X

Anmelden

Zur Bestätigung jetzt anmelden

Passwort vergessen?

... oder mit Facebook anmelden:

Du hast noch keinen Zugang zu AndroidPIT? Registrieren

Die Lösung der Akkuknappheit?

Lukas M
51

Der nachfolgende Blog ist nicht nur auf das Thema "Android" reduziert sondern will eine Information bezüglich der fortschreitenden Entwicklung der Technik, welche in Smartphones eingesetzt werden wird, aufzeigen. Es ist mein erster Blogbeitrag und somit bitte ich euch um Nachsicht, sollte ich des einen oder anderen Anforderungen nicht vollumfänglich erfüllen.

An der Zürcher Equitiy fair, welche eine Art DSDS für Start-Ups ist, mit dem Unterschied, dass dort eine ausgewiesene Expertenjury das Sagen hat, wurde die Firma Optical Additives zu einem der zwei Sieger gekürt. Die Firma präsentierte dabei ihr neues Produkt ZeoFret. Dies ist eine hauchdünne Schicht, welche auf Produkte aufgebracht werden kann. Die besonderen Eigenschaften von ZeoFret sind die Fähigkeit Licht zu "sammeln" und weiterzuleiten.

Was genau sich damit alles anstellen lässt und warum uns das interessieren sollte, erfahrt ihr nachfolgend.

Diese Neuentwicklung, welche auf alle möglichen Geräte, unter anderem Radios, mobile Fernseher, Laptops, Tablets und eben auch Smartphones aufgebracht werden kann, ermöglicht somit die Nutzung der Solartechnik ohne Designeinschränkungen.

Bisher musste man für die Nutzung der Sonnenkraft glatte Oberflächen auf mobilen Geräten vorsehen, auf denen Solarzellen angebracht werden konnten. ZeoFret hingegen leitet das Licht weiter, typischerweise auf eine im Inneren des Geräts versteckte, kleine Silizium-Zelle.

Der Hauptvorteil dieser Beschichtung ist somit, dass Sie keinerlei Einschränkungen beim Design mit sich bringt, weder beim Formfaktor der Geräte noch bei der Farbgebung. ZeoFret kann entweder mit Polymeren gemixt werden oder auf alle Sorten von mineralischem Glas oder Polymeren aufgebracht werden. Dadurch wird sozusagen das ganze Gehäuse des Geräts zur Solarzelle. Auch eine Nutzung der Beschichtung auf einem LCD ist gemäss der Website von Optical Additives möglich.

Das Funktionsprinzip ist ziemlich simpel, gleichzeitig aber genial. Durch einfallendes Licht auf der Geräteoberfläche, werden spezielle chemische Verbindung innerhalb der Beschichtung elektrisch angeregt. Die dadurch gewonnene Energie geben diese wiederum in Form von Licht ab, das in der Beschichtung gefangen bleibt. Schlussendlich wird das Licht auf eine, beispielsweise im Inneren des Gerätes verborgene Siliziumzelle geleitet, welche daraus Strom erzeugt. Auch wenn der User das Gerät in die Hand nimmt oder anderweitig Schatten auf die Beschichtung geworfen wird, hat dies nur Einfluss auf die Menge der gewonnenen Energie. Selbst unter künstlichem Licht ist die Energieproduktion möglich. Dass aber eine Glühbirne niemals so viel Energie auf die Fläche bspw. eines Smartphones bringt wie die Sonne, leuchtet jedem ein.

Nachfolgend findet ihr eine schematische Darstellung, die das ganze plastisch macht: Bild Optical Additives.

 

Wer nun denkt, dass ist ja schön und gut, wird aber ein Vermögen kosten und darum frühestens in 10 Jahren bei mir ankommen, der sei eines besseren belehrt.

Gemäss Aussage des CEO von Optical Additives, Andreas Kunzmann, in der Onlineausgabe der Neuen Zürcher Zeitung, soll ZeoFret pro Quadratmeter ca. 100 Euro kosten. Auf die typische Grösse eines Handys gerechnet beträgt der Preis für die Beschichtung somit nur noch ca. einen Euro. Auch der Wirkungsgrad, der mit Hilfe von ZeoFret erzielt werden kann ist respektabel. Im Idealfall soll 18% der Energie, welche auf die Beschichtung trifft, als Ladestrom abgegeben werden können.

Das Start-Up versucht momentan Investoren zu gewinnen und neues Kapital durch die Herstellung von Prototypen für Gerätehersteller zu mobilisieren. Das Konzept und die Zahlen der Erfindung sind ermutigend und so mag es kaum überraschen, dass ein namhafter Hersteller aus Cupertino (ich glaube ihr alle wisst, von wem ich spreche) Interesse bekundet hat und sich eine Offerte für die Herstellung eines Protoypen zukommen liess.

Hat die Firma Optical Additives erreicht von was wir alle träumen? Ein Smartphone mit der Akkudauer eines Uralt-Handys....

Doch die Entwickler von ZeoFret denken weiter. Sie gehen von einem Anwendungsgebiet der Beschichtung auf Fenstern, Laptops bis hin zu Autos und Dächern aus.

Drücken wir der Firma alle fest die Daumen, damit wir hoffentlich bald unsere Smartphones auch ohne 3 Zusatzakkus auf einen Wochenendtrip mitnehmen können.

Verwandte Themen

Auch interessant

Magazin / Hardware
38 vor 2 Wochen

Der Kampf ums Wohnzimmer: Chromecast, Apple TV und Fire TV

Magazin / Hardware
42 vor 2 Wochen

iPhone 5s vs. HTC One (M8): Duell der Design-Elite

Magazin / Vermischtes
128 vor 1 Woche

Apple über Android: “Kunden wollen, was wir nicht haben”

Magazin / Vermischtes
19 vor 2 Wochen

Apple, Google, Twitter: Anführer und Verweigerer der grünen Revolution

Magazin / Apps
59 vor 2 Wochen

Stabiler als iOS: Android KitKat hat die weltbeste App-Performance

Magazin / Hardware
142 vor 1 Monat

Google vs. Apple: Nexus 5 und iPhone 5s im Vergleich

Magazin / Hardware
36 vor 1 Monat

Warum die Smartphone-Zukunft günstig und chinesisch ist

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • moe 23.11.2010 Link

    Das ist doch mal eine super Neuigkeit ;)

    Und ein spitze Blog! Weiter so!!!

    0
    0
  • Martin W. 23.11.2010 Link

    1. sehr guter Blog ... hat Spass gemacht ihn zu lesen.
    2. Auf so eine Nachricht hab ich gewartet. Immer wird über Dual-Core CPUs in Smartphones geredet, aber keine Möglichkeit, den Akku entsprechend zu erweitern. Ich habs vor Jahren schon gesagt: Solartechnik ist die Zukunft. Es muss nur noch an der Technik gefeilt werden und ZeoFret ist ein Schritt in diese Richtung. Und dass es noch so günstig im Preis ist, klingt schon nach einer eierlegenden Wollmilchsau ;)
    Wir können alle nur davon profitieren.

    0
    0
  • Oliver Hy 23.11.2010 Link

    Herzlichen Glückwunsch zum ersten Blog, gut gemacht. Interessant geschrieben und mit links fundiert.
    Zum Thema: ich glaube darauf warten doch alle, schön wär's...

    0
    0
  • User-Foto
    Robert S. 23.11.2010 Link

    Super! hoffentlich bringen die diese Technik schnell auf den Markt!

    0
    0
  • Cem B. 23.11.2010 Link

    jipiii in der wüste brauch ich nun keinen strom mehr! ;) ;) ;)

    sehr guter blog, danke dafür :-)

    0
    0
  • Markus K. 23.11.2010 Link

    Sehr guter blog. :) Hoffentlich kommt diese Technik bald.

    0
    0
  • ChemDroid 23.11.2010 Link

    Super Blog!
    Echt ne Supermethode..ich frag mich bei sowas nur immer wieso ich nicht auf solche einfachen Ideen komme...

    0
    0
  • S. S. 23.11.2010 Link

    gut geschrieben toller inhalt

    0
    0
  • Thomas D. 23.11.2010 Link

    18% der Eenergy, die auf die Oberfläche trifft? Soll heißen? 4h?, 4Tage?
    Wann gibts den ersten Release? 2012? 2015?

    Ohne konkrete Fakten werd ich diese -durchaus positive- Neuigkeit nicht sonderlich ernst nehmen!

    0
    0
  • Ronald R. 23.11.2010 Link

    Der Blog ist super, also von mir aus können mehr Blogs von dieser Art kommen! Danke!!

    0
    0
  • Martin W. 23.11.2010 Link

    @Thomas D.
    Die Akkulaufzeit, die du damit erzielst, hängt doch von viel mehr ab, z.B. Größe der Oberfläche oder Hardware des Smartphones. Also kann man das doch nicht einfach in eine Zeitangabe überführen. Was aber mal eine interessante Zahl wäre, ist die Energie/Stromstärke, die pro mm^2 gewonnen werden kann.
    Und ein Release kannst du eh noch nicht absehen, wenn es keine Sponsoren dafür gibt bzw. überhaupt Interessenten.

    0
    0
  • Gantor44 23.11.2010 Link

    super interessant, danke für den Blog!

    0
    0
  • Andy N. 23.11.2010 Link

    Die Fläche auf einem Handy ist viel zu gering, als dass man es mit der Sonne wirklich aufladen könne. Die Fläche müsste schon relativ groß sein.

    für Handy sehr wahrscheinlich ungeeignet, ansonsten eine nette Erfindung.

    0
    0
  • Tobias W. 23.11.2010 Link

    Höhrt sich gut an, aber 18%? So wie ich das verstehe werden 18% des einfallenden Lichts erfolgreich weitergeleitet. Dann kommt aber noch eine Solarzelle hinzu. Die Firma stellt, doch nur den Lichtleiter her, der dann ca. 1 Euro pro Handy kostet, hinzu kommt hier aber wohl noch eine Solarzelle, die dann wiederum auch nur einen Wirklungsgrad von 20-30% von den einfallenden 18% erreicht. Wenn man damit die Laufleistung eines Handys verdoppeln will, benötigt man wohl ziemlich gute Solarzellen, die dann wiederum nicht zu Teuer sein dürfen....
    Aus diesem Grund wirds wohl noch ein wenig dauern, bis wir diese Technik in unserem Handy haben.

    0
    0
  • ChemDroid 23.11.2010 Link

    App hat gehangen, daher leider Doppelpost... sry

    0
    0
  • ChemDroid 23.11.2010 Link

    Habe das mal abgeschätzt. 400mA Ladestrom bei 5V sind nicht unmöglich, detaillierte Rechnung erfolgt in gesondertem Thread.

    Gruß Oli

    0
    0
  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 23.11.2010 Link

    Euch ist schon klar, dass man bei dieser Technik eigentlich permanent das Handy außerhalb der Hosentasche tragen muss? ^^

    Der Wirkungsgrad bei Solarzellen reicht derzeit nicht aus, um wirklich effektiv die Akkulaufzeit eines Handys zu erhöhen. Dazu ist die Fläche und der Wirkungsgrad der Solarzellen zu klein.

    0
    0
  • Lukas M 23.11.2010 Link

    Vielen Dank für das viele Lob...

    Ich hab grad mal schnell gegoogelt... Die Sonneneinstrahlung in Deutschland beträgt ca. 1000 kWh/m2 im Jahr.
    Das heisst also im Durchschnitt ca. 2740 wh/m2 am Tag
    macht auf die Grösse eines handys mit ca. 50 cm2 = 13.7 wh/tag
    Davon 18 % als Ladestrom ergibt 2.466wh /tag.

    Unsere Akkus haben ca. 1300 mAh bei 3.7V das ergibt= 4.8 wh

    Der Akku würde somit ca. 50% geladen werden. Da die oben genannten Werte zur Sonneneinstrahlung Durchschnittswerte sind und im Sommer die Einstrahlung ca. 5x so hoch ist wie im Winter, kann man davon ausgehen, dass das Handy im Winter kaum geladen wird (oder nur marginal), dafür im Sommer sozusagen genug Power entwickelt um fast nie an die Steckdose zu müssen, vorausgesetzt es sieht die Sonne genug...;)

    Ich bin nicht gerade der Experte was Energieberechnungen angeht.. Ich hoffe, meine Berechnungen stimmen?

    @Tobias Weise: Optical Additives spricht von 18% ausgegebene Ladeenergie... das heisst doch Output der Solarzelle...

    0
    0
  • Tobias W. 23.11.2010 Link

    Wem dem so ist wäre es wirklich erstaunlich, dann müssten ja über 70-80% des Lichts weitergeleitet werden.
    Wie wurde überhaupt die Fläche von einem Handy ermittelt? Es kann ja immer nur eine Seite Licht "empfangen". Hinzu kommt das man sein Handy wohl kaum immer direkt in die Sonne legt....Wird wohl eher im Schatten liegen...

    0
    0
  • Andy N. 23.11.2010 Link

    Das ist nur Theorie. In Wirklichkeit sind die Ausbeuten nicht so hoch (die wird wohl auch stark von der Farbe und Beschaffenheit des Kunststoffes abhängen) und das Gerät befindet sich wohl eher selten im Sonnenlicht und das auch noch im optimalem Winkel.

    Aber um es einschätzen zu können, sollte man es einfach mit den Werten einer Solarzelle vergleichen. Eine Solarzelle in der Größe von 65 mm x 57 mm gibt gerade mal 81 mA, optimale Bedingungen vorausgesetzt. Das ist zum Laden viel zu wenig, selbst wenn ich die Rückseite voll pflastere.
    Hier kommt aber noch hinzu,. dass das Licht nicht direkt auf die Solarzelle trifft und der Wirkungsgrad viel geringer ist.

    0
    0
  • W. Palmfossil 23.11.2010 Link

    Interessanter Beitrag, nett geschrieben.

    Leider setzt die Physik da Schranken: Bei einem durchschnittlichen Sonneneinfall von 100 W/m2 in unseren Breiten und unter der Annahme von 18% Ausbeute des Lichtleiters und 20% Ausbeute der Solarzelle kommt man für einen 5V Akku und der Fläche des Desire HD gerade einmal auf 6mA Ladestrom. Also eine volle Akkuladung in 8,5 Tagen.

    Bleibt also nur, an den Effizienzen zu schrauben oder die Handys größer zu machen. Wurden deshalb vielleicht die Tabletts erfunden? :-)

    0
    0
  • Tobias W. 23.11.2010 Link

    Trotz allem, wenn die Technik so günstig ist, zur Verlängerung der Akkulaufzeit wird sie beitragen können. ;)

    0
    0
  • Matthias Priedigkeit 23.11.2010 Link

    Auch ich möchte Dich zu Deinem interessanten Beitrag beglückwünschen. Ich denke, wir suchen doch alle ein Smartphone, dass möglichst lange von seiner Akkuladung zehrt. Es wäre wirklich genial, wenn diese Entwicklung auch industriell umgesetzt werden könnte und uns als Endverbraucher erreicht!

    0
    0
  • User-Foto
    Kevin C. 23.11.2010 Link

    Von einer Lösung der Akkuprobleme sind wir auch dadurch noch weit entfernt, da wie gesagt der Wirkungsgrad dieser Technik zu gering ist. Die Moleküle werden nur von bestimmten Frequenzen angeregt (den physikalischen Umgang erspare ich euch mal^^) und somit nur ein geringen Teil der Energie umwandeln kann. Dies ist noch immer der Knackpunkt der Technik, welche selbst gar nicht so neu ist. Bereits bei herkömmlichen Solarzellen gibt es eine ähnliche Methode, durch die Aufdampfung von Kupferschichten, die ähnliche Eigenschaften haben.

    Anderseits gibt es aber auch bereits Techniken, die unser Problem abschwächen können. So verwenden alle Hersteller immer noch alte Methoden bzw Techniken bei der Akkuproduktion. So haben schon einige Tochterunternehmen von Autohersteller neue Akkumulatoren entwickelt, die deutlcih leistungsfähiger sind, bei der gleichen Größe als herkömmliche Techniken.

    0
    0
  • User-Foto
    Markus I. 23.11.2010 Link

    Ich möchte mal folgendes Zitieren:
    -----------------------------
    2007
    Ein Verfahren zur Verzehnfachung der Kapazität von Li-Ionen-Akkus haben Wissenschaftler der Uni Stanford entwickelt. Mit Hilfe von Siliziumdrähten in Nanometer-Größe.
    Statt beispielsweise nur zwei Stunden könnten Akkus von Notebooks künftig 20 Stunden durchhalten, auch die Akku-Laufzeit von MP3-Playern, Handys, Digicams und sonstigen Mobil-Geräten auf Basis einer Li-Ionen-Batterie könnte sich verzehnfachen. Forscher der US-Universität Nano-Siliziumdrähe vor (links) und nach (rechts) der Aufnahme von Lithium.Stanford haben nämlich ein Verfahren entwickelt, mit dem die Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus extrem erhöht werden kann. Zum Einsatz kommen Nanometer-kleine Siliziumdrähte. Bisher war der Einsatz von Silizum als Anode zum Absorbieren geladener Li-Atome schwierig, da es bei der Aufnahme und der späteren Abgabe erst an- und dann wieder abschwillt. Die Folge: Der Akku verliert deutlich an Leistung. Hat der Stoff die Form von Nanodrähten, bleibt die Struktur des Siliziums bestehen.

    Nicht nur eine Verbesserung sondern gar eine Revolution sehen die Forscher um Projektleiter Yi Cui in der Technik. Auch die Marktchancen gelten als sehr gut: Laut Stanford sind Techniken zur Verarbeitung von Silizium hoch entwickelt, wodurch einer Massenproduktion von hoch kapazitiven Akkus nichts im Wege steht. Wann erste Produkte auf den Markt kommen, ist aber noch unklar. Derzeit wird unter anderem über eine Zusammenarbeit mit einem Akku-Hersteller nachgedacht.
    ---------------------------------------------------

    Es gibt noch weitere News von 2006 die eine ähnliche Weiterentwicklung bekunden. Allerdings frage ich mich 3-4 Jahre später: Wo sind die Weiterentwicklungen? Warum sind die noch nicht Verbaut bzw. Marktreif...
    Die Ansätze sind ja da...

    -----------------
    androidatwar.de

    0
    0
  • Lukas M 23.11.2010 Link

    Nur nochmals so am Rande..Der Verlust durch den Wirkungsgrad der Solarzelle ist in den 18% schon eingerechnet.

    Aussage Website Optical Additives: The key ZeoFret® innovation solved the problem of re-absorption of light traveling through the wave guide by driving down to a minimum the overlap between absorption and emission of the luminescence centers.

    Aussage CEO Optical Additives in der NZZ:
    "Bei einem iPhone zum Beispiel sähe die Bilanz so aus: Von der Sonnenenergie, welche auf die rund 50 Quadratzentimeter einer iPhone-Rückseite auftreffen, würden im Idealfall bis zu 18 Prozent als Ladestrom an den Akku abgegeben."

    Man beachte die 18% in Verbindung mit Ladestrom an den Akku abgeben....

    ;)

    Aber es ist natürlich klar, dass ein Handy aufgrund der geringen Fläche bei derzeitigen Wirkungsgraden der Solarzellen nicht vollumfänglich mit Solarstrom betrieben werden kann. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung stellt die Innovation aber auf jeden Fall dar...

    0
    0
  • Marcel h. 23.11.2010 Link

    Erstmal super Blog solche News mag ich!!

    zum Thema:
    Ich glaube allein schon die Tatsache dass das Handy durch rumliegen Strom gewinnen kann ist schon genial!! Klar kann man bei der Fläche und der Dauer an der Sonne nicht von einem richtigen Laden reden, ich würde ehr von einem am Leben halten reden und ich finde das spitze.

    Diese Technik ist aber so ausbaufähig, man könnte ja im Prinzip alles damit beschichten was einfach nur rumsteht oder nicht für einen bestimmten Zweck benutzt wird. Allein schon die Fläche an Fenstern die man gekleben bzw. beschichten könnte ist gigantisch. Oder man nimmt die Autodächer um die Akkus der E-Autos zu laden.

    Ich freu mich auf die weiterentwicklung solcher Technik und hoffe es kommt was dabei rum.

    LG
    Marcel

    Edit: gerade auf der Seite von denen gewesen, Sie können sogar das Licht das LCD Display erzeugt zum Erzeugen von Strom nutzen. Ist ja schon fast ein Perpetuum mobile. (kleiner Spaß :-P)

    0
    0
  • Gustav Mix 23.11.2010 Link

    bin für jede Minute die heute mein Desire und in der Zukunft mein neues Smartphone länger am Leben hält.
    In meinen Augen ist das eine tolle Erfindung. Freu mich auf die Zukunft.

    0
    0
  • Roan Fel 23.11.2010 Link

    Ich weis gar nicht warum hier der ein oder andere alles madig reden muss.

    Egal ob es viel oder wenig bringt und ob es nun einen oder gar 50 Euro Aufpreis kosten wird weil noch eine Solarzelle dazukommt.

    Wir geben doch eh immer mehr Geld aus als vernünftig ist um unsere Android-Nerd-Bedürfnisse für das neuste und beste Smartphone zu befriedigen.

    Also heult nicht wegen den Mehrkosten sondern freut euch lieber über jedes noch so kleine bisschen zusätzlicher Akkulaufzeit.

    0
    0
  • W. Palmfossil 23.11.2010 Link

    Zum Kommentar von Markus I.:
    Es gibt noch weitere News von 2006 die eine ähnliche Weiterentwicklung bekunden. Allerdings frage ich mich 3-4 Jahre später: Wo sind die Weiterentwicklungen? Warum sind die noch nicht Verbaut bzw. Marktreif...
    Die Ansätze sind ja da...

    Das läuft folgendermaßen: Ich habe vor acht Jahren im Flugzeug einen Jungunternehmer kennengelernt, der Brennstoffzellen für Handyakkus zur Serienreife gebracht hat. Interessantes Gespräch über Technik und vor der Landung wünsche ich ihm viel Glück mit seinem Produkt am Markt und er meint, daß der Business Case nicht so naiv laufe. Alle solchen Firmen werden seit Jahrzehnten von den großen Akkuherstellern aufgekauft und zugesperrt, wenn sie es bis zur Marktreife bringen. Und da steckt viel Geld dahinter.

    Tja, wie es so schön heißt: Geht es der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut....

    0
    0
  • Denno E. 23.11.2010 Link

    also seit diesem sommer weiss ich, dass man smartphones nicht in der sonne liegen lässt...ruhe in frieden mein kleines milestone
    :'(

    0
    0
  • AndroPet 23.11.2010 Link

    Ahoi!
    Danke für den guten blog!
    Die Menge der Spekulationen hier in den Kommentaren zeigt ja deutlich, wieviel Interesse zu wecken ist...
    Die Sache mit Cupertino macht mir aber keine Vorfreude :o(
    Ich werde aber schon mal Kopfbedeckungen erfinden, in denen mal Mobiltelefone sonnennah transportieren kann!
    pet

    0
    0
  • User-Foto
    Kevin C. 23.11.2010 Link

    @ W. Palmfossil:

    Warum die Sachen noch nicht verbaut sind?

    Nun ja, die Frage ist ganz einfach. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist derzeit noch mehr als unausgegoren. Für den Gewinn an Laufzeit wäre ein deutlich Preisaufschlag zu Verantworten. Je nachdem nach welcher Methode, beträgt der Aufschlag weit über 50€.

    0
    0
  • W. Palmfossil 23.11.2010 Link

    @ Kevin C.:

    Das ist ja genau mein Punkt. Sobald eine alternative Entwicklung marktreif ist, also auch preislich interessant, wird die Firma von einem großen Player am Markt weggekauft und zugedreht. Das ist der Hauptgrund, warum wir unsere geliebten Smartphones immer noch täglich an den Strom hängen, anstatt wöchentlich etwas Methan nachzufüllen....

    0
    0
  • ChemDroid 23.11.2010 Link

    @Palmfossil: Methanol oder Ameisensäure :P
    Es sei denn du willst die ganze Zeit mit nem 700 Grad heißen Gerät rumlaufen (Stichwort Betriebstemperatur)

    0
    0
  • Fab 23.11.2010 Link

    Spannend, wie viele Pessimisten sich hier herumtreiben und einen kleinen Fortschritt kaputt reden. Wenn der Akku durch diese Technik eine Stunde länger hält, dann habe ich am Ende des Jahres ein messbares Ergebnis, hat jeder Energieverbraucher diese "verlängernde" Technik, wirkt sich das bereits massiv auf den weltweiten Energieverbrauch aus. (ein halber gesparter Liter Kraftstoff ist die Entwicklungsarbeit doch auch wert, erzählt zumindest jeder)

    0
    0
  • Sheidy 23.11.2010 Link

    ich würde nicht von pessimismus reden, sondern von realismus. Imho ist die Fläche eines Smartphones zu klein, um damit nennenswerte Effekte zu erzielen... haben ja auch schon andere hier vorgerechnet. Natürlich bringt jede gewonnene minute schon einen kleinen Nutzen, aber das Kosten-Nutzen Verhältnis wird so schlecht sein, dass es sich nicht lohnt, in die Anwendung bei Smartphones zu investieren. selbstverständlich ist das eine verheißungsvolle Technik, die großflächig sicher das Energiemanagement revolutionieren könnte.

    0
    0
  • User-Foto
    Kevin C. 23.11.2010 Link

    @ Fabian:
    Pessimismus kommt nur bei der Einführung auf, da solche Produkte nicht in naher Zukunft so weit entwickelt werden können, dass sie mehr als nützlich sind. Beim Einsatz am Handy kommt es auf einen hohen Wirkungsgrad an, da du sicher nicht die ganze Zeit mit dem Handy in der Hand rumlaufen würdest :P

    @Palmfossil
    Das mag bedingt stimmen, doch sind viele Innovationen, die in der letzten Zeit gemacht wurden (man spricht hier von einem kurzen Zeitraum von 5-10 Jahren ;) ) von kleinen Unternehmen gemacht wurden. Diese hatten aber meist den Vorteil, dass sie Tochterunternehmen von großen Unternehmen sind oder waren.
    Ein Beispiel hierfür ist Mercedes, die mehrere Forschungseinrichtungen und auch Produktionsfirmen unterstützen, die sich auf neue Batterien spezialisieren (wenn auch eigennützig, was aber an der Marktwirtschaft liegt^^). Es ist also nicht generell vom Nachteil, dass kleine Unternehmen von Großen geschluckt werde oder diesen angehören.
    Sondern viel mehr ist zu sagen, dass die Industrie für Mobile Devices mehr als nur verschlafen hat sich um dieses Thema zu kümmern...

    0
    0
  • Mombert S. 23.11.2010 Link

    Genau einer hier hat dran gedacht dass man das gleiche Problem wie mit "traditionellen" Solarzellenakkudeckeln hat: Ich würde nie im Leben auf die Idee kommen im Sommer bei 25+ Grad im Schatten mein Handy in die Sonne zu legen. Da müsste ich ja ne Meise haben.
    So lange ich das Ding in der Tasche hab oder in der Hand halte, kommt da auch (fast) nix bei rum.
    Das Display beschichten? Super, wisst ihr was euer Display dann macht? Es bedankt sich mit höherem Energieverbrauch um die Bildqualität beibehalten zu können.
    Die 18% sind unter Laborbedingungen der Fall, also senkrechte Einstrahlung, optimale Lichtstärke, optimale Temperatur etc. Mal ganz abgesehen davon, dass beim Laden des Akkus noch mal 20% drauf gehen - da kann zwar die Solarzelle nix für, aber um 5,6Wh im Akku zu haben muss ich halt 7Wh rein pumpen.
    Dem gegenüber stehen erhöhter Energie- und Materialaufwand bei Produktion und Entsorgung. Selbst wenn's die Beschichtung plus den Chip für nen Euro gibt, heißt das, das Ding muss erst mal 5kWh Strom erzeugen bevor es sich rechnet (bei nem Strompreis von 20 Cent je kWh). Wenn ich mein Handy täglich mit 7Wh aufladen würde (was nicht der Fall ist), entspräche das fast 2 Jahren(!) vollständiger Energieversorgung für mein Handy. Je nachdem wie optimistisch man ran geht sind das dann 4 bis 20 Jahre Betriebszeit damit das kein Minusgeschäft ist - sowohl für den Geldbeutel als auch für die Umwelt. Was ich dabei noch gar nicht erwähnt habe sind die ständigen Miniladezyklen die eure Akkulebenszeit nicht unerheblich reduzieren.

    Völlig illusorisch. Da braucht keine Firma aufgekauft/dicht gemacht werden damit sich sowas nicht durchsetzt.
    Photovoltaik ist schlicht nur dort sinnvoll, wo es keine andere Möglichkeit zur (autonomen) Energiegewinnung gibt, bzw. nur vergleichbar unrentable. (Survival Abenteuer, Weltraum, entlegene Forschungsstationen - aber sicher nicht die Smartphones von Zivilisationsbewohnern)

    0
    0
  • User-Foto
    Kevin C. 23.11.2010 Link

    @ Mombert
    Ich glaub du betrachtest das Thema von etwas falscher Seite, da es sich so anhört, als würdest du noch an die dicken, schwarzen Solarzellen denken ;)

    Falls ich mich irre, tut es mir Leid. Aber wir reden über Schichtdicken im Nanometerbereich von bis zu 50nm. Diese Dicke ist beim Verbrauch so unerheblich, dass man es getrost vernachlässigen kann. Desweiteren sind sie nicht wahrnehmbar mit dem menschlichen Auge.

    0
    0
  • Marcel h. 23.11.2010 Link

    ich weiß das wir hier in einem Handy Forum sind und die Idee mit dem Handy laden ist ja auch gut, aber ich würde bei dieser Technik ihr an größere Sachen denken und ich glaube das ist auch einer der Hauptgründe für die Entwicklung dieser Technik.
    Zu dem das Handy in die Sonne legen muss ja auch gesagt werden das egal welches Licht (Sonne, Laterne oder Taschenlampe) die Oberfläche abbekommt sie Strom erzeugt. Sogar das Licht des Display wird genutzt. ich finde diese Geschichte genial!
    LG
    Marcel

    0
    0
  • fail!X 23.11.2010 Link

    " Anforderungen nicht vollumfänglich erfüllen" geile Vormulierung ;)
    Endlich mal wieder ein Blogeintrag wo um neue Hardware geht, das lässt doch träumen :)
    Wie kommt man zu solchen Infos, das sie ja erstmal nix mit Smartphones zu tun haben? gute Arbeit, freu mich auf neue Artikel :)

    0
    0
  • Mombert S. 23.11.2010 Link

    @Kevin
    Ich weiß schon, dass wir hier mit Dünnschichtzellen vergleichen können/müssen. Die Frage die sich für die Reduzierung der Displayhelligkeit stellt ist natürlich der Frequenzbereich in welchem das ganze arbeitet. Ich halt's aber für unwahrscheinlich, dass ausschließlich Licht im nicht sichtbaren Spektrum gedämpft wird - selbst dann wenn nur solches zur Energiegewinnung genutzt wird. (Und wenn mal in den Raum geworfen nur 2% Leistung vom sichtbaren Licht entnommen werden, dann braucht man bei Displaybeschichtung schon 3...4% um das auszugleichen, hat also effektiv den Wirkungsgrad auf 15% gedrückt.)
    Aber selbst wenn das wider erwarten nicht der Fall sein sollte ist das ja nur einer der Punkte die das nicht als Lösung für das Akkuproblem dastehen lassen.

    0
    0
  • Jupp S. 23.11.2010 Link

    spätestens bei dem punkt, dass man sein handy die meiste zeit in der tasche hat muss man doch sehen, dass es nichts bringt.
    wenn man sein haus mit photovoltaik ausstattet, stellt man die panele doch auch aufs dach und nicht in den keller.
    die geringe ausbeute multipliziert sich mit der geringen zeit, die das handy wirklich irgendwelches licht zu sehen kriegt und mit dem falschen winkel, in dem es zum licht gehalten wird.
    und selbst wenn ich das handy nicht in der tasche hab, halte ich es ja auch nicht direkt in die sonne, weil ich auf dem display noch was erkennen will. sonst müsste ich die helligkeit hochdrehen. und was das dann wieder für den akku bedeuted... ;)

    wenn man strom sparen will um die umwelt und den geldbeutel zu schonen, sollte man sich solarzellen aufs dach setzen oder sich leitungen für ne wärmepumpe im garten vergraben.
    wenn man nur die umwelt schonen will holt man sich strom von greenpeace-energy, naturstrom, lichtblick oder den stadtwerken schönau.
    wenn man längere akkulaufzeiten haben will, sollte man an solchen super-akkus weiterarbeiten, die oben schon beschrieben wurden anstatt, dass man die firmen aufkauft um sie liegen zu lassen.

    ich denke schon, dass das eine revolutionäre technick ist, aber nichts für handys. ich sehe die einsatzgebiete echt eher bei autos und häusern. dann muss man allerdings daran denken, dass die beschichtung witterungsfest sein muss.
    eine idee währe vielleicht auch die kleidung damit auszustatten. dann müsste die bechischtung aber nicht nur witterungsfest, sondern auch waschmaschienenfest sein. oder es währe irgendetwas, das man vor dem waschen abnehmen könnte und anders reinigt.
    wenn es an der kleidung getragen wird, könnte es auch für handys wieder interessant werden.
    und da währe es auch interessant ob diese erfindung es schafft auch die modewelt zu beeinflussen.

    0
    0
  • Simon F. 23.11.2010 Link

    Ich denke auch, dass das Einsatzgebiet einer solchen Technologie eher bei Fahrzeugen oder ähnlichem liegt.
    Bei Smartphones wäre es vieleicht sinvoller die Bewegungsenergie des Trägers zu nutzen, wie es einige Armbanduhren tun.
    Wenn ich mein Smartphone nicht in der Tasche haben darf, spielt es kaum noch eine Rolle, ob das Telefon am Licht liegt, oder an der Dose hängt.

    0
    0
  • Tobias G. 23.11.2010 Link

    Interessanter Blog und interessante Kommentare.
    Mir ist dabei sofort eigentlich nur eins eingefallen: legt euren droiden mal 2-3 stunden in die Sonne und schaut wie ihm das gefällt... das Desire zum Beispiel soll ja bei ein wenig Temperatur durchaus zum reboot neigen.
    (Mein bisher zum Glück nicht)
    Natürlich würde mit der Technologie ein Teil der Energie in elektrische Energie gewandelt. Aber warm wird das sicher trotzdem noch.

    Gruß

    0
    0
  • Bodo P. 23.11.2010 Link

    Lukas, super Blog und hochinteressant.

    @ pet ## Ich werde aber schon mal Kopfbedeckungen erfinden, in denen mal Mobiltelefone sonnennah transportieren kann!##

    Ich meine mich dumpf zu erinnern, dass es bereits Klamotten gibt, bei denen spezielle eingewebte ´Fäden´ als Solarzellen fungieren und man sein Spielzeug in einer Tasche zum Laden ein´pluggt´.

    0
    0
  • Dennis R. 24.11.2010 Link

    lol ksann mir vorstellen, wie ich nach einer stunde zurÜck komme und sehe wie mein Handy dahin schmilzt.
    Und außerdem wwrden die das nicht so schnell fertigstellen, den 2012 wird die Welt ja eh untergehen. googelt mal

    0
    0
  • Mäco-Desire 24.11.2010 Link

    Erstmal hat spaß gemacht zu lesen.
    Das thema scheint gut anzukommen.
    Viele Leser viele Beiträge. Also ich wuerde mir ein kleines naja Gehäuse bauen was ich dann in die Sonne stellen kann. Oder an meinen rucksack oder sonst wo dran.ist schon eine tolle technik.

    0
    0
  • Stephan F. 24.11.2010 Link

    schöner beitrag! informativ und gut geschrieben!

    0
    0
  • Philipp 24.11.2010 Link

    Klar hat man das Gerät nicht ständig in der Sonne liegen, aber allein schon die Möglichkeit es ein wenig in der Sonne aufzuladen, für den wichtigen Anruf, den man gerade noch tätigen wollte als der Akku versagte ;)

    Wünsche dem Startup auch viel Erfolg und ein Quäntchen Glück!

    0
    0

Author
4

Wie kann man einen Thread pausieren bis ein Button gepressed wird?