dass Apps, die im AndroidPIT App Center gekauft wurden, auch noch funktionieren, wenn man das App Center und seinen AndroidPit-Account löscht.

    Gilt das auch, wenn der Entwickler eure AndroidPIT Licensing Bibliothek verwendet hat?

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  • Fabien Roehlinger 03.04.2011 Link

    Davon gehe ich aus!

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  • Frank Heuser 03.04.2011 Link

    ich nicht! ;-) ich hatte mir ja mal geschworen, nieeemals einen Secondary Market zu installieren, aber zum testen mache ich da mal eine Ausnahme:

    - AndroitPIT AppCenter heruntergeladen und installiert
    - neu registriert
    - PayPal-Guthaben aufgeladen
    - Verkaufswert Rechner über das AppCenter gekauft und installiert
    - App gestartet, funktioniert! (btw: nette App, würde ich gerne behalten, aaaaber siehe da:)

    - AndroidPIT AppCenter deinstalliert
    - Verkaufswert Rechner gestartet und nun bekomme ich folgende Meldung (die kommt übrigens auch im Offline-Modus):

    "Fehler beim Prüfen der Lizenz! Kommunikation mit AndroidPIT App-Center fehlgeschlagen! Bitte Installation prüfen! Start im FREE Modus..."

    Bekomme ich jetzt mein Geld zurück? ;-)

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  • Fabien Roehlinger 04.04.2011 Link

    Wenn dem so ist, dann auf jeden Fall. Wobei wir das definitiv wenn ändern werden. Es war schon immer anders geplant. Genau das wollten wir nicht!

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