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Laufen unsere Smartphones bald mit flüssigem Metall mit Taktfrequenzen, von denen wir heute nur träumen?

Fabien Roehlinger
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(Bild: Gizmodo.com)

 

Ich weiss noch, Terminator 2 hatte mich nachhaltig beeindruckt als dieser in die Kinos kam. Was war einer der ersten Filme überhaupt, der Computeranimationen für Filmsequenzen genutzt hat. Gerade die Szenen mit dem flüssigen Metall, das sich in alle mögliche Formen verwandeln konnte, waren damals durchaus beeindruckend. 

Und flüssiges Metall könnte auch bald durch die Adern eines Deiner nächsten Telefone fließen. Denn IBM arbeitet seit längerer Zeit an einem Verfahren, um mit Flüssigkeiten Prozessoren sowohl anzutreiben, als auch gleichzeitig dabei zu kühlen. Nun scheint ein Durchbruch geschafft. In den IBM-Laboren in Zürich haben sich die Mitarbeiter vom menschlichen Gehirn inspirieren lassen:

"Das menschliche Gehirn ist heutzutage 10.000 Mal dichter und effizienter als irgendein Computer. Dies ist deshalb möglich, weil es ein einziges, außerordentlich effizientes Netzwerk an Kapillaren und Blutkörperchen verwendet, um Wärme und Energie zur gleichen Zeit zu transportieren"

Dieses Zitat stammt von Bruno Michel, einem leitenden IBM-Mitarbeiter, auf die Frage welchen Ansatz man bei der Lösung des Problems gewählt habe. Zunächst versuchte man in den IBM-Laboren mit übereinandergestapelten Wafern aus Silizium dreidimensionale Prozessoren zu fertigen. Dieser Ansatz war aber so neu nicht. Im kommenden Jahr wird Intel mit dem Ivy-Bridge-Prozessor ein eben solchen auf den Markt bringen.

IBM ging allerdings noch ein Stückchen weiter und verband die einzelnen Wafer miteinander, um darin ein flüssiges Metall namens Vanadium durch den Prozessor fließen zu lassen. Durch die metallische Beschaffenheit, kann Vanadium dazu verwendet werden den Kern zu betreiben. Während sich das Metall entlädt, wird auch Wärme absorbiert. Dadurch wird gleichzeitig eine Kühlung hervorgerufen.

Dadurch entsteht ein Prozessor mit optimalen Eigenschaften: Sehr viel höhere Effizienz mit einer wesentlich höheren Taktfrequenz für sehr kleine Geräte. 

Damit werden Smartphones und tragbare Computer zu echten Wundermaschinen. Mir soll's Recht sein. Hauptsache in 15 Jahren klopft nicht irgendein T-1000 an die Türe und will mich vernichten. Aber bis dahin ist es ja noch ein bißchen hin - sofern wir überhaupt den Ablauf des Maya-Kalenders nächstes Jahr überleben.

Kommentare

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  • D. Felder 17.11.2011 Link

    Also hätte mir jemand vor 5 Jahren verklickert, dass es im 2012 Handys mit Quadcore gibt, hätte ich ihn zumindest schräg angeschaut...
    Von daher wage ich mir gar nicht auszumalen, welche Rechenkapazitäten in weiteren 5 Jahren vorhanden sein werden!

    Ob das nun "gut" oder "schlecht" ist sei mal dahin gestellt.

    diVer

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  • Incognito 17.11.2011 Link

    Ich weiss zwar nicht ob das der gleiche Prozessor ist, aber über meinem Vater habe ich von einer Entwicklung, ebenfalls von IBM, erfahren, welche auch auf den Bachbau des Hirns abgezielt ist.
    Nur dort geht es darum, dass man Zellen baut die zugleich Speicherplatz und Rechenleistung sind. Das ganze verbraucht nicht viel Platzt und nur ganz wenig Energie (im Vergleich zu anderen Prozessoren). Dies ist beim Hirn nicht anders.

    Ich schau noch ob ich den Artikel bekommen kann.

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  • Fabien Roehlinger 17.11.2011 Link

    Es ist spektakulär in welcher Geschwindigkeit sich aktuell alles nach vorne entwickelt. Unsere Telefone können heute mehr als mein Top-Rechner von vor 8 Jahren.

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  • waldbrand 17.11.2011 Link

    t-1000 klopft doch nicht an türen!!

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  • MO B 17.11.2011 Link

    :D

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  • GiZam 17.11.2011 Link

    Richtig interessant. Wer weiß wo wir in den Nächsten Jahren sind.
    Aber vor einem Killer-Smartphone hätte ich doch Angst..

    Und lust auf T2 hab ich nun auch xD

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  • Fabien Roehlinger 17.11.2011 Link

    @Waldbrand: Naja, auch wieder wahr. Aber hat er nicht einmal bei Sarah geklingelt?

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  • Alex W. 17.11.2011 Link

    @Fabien: Das war doch der gute alte Arni als T-800 :)

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  • Jeremy Papke 17.11.2011 Link

    Siri wird sowieso alles erobern und Hacken^^

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  • Fabien Roehlinger 17.11.2011 Link

    Siri und flüssiges Metall - just good friends!

    Aber mal ehrlich: Diese Nachricht hat mich heute schon sehr fasziniert. Wir bekommen damit Prozessoren, mit denen man auf dem Telefon aber mal richtig Krawall machen kann.

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  • Stefan E. 17.11.2011 Link

    Also das mit "einer der ersten Filme mit CGI" kann ich so nicht stehen lassen. :)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Computer_Generated_Imagery

    Das ging nämlich schon knapp 10 Jahre vorher los mit Tron und Star Trek II.

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  • Fabien Roehlinger 17.11.2011 Link

    Oh, da habe ich wohl das Tor zur Hölle aufgestoßen. Ich hätte es wissen müssen. Aber wie sah das denn damals dann aus?

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  • Stefan E. 17.11.2011 Link

    ...und ich trat heraus? :D

    Klar lässt sich Tron nicht mit T2 vergleichen. Auch wird T2 zurecht als Meilenstein der Entwicklung aufgezählt bei Wikipedia.

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  • Manuel F. 17.11.2011 Link

    Naja, ich denke mal, dass die Technologie erstmal in Servern, dann Hochleistungscomputern & dann in unseren Handy's eingesetzt wird.

    Wobei mir ein Smartphone, dass mir an die Tür klopf lieber wäre, als so ein Server ;-)

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  • Jan S. 17.11.2011 Link

    Die Frage ist für mich nur, wie sie das Vanadium flüssig kriegen... Schmelzpunkt lt Wikipedia= 1910° C

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  • Frank K. 17.11.2011 Link

    naja ehrlich gesagt hab ich vor 10 jahren schon von angeblichen durchbrüchen in der nanotechnologie gehört, mit denen einzelne atome nur noch zur datenübertragung übermittelt werden. oder quantenprozessoren wo ein atom mehrere zustände, also auch rechenoperationen, gleichzeitig übernehmen.

    ist irgendwie genau mit den robotern, die mein wohnzimmer staubsaugen. die sind auch seit 20 jahren kurz vor dem durchbruch.

    solang es keinen prozessor als prototyp gibt, fang ich garnicht erst an das all zu ernst zu nehmen. die idee ist gut und wird bestimmt irgendwann umgesetzt, aber ob es IBM schon in der nächsten zeit schafft, wird sich zeigen.

    immerhin hat sich in den letzten 30 jahren vom system, wie prozessoren arbeiten, nicht viel getan, außer dass es in den letzten jahren mehr kerne geworden sind.

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  • Sven R. 17.11.2011 Link

    ...ein Blog voll nach meinem Geschmack...ich liebe diese High-Tech-Zukunft...herrliche Kommentare hier...gg...ach und saubermachen brauchen wir in Zukunft wohl auch nicht mehr viel, denn die Nanotechnologie ist schon soweit, dass Wasser und Schmutz komplett von Oberflächen abgewiesen werden können...es gab vor kurzem ein Test mit solchen Nanopartikeln, die auf einem Taschentuch aufgebracht und dieses dann in einem Glas Wasser eingetaucht wurde und anschließend wieder heraus geholt wurde und es war so trocken wie vorher...also werden wir unsere Display´s bald nicht mehr abwischen müssen...

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  • vincent M. 17.11.2011 Link

    Naja wenn man mal überlegt ist das echt geil, doch irgendwann wird die power überflüssig... ich mein wer brauchte dann vllt 4 gb Arbeitsspeicher in einem TELEFON .... ??? ;)

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  • Sven R. 17.11.2011 Link

    @vincent M.,
    wir haben doch keine Telefone mehr, sondern Computer mit Telefonfunktion...das ist ein Unterschied und wer weiß schon was alles so an Funktionen noch hinzukommt...

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  • Sven N. 17.11.2011 Link

    >Die Frage ist für mich nur, wie sie das Vanadium flüssig kriegen... Schmelzpunkt lt Wikipedia= 1910° C

    Das Vanadium selbst ist nicht flüssig. So wie ich es gelesen habe, benutzt IBM eine "Redox flow battery" zum Betreiben der Prozessoren. Das sind Vanadium Ionen in einer wässrigen Lösung... also nicht wirklich flüssiges Metall...

    http://nextbigfuture.com/2011/11/ibm-moving-to-liquids-to-cool-and-power.html

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  • Selçuk Çelik 17.11.2011 Link

    hmm... also wenn auch noch das ständige Aufladen wegfallen würde (also selbstaufladend iwie), wäre ich einer der Ersten, die solch ein Smartphone (oder wie man das dann nennt xD) hat... ;)

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  • waldbrand 17.11.2011 Link

    @ Fabien: Na gut, ist lange her das ich den Arni gesehen habe :)
    "Klopf Klopf. Hi, ich bin der HTC T-1100 mit Andoid Destroy 16.998, ich komme um zu terminieren, würdest du bitte auchmachen" :)

    @Sven: Kein Problem, Prozessoren werden mit 5 Petaherz rund 3000 Grad heiss, da wird alles flüssig.

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  • sapkra 18.11.2011 Link

    IBM gibt es seit 16. Juni 1911, und die wissen was sie tun. Außerdem baut IBM schon jahrelang Hochleistungsprozessoren, für glaube ich die NASA, die so viel Leistung haben, dass man diese gar nicht mit z.B. nen Intel Core i7 vergleichen könnte. IBM baut seit einigen Jahren auch Roboter die Schachspielen können und innerhalb von maximal 3 Sekunden eine Antwort auf eine Frage hat (im Internet gibt es ein Video in dem der Roboter in einer Quizshow gegen Menschen antritt und deutlich gewinnt.

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