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Age of Conquest: Europe

Fabien Roehlinger
1

Früher war alles besser, vor allem im Mittelalter. Damals als Männer noch echte Männer sein durften und nicht dazu gezwungen wurden den Klodeckel runter zu klappen. In der Zeit als es keine festen Grenzen zwischen den Ländern gab, und irgendein Nachbar immer Stunk machte.

Aevum Obscurum entführt uns in diese Zeit der Schwerter, Schlachten und schlechten Zähne. Denn Aevum Obscurum ist ein Strategiespiel mit Mitterlaltersetting. Ob es auch eines der besseren Sorte ist, klärt dieser Test. 

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
≤ 1.0.3 1.0.40

Funktionen & Nutzen

Vorab muss festgehalten werden, dass es Aevum Obscurum in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Bei der hier besprochenen handelt es sich natürlich um die für Android Geschriebene. Diese wiederum basiert jedoch auf einer umfangreicheren Version welche sowohl für Mac, Linux als auch Windows verfügbar ist. 

Beiden ist gemein, dass man in ihnen ein Völkchen spielt, welches nichts weniger als die absolute Vorherrschaft in Europa anstrebt. Um diese zu erringen gibt es zwei Möglichkeiten bzw. Spielmodi.

Im „World Domination“-Modus muss man alle Provinzen erobern, und somit auch jeden Feind vernichten. Im Standard-Modus reicht es hingegen schon 100 Punkte zu erreichen um sich Herr über Europa nennen zu dürfen. Diese werden wiederum durch territoriale Ausbreitung und Königsmorde erzielt. Man sieht schon: Pazifisten haben hier nichts zu suchen. Denn startet man zu Beginn mit einer Handvoll Soldaten und Provinzen und man ist früher oder später dazu gezwungen sich seiner Haut zu erwehren. Und so investiert man die Steuern die jede eigene Provinz abwirft um sich weitere der insgesamt 100 Kartenteile zu sichern oder sich eines stressigen Nachbars zu entledigen. Denn wenn man den König eines Landes tötet, gehen all seine Ländereien und Truppen in den eigenen Besitz über, was die Basis für weitere Plünderungen und Raubzüge schafft. 

Gekämpft wird dabei auf sehr einfache Weise: Man selektiert zunächst eine Provinz aus welcher Soldaten in den Kampf geschickt werden sollen, dann gibt man das Ziel an und bestimmt zuletzt die Menge der angreifenden Recken. Schickt man mehr als der Gegner in die Schlacht wechselt die Provinz in der nächsten Runde den Besitzer, man erhält von ihr Steuern, bekommt die Möglichkeit weitere Truppen zu stationieren und kann nun pro Runde mehr Aktionen ausführen. Insbesondere die Beschränkung der Aktionen sorgt in den ersten Spielminuten dafür, dass man sehr gut überlegen muss was man eigentlich tun möchte. 

Um es dem Angreifer etwas schwerer zu machen kann man einzelne Landesteile befestigen, wodurch es einen 80%igen Verteidigungsbonus auf die Anzahl der darin stationierten Verteidiger gibt. Darüber hinaus können Spähtürme gebaut werden mit denen die gegnerische Truppenanzahl in allen benachbarten Regionen sichtbar werden.

Die Karte auf der gekämpft wird, bildet Europa und einige Teile Afrikas ab. Wer die sehr gute „Total War“-Reihe vom PC her kennt, wird sich stark an deren Strategiekarte erinnert fühlen. So finden sich auch in Aevum Obscurum Gebirge und Sümpfe, welche unmöglich zu passieren sind und daher umgangen werden müssen. Auf diese Weise ist ein taktisches Vorgehen beim Einnehmen und Blockieren verschiedener Passagen unumgänglich. Zumal Truppen auch über das Meer verschifft werden können und somit selbst Angriffe in Bereichen drohen, in denen man keinen direkten Gegner mehr hat. 

Weiteren Spielspaß erhält man durch Veränderung der Startaufstellung. Da der Schwierigkeitsgrad mit zunehmender Gegnerzahl steigt ist es möglich zwischen 4 und 32 Parteien zu wählen, die geschichtlich korrekte Namen und individuelle Flaggen tragen. 

Darüber hinaus gibt es eine Spielvariante bei der die gesamte Karte bereits aufgeteilt ist, die einzelnen Provinzen aber über die gesamte Karte verstreut sind. Das hört sich alles sehr gut an und ist es eigentlich auch. Leider wird die Suppe aber etwas durch die eher schwächlichen Könige und die künstliche Inkompetenz verdorben. Hat man die ersten 20 Minuten des Spiels überlebt und seinen eigenen Herrscher an eine sichere Position verfrachtet, reicht es meist aus wenn man sich schnurgerade auf die Blaublüter des Gegners stürzt um sich deren Länderein zu eigen zu machen. 

Die KI reagiert auf solche Angriffe meist eher hilflos, vergisst fast immer eigene Provinzen zu befestigen und kommt nur seltenst aufdie Idee den eigenen König in Sicherheit zu bringen. Auch dass es keinerlei Diplomatie gibt und Gegner sofort in den Krieg ziehen wenn man ihnen nur etwas zu stark oder schwach vorkommt nervt. Hier wäre es eine echt feine Sache wenn man sich mitten in Europa als „Heiliges Röhmisches Reich Deutscher Nationen“ per Nichtangriffspakt vor einem Zweifrontenkrieg schützen könnte oder den Gegner mit eben jenem in Sicherheit wiegt um ihm dann doch in seiner schwächsten Stunde in den Rücken zu fallen. 

Noch einmal zur Erinnerung: Hier wird auf sehr hohem Niveau gemeckert. Für ein Handyspiel bietet Aevum Obscurum wirklich sehr viel Abwechslung. Weiterhin sind all diese Dinge bereits in der PC-Version umgesetzt und sollten auf kurz oder lang ihren Weg in das mobile Derivat schaffen. 

Bildschirm & Bedienung

Das Spiel sieht wirklich gut aus. OK, man bekommt eigentlich fast nur die Europakarte zu sehen aber diese ist wirklich schön anzusehen. Es gibt Gebirge, es gibt Sümpfe, es gibt Küsten und kleine Inseln. Europa wurde hier mit viel Liebe zum Detail nachgezeichnet. Dazu kommt dann noch das jede Partei eine individuelle Flagge besitzt die so putzige Dinge wie kleine Totenköpfe zeigt. 

Die Bedienung geht sehr einfach von der Hand. Im Grunde kann das gesamte Spiel mit dem rechten Daumen bedient werden. Auch wird man nicht mit nervigen Messageboxen bombardiert, außer man schaltet diese explizit ein. Darüber hinaus gibt es im Spiel ein sehr ausführliches Handbuch das jedem den Einstieg erleichtern sollte. 

Speed & Stabilität

 Bei der Stabilität setzt sich der sehr gute Eindruck fort. So ist es im Verlauf einer Woche Dauerspielens nur ein einziges Mal zu einem Absturz gekommen und danach war der Spielstand noch vorhanden. An sich kann man sein Telefon auch bedenkenlos ausschalten, nach jeder Runde wird automatisch gespeichert. 

Bedenkenlos ist auch der Hardwarehunger der Applikation. Zwar kam es zwischenzeitlich zu leichten Verzögerungen, diese hielten jedoch nicht lange an und traten nur bei 34 Spielparteien und der gleichzeitigen Nutzung des MP3-Players auf. Es ist also durchaus verständlich, dass es da mal ruckelt. 

Preis / Leistung

Mit 4.99$ ist Aevum Obscurum im unteren bis normalen Preisbereich bei Casual Games. Für die gebotene Vielfalt ist dieser Preis auch mehr als gerechtfertigt, hat man doch pro Kampagne eine Spielzeit von bis zu anderthalb Stunden. Dazu kommt dann noch die Möglichkeit einer kostenlosen, aber in der Funktion beschnittenen Demoversion, sowie unterschiedliche Fraktionen und Spielmodi. 

Screenshots

Age of Conquest: Europe Age of Conquest: Europe Age of Conquest: Europe Age of Conquest: Europe

Vergleichbare Anwendungen

Entwickler

Christoph Aschwanden

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