X

Anmelden

Zur Bestätigung jetzt anmelden

Passwort vergessen?

... oder mit Facebook anmelden:

Du hast noch keinen Zugang zu AndroidPIT? Registrieren

Age Of Wind 2 – Frei wie der Wind… Oder doch nicht?

Jan S.
5

Schiffe haben in den letzten Jahrhunderten umfassende Veränderungen durchgemacht. Die verwendeten Materialien wurden genauso wie das primäre Antriebsmittel ausgetauscht. Auch die allgemeine Bauform ist nicht gleich geblieben.

Nichtsdestotrotz haben sie sich ihr Image bewahrt. Sie sind ein Symbol für Freiheit, frische Luft und Freude – Ein gefundenes Fressen für Spieleentwickler! Auf der Schifffahrt basiert auch Age Of Wind 2. Ob Du beim Spielen Freiheit erleben kannst oder doch eher Kapitän eines sinkenden Schiffes sein wirst, liest du im Test!

3 ★★★☆☆

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
2.3 2.88

Funktionen & Nutzen

Testgerät: Motorola Defy mit Android 2.3.4 und 1 Ghz statt 800 Mhz Prozessortakt

App: Ab Android 2.1 verfügbar

In Age Of Wind 2 bist Du Kapitän eines Segelschiffes und bereist mit ihm eine gigantische Inselwelt. Dabei kannst Du Dich Gefahren wie Piraten stellen oder auch selbst Piraterie betreiben und die dadurch „erworbenen“ Waren dann gewinnbringend verkaufen. Daneben gilt es noch eine Kampagne zu absolvieren und Dein Schiff kontinuierlich zu verbessern. Das Spiel lässt sich wohl am Ehesten als Action-Adventure klassifizieren, auch wenn ich mir da nicht sicher bin… Spieleexperten können ihre Ansichten dazu ja in den Kommentaren posten…

Nachdem ein neuer Spielstand erstellt worden ist (Dazu im Fazit mehr), startest Du direkt im Geschehen, nämlich im Kampf: Dieser ist der Auftakt der Kampagne von Age Of Wind 2, die leider sehr textlastig ist. Wenn man diese mitverfolgen will, muss man sehr viele mehr oder weniger lange und interessante Texte auf Englisch lesen. Normalerweise sehe ich es nicht als Problem an, wenn die Texte in einer App komplett in Englisch sind, aber in diesem Fall ist das ein absolutes NOGO. Der Story zu folgen war mir trotz meiner, meiner Meinung nach, ausreichenden Englischkenntnissen nicht möglich. Dazu kommt noch, dass die Story nicht durch Ingame-Videosequenzen untermalt wird, die diese besser erklären könnten. Wenigstens sind die zu erledigenden Aufgaben klar am Ende so eines langen Textes zusammengefasst… Die Kampagne ist offen. Damit ist gemeint, dass sie „nebenher“ absolviert werden kann. Meist müssen Aufgaben erfüllt werden, die daraus bestehen zu einer weit entfernten Insel zu fahren und dort mit jemandem zu reden und anschließend gegen ihn zu kämpfen. Das ist schlicht langweilig.

Sobald Du mit Deinem Schiff ein anderes attackierst, wird es Dir gegenüber zusammen mit den anderen Mitgliedern seines Konvois feindselig und greift Dich seinerseits an. Ein Konvoi kann aus bis zu drei Schiffen bestehen und gehört entweder zu den Dir gegenüber von Anfang an feindseligen Piraten, was sich durch schwarze Segel und dadurch, dass die Schiffe im Kreis statt in einer geraden Linie fahren, bemerkbar macht oder zu der friedlichen Partei, die einfach nur Handel treibt. Im Kampf verschiebt sich die Kamera nach oben, um einen besseren Rundumblick zu liefern. Dieser ist einfach gestaltet. Es gilt den Gegner zu besiegen, bevor man selbst besiegt wird. Manchmal eilt zu den  Kämpfenden auch Verstärkung herbei, was sich durch einen "Kampfring" um die Schiffe, der aber keine weiteren Auswirkungen hat, bemerkbar macht.

Unabhängig davon besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit (geschätzt 66%), dass ein Schiff Waren transportiert. Es gibt zehn verschiedene Waren, die sich preislich sowohl als Ware als auch bezüglich des Marktplatzes, auf dem sie verkauft bzw. gekauft werden, unterscheiden und meist keinen Nutzen haben. Daraus ergeben sich zwei Geschäftsmodelle, über die sich Geld verdienen lässt, welches sich wieder in bessere Schiffe oder neue Waren investieren lässt - Handel und Kampf um Waren und anschließendes Verkaufen derselben.

Die einzigen Waren, die praktisch genutzt werden können, sind „Knippel“ (ein Ersatz für die für üblich abgefeuerten kostenlosen und endlos verfügbaren Kanonenkugeln), „Carcass“ (Ein weiterer Kanonenkugel-Ersatz) und Bomben, die, nachdem sie im Wasser abgelegt wurden, explodieren, wenn sich ein Schiff nähert.

Der Bildschirm besteht neben einer Third-Person-Ansicht auf das Schiff aus einem Kompass, der auch Zugang zu einem (Schiffs-)Menü bietet, einem Fernrohr, dass eine Ansichtensteuerung ermöglicht, einer Anzeige, ob die Kanonen geladen sind bzw. eine Bombe abgelegt werden kann und einer Anzeige über den Ladezustand, des Laderaums, die Lebensenergie und das Level des Spieler - Das Level steigt mit fortschreitender Kampagne an und ermöglicht den Kauf größerer Schiffe.

Nach einem Tipp auf dem Kompass öffnet sich eine Karte der Inselwelt. Diese ist auch bitter nötig, denn im Zuge der Kampagne ist es oft notwendig zu bestimmten Inseln zu fahren und eine Orientierung ohne Kompass ist aufgrund der Größe der Inselwelt absolut nicht möglich. Über ein Seitenmenü kannst Du Dir die letzte Aufgabe in der Kampagne noch einmal durchlesen, das Punkte- Menü aufrufen - Sobald Du ein neues Level erreicht hast, bekommst du drei Punkte, mit denen Du die Fähigkeiten Deines Schiffes verbessern kannst und eine Übersicht über die Befüllung des Laderaums noch einmal aufrufen.

Fazit: Genug Möglichkeiten also das althergebrachte Gefühl der Freiheit wieder aufleben zu lassen. Doch ist das auch gelungen? Nur begrenzt, denn die Steuerung macht keinen großen Spaß. Andere Spiele zeigen, dass das wesentlich besser geht. Ansonsten erinnert Age Of Wind 2 stark an ein PC-Spiel: Es ist möglich unterschiedliche Speicherplätze anzulegen und auch vom Umfang her ist das Spiel nicht allzu klein ausgefallen. Dass das der richtige Weg für Smartphones ist, bezweifle ich. Für Tablets allerdings dürfte das sehr gut sein. Die Kampagne ist auf jeden Fall überhaupt nicht gelungen. Ewiges Herumgesegel zum nächsten Ziel verstehe ich zumindest als überhaupt nicht motivierend. Glücklicherweise  ist der Rest des Spiels gut gelungen, sodass ein Gefühl der Freiheit aufkommen kann.

Bildschirm & Bedienung

Age Of Wind 2 basiert auf der Unity Engine. Das ermöglicht eine meines Erachtens nach wunderschöne Grafik. Insbesondere die Wasseranimationen und Spiegelungen sind beeindruckend. Auch die Schiffe lassen nichts zu wünschen übrig und glänzen mit Takelage und anderen Details. Eher weniger schön gestaltet sind die Inseln: Sie wirken eher eckig und unecht.

Die Bedienung ist der große Knackpunkt von Age of Wind 2. Diese ist im Speziellen sogar gut gelöst, denn die Menüs lassen sich ohne Probleme verwenden, aber die Schiffssteuerung ist selbst gutmütig betrachtet nur höchst mittelmäßig. Die Segler lassen sich wahlweise über den Neigungssensor oder ein Steuerrad direkt auf dem Touchscreen steuern und das funktioniert nicht gut! Die Steuerung über den Neigungssensor ist furchtbar ungenau und schwierig. Sobald das Gerät auch nur ein bisschen zu stark geneigt wird, kann das Manöver vergessen werden. Gleiches gilt für zu schwache Neigung. So scheint die Steuerung keine fließenden Übergänge zu kennen.

Das Steuerrad bringt keine Besserung. Um das Schiff zu bewegen, muss es über eine Wischbewegung gedreht werden, was äußerst unkomfortabel ist. Warum tut der Entwickler den Nutzern diese Steuerung bloß für ein bisschen Flair an? 

Hinweis: Bei der Wertung bin ich zwischen zwei und drei Sternen geschwankt und habe mich letztendlich für drei Sterne entschieden, weil die Gesamtwertung ansonsten bei zwei Sternen läge und das dem Spiel wirklich nicht gerecht werden würde.

Speed & Stabilität

Die aufwendige Grafik fordert in Sachen Speed Tribut. Die Flüssigkeit von Age Of Wind 2 wird in den meisten Fällen zwar nicht beeinflusst, aber das Wasser scheint häufig nicht fertig gerendert zu sein, was für eine Verpixelung sorgt. Daher würde ich das Spiel nur Benutzern von potenteren Geräten empfehlen. Abstürze gab es während des Tests keine.

Preis / Leistung

Mit ca. 1,40€ ($1,99 in der Originalwährung) liegt Age Of Wind 2 gut im Preis, wenn man den Entwicklungsaufwand bedenkt. Zudem gibt es noch eine Demo-Version.

Screenshots

Age Of Wind 2 – Frei wie der Wind… Oder doch nicht? Age Of Wind 2 – Frei wie der Wind… Oder doch nicht? Age Of Wind 2 – Frei wie der Wind… Oder doch nicht? Age Of Wind 2 – Frei wie der Wind… Oder doch nicht? Age Of Wind 2 – Frei wie der Wind… Oder doch nicht?

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Deemedya m.s. ltd.

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Martin Ochen 12.06.2011 Link

    nice ap

    0
  • T. Hoffmann 12.06.2011 Link

    Läuft nicht auf dem Milestone. Aber der Entwickler hat noch ein anderes Spiel, Trial X. Das ist der Hammer...

    0
  • Simon Schorsch 13.06.2011 Link

    Rennt super auf dem Creative ZiiO 7" Tablet, und eines der wenigen Spiele was mal eine vernünftige Grafik auf dieses Tablet zaubert, da die Grafikeinheit kaum unterstützt wird.

    0
  • Tommy1911 13.06.2011 Link

    Läuft nicht auf Android 2.1 ! Mein Milestone verweigert den Dienst. Auf Milestone 2 läuft es hervorragend, nettes Game. Lohnt sich :)

    0
  • Cooper 16.11.2011 Link

    läuft auf dem galaxy s und macht auch spaß, zieht aber ultra viel akku, kanpp 30% in 30 min .... find ich schon viel.

    0